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Schuld aus Dahrlehen übertragen

19.06.2021 23:17 |
Preis: 48,00 € |

Kredite


Beantwortet von


11:59

Mein Vater hat uns vor 22 Jahren ein Dahrlehen von 150.000 DM gewährt.
Wir konnten das nicht zurückzahlen, da unsere Firma Konkurs anmelden musste.
Er hat die Schuld aus dem Dahrlehen vor 20 Jahren an seine 2. Ehefrau übertragen.
Jetzt ist mein Vater gestorben und ich bin Alleinerbe. Kann die 2. Ehefrau die Schuld aus dem Dahrlehen mit
dem Bargeld auf den Konten verrechnen?

19.06.2021 | 23:50

Antwort

von


(15)
Hochstraße 82
55128 Mainz
Tel: 015120509460
Web: https://ganzrecht.net
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Bei der Beantwortung habe ich folgende Annahmen zugrunde gelegt:

- Ihr Vater hat einer Gesellschaft ein Darlehen gewährt, welches vom der Hauptschuldnerin nicht zurückgezahlt wurde.
- Ihr Vater hat den Anspruch gegen die Gesellschaft an seine zweite Ehefrau abgetreten.
- Ihr Vater ist nun verstorben und im Nachlass befinden sich Bargeld und Bankguthaben.

Ihr Frage verstehe ich nun so, dass die Ehefrau Erfüllung des Anspruches verlangt und dies aus dem Nachlass geschehen soll. Allerdings lässt Ihre Frage einigen Interpretationsspielraum offen, da nicht klar ist, inwiefern die zweite Ehefrau irgendetwas verrechnen kann. Denn diese würde überhaupt erst voraussetzen, dass Sie einen Anspruch gegen diese haben.

Insbesondere gehe ich von einer Darlehensgewährung Ihres Vaters an einen andere Person, z.B. GmbH, OHG; KG, ggf. auch GbR, aus. Ich gehe nicht (!) von einer Privateinlage in eine Gesellschaft aus. Auch gehe ich nicht von einer Darlehensgewährung an Sie persönlich aus (dann würde die Insolvenz der "Firma" gar keine Rolle spielen).

Demzufolge stellt sich die Rechtslage wie folgt dar:

Die Forderung gegen die Darlehensnehmerin ist weiterhin eine solche gegen die Darlehensnehmerin. Ihr Vater war nie Darlehensnehmer (sondern ursprünglich ja Darlehensgeber), sodass sich im Nachlass keine Verbindlichkeit befindet. Sie können also auch nicht für eine solche haften. Insofern kann die zweite Ehefrau Ihnen gegenüber auch nichts "verrechnen", da Sie nicht Schuldner der Forderung sind.

Ich vermute allerdings stark, dass der Sachverhalt anders ist, als Sie beschrieben haben oder dass Elemente ausgelassen wurden, da die Frage so meines Erachtens wenig Sinn ergibt. Nutzen Sie in diesem Fall gerne die einmalig kostenfreie Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

Rückfrage vom Fragesteller 20.06.2021 | 06:48

Das Dahrlehen war zur Überbrückung eines Engpasses in der Firma meines Mannes gedacht, aber als
Dahrlehensnehmer war nicht die Firma meines Mannes, sondern wir beide persönlich eingetragen.
Die Firma meines Mannes ging trotzdem konkurs, weil einige Großkunden nach der Wende nicht bezahlten.
Mein Mann erkrankte daraufhin schwer und ist bis heute ein Pflegefall und wird von mir gepflegt.
Wir stocken mit Grundsicherung auf.
Das Erbe wäre eine Erleichterung für uns und würde uns für einige Zeit von der Grundsicherung unabhängig machen.Deshalb meine Frage, ob die 2.Ehefrau mir jetzt die Guthaben auf den Konten verweigern kann, mit dem Hinweis, dass sie noch Forderungen aus dem Dahrlehen habe,oder müsste sie die Forderung, die an sie abgetreten wurden erst einmal einklagen und einen Titel erhalten, um diese durchzusetzen?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.06.2021 | 11:59

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Rückfrage, die ich gerne beantworten möchte.

In diesem Fall hat die zweite Ehefrau ja einen Anspruch gegen Sie persönlich. Sofern Sie also - was allerdings leider immer noch nicht ganz klar geworden ist - Ansprüche gegen sie haben, kann grundsätzlich ohne Weiteres aufgerechnet werden.

Für eine Aufrechnung benötigt man keinen Titel, es sei denn, dies ist vertraglich so festgelegt (Aufrechnung nur mit unbestrittener oder rechtskräftig festgestellter Forderung).

Allerdings könnte die Forderung der zweiten Ehefrau bereits verjährt gewesen sein, womit eine Aufrechnung nach § 215 BGB, und auch sonst eine Geltendmachung, dann nicht mehr möglich wäre (sofern die Einrede dann auch erhoben wird). Dies hängt unter anderem von der Fälligkeit des Rückzahlungsanspruches für das Darlehen ab und kann so leider nicht sicher beurteilt werden, wobei es aufgrund des Zeitablaufs wahrscheinlich erscheint.

Ich hoffe, dass diese weiteren Informationen Ihnen weiterhelfen konnten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-

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