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Schul- und Steuerrecht

| 20.11.2020 12:40 |
Preis: 70,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


14:15
Meine Familie und ich haben unserer Einfamilienhaus verkauft. Damit mein Sohn noch seine Schule in Niedersachsen beenden kann, haben meine Ehefrau und mein Sohn sich am Ort der Schule eine kleine Wohnung genommen. Ich selbst habe meinen Wohnsitz in der Nähe meines Arbeisplatzes. Nach Beendigung der Schule werden meine Frau und mein Sohn zu mir ziehen. Müssen meine Ehefrau und mein Sohn Ihren Erstwohnsitz in ihrer Wohnung anmelden, damit mein Sohn dort seine Schule abschließen kann oder reicht ein Nebenwohnsitz aus?
Wenn der erste Wohnsitz erforderlich isr, haben meine Ehefrau und ich jeweils einen eigenen Hauptwohnsitz, obwohl wir weiterhin zusammen leben. Können wir steuerrechtlich noch zusammen Veranlagen?
Welches Finanzamt ist zuständig (am Hauptwohnsitz meiner Frau/meines Sohnes oder bei mir)?
Sämtliche Wohnsitze befinden sich in Niedersachsen.
20.11.2020 | 13:12

Antwort

von


(206)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nach § 26 Absatz 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz können Sie weiter veranlagt werden, da Sie nicht dauerhaft getrennt leben.


Zitat:
§ 26 Veranlagung von Ehegatten
(1) Ehegatten können zwischen der Einzelveranlagung (§ 26a) und der Zusammenveranlagung (§ 26b) wählen, wenn
1. beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig im Sinne des § 1 Absatz 1 oder 2 oder des § 1a sind,
2. sie nicht dauernd getrennt leben und
3. bei ihnen die Voraussetzungen aus den Nummern 1 und 2 zu Beginn des Veranlagungszeitraums vorgelegen haben oder im Laufe des Veranlagungszeitraums eingetreten sind.
Hat ein Ehegatte in dem Veranlagungszeitraum, in dem seine zuvor bestehende Ehe aufgelöst worden ist, eine neue Ehe geschlossen und liegen bei ihm und dem neuen Ehegatten die Voraussetzungen des Satzes 1 vor, bleibt die zuvor bestehende Ehe für die Anwendung des Satzes 1 unberücksichtigt.


Die Trennung ist in Ihrem Fall nur vorübergehend und daher ist die Zusammenveranlagung noch zulässig.

Es würde hier eigentlich ausreichen nur noch einen Nebenwohnsitz zu belassen, hier sollten Sie die Entscheidung danach treffen, ob die Schule dies noch erwartet oder nicht. Steuerrechtlich kommt es jedenfalls nicht so sehr auf die melderechtlichen Verhältnisse an, sondern auf die faktische Lage. In Fällen wie Ihrem ist es den Schulen meist auch egal ob es sich um einen Haupt- oder Nebenwohnsitz handelt, das Problem wird eher dann relevant wenn es bei der Einschulung darum geht im Einzugsbereich der Wunschschule zu wohnen.

Der Hauptwohnsitz richtet sich immer danach, wo der Lebensmittelpunkt liegt, in Ihrem Fall ließen sich derzeit wohl beide Orte begründen, einerseits die neue Ehewohnung, andererseits das Umfeld des Kindes. Steuerrechtlich zählt aber letztlich nur die tatsächliche Sachlage.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen,

RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 20.11.2020 | 13:33

Welches Finanzamt ist bei einer gemeinsamen Veranlagung bei zwei verschiedenen Hauptwohnsitzen zuständig?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.11.2020 | 14:15

Sehr geehrte/r Fragesteller/r,

es ist das Finanzamt zuständig in dessen Bereich der Familienwohnsitz liegt. Wenn Sie zwei Hauptwohnsitze anmelden könnten Sie sich das zuständige Finanzamt quasi aussuchen. Wenn es bei einem Nebenwohnsitz bleibt wäre dann das Finanzamt in dem Wohnort des Ehemanns zuständig. Sie können aber auch noch beantragen, dass in der Übergangsphase das alte Finanzamt zuständig bleibt. Das wäre z.B. dann sinnvoll wenn hier möglicherweise noch Einspruchsverfahren laufen da es ansonsten aufgrund des Wechsels dazu kommt, dass sich das neue Finanzamt in den Sachverhalt neu einarbeiten muss.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 20.11.2020 | 14:29

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.11.2020
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ANTWORT VON

(206)

Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
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RECHTSGEBIETE
Insolvenzrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Reiserecht