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Schulden der Eigentümergemeinschaft nach Kauf einer Eigentumswohnung

24. Januar 2023 20:58 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Bei einem Wechsel des Eigentümers einer Eigentumswohnung haftet immer derjenige Eigentümer für Forderungen gegen die Gemeinschaft, der zum Zeitpunkt des Fälligwerdens der Forderung(en) als Eigentümer im Grundbuch als Wohnungseigentümer eingetragen war.

Hallo,

ich habe vor Kurzem eine Eigentumswohnung mit meiner Frau gekauft. Kurz nach dem Kauf wurde aufgedeckt, dass unser mittlerweile ehemaliger Verwalter Gelder über die letzten Jahre veruntreut hat. Die dadurch entstandenen Schulden müssen jetzt von den Eigentümern der Eigentümergemeinschaft ausgeglichen werden.
Die Frage ist nun ob wir als neue Eigentümer für den Ausgleich des enstanenden Schadens aufkommen müssen oder die vorherigen Eigentümer.
Angeblich war die Veruntreuung niemandem um Zeitpunkt unseres Kaufs bekannt. Vor allem weil auch keine Jahresabschlüsse für die Jahre 2020 und 2021 erstellt wurden.

Beste Grüße

24. Januar 2023 | 22:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 16 Absatz 2 Satz 1 WEG hat jeder Wohnungseigentümer die Kosten der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer, insbesondere der Verwaltung und des gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums, nach dem Verhältnis seines Anteils zu tragen.

Bei einem Eigentümerwechsel haftet nach der Rechtsprechung immer derjenige Eigentümer, der zum Zeitpunkt des Fälligwerdens einer Forderung gegen die Gemeinschaft im Grundbuch als Wohnungseigentüner eingetragen ist (BGH, Urteil vom 15.12.2017 - Aktenzeichen: V ZR 257/16). Dies ist der neue Eigentümer, wenn die Fälligkeit erst mit der Beschlussfassung der Eigentümerversammlung nach der Umschreibung des Eigentums im Grundbuch eintritt: auf den früheren Zeitpunkt der Entstehung der Kosten kommt es in diesem Fall nicht an (BGH, Urteil vom 02.12.2011 - Aktenzeichen: V ZR 113/11).

Wenn für die Jahresabschlüsse 2021 und 2022 noch keine Beschlussfassung erfolgt ist, und Sie bereits im Grundbuch als neue Wohnungseigentümer eingertragen sind, haften Sie für das Wohngeld für diese Zeiträume.

Wenn wegen der Veruntreuung des Verwalters Forderungen gegen die Gemeinschaftz nicht bezahlt werden können, die bereits fällig wurden, als noch der alte Eigentümer im Grundbuch eingetragen war, verbleibt es auch nach der Umschreibung des Eigentums bei dessen Haftung (AG Brake, Urteil vom 29.10.2014 - Akzenzeichen: 3 C 212/14). Dies gilt auch für die Zahlung von Vorschüssen (ebenda).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt C. Norbert Neumann

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