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Schufaeintrag - Wann wird Eintrag gelöscht?

09.06.2013 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um Löschungswege einer Schufa-Eintragung nach Erledigung einer abgetretenen Forderung unter € 2000,--

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch ein Versehen im Jahre 2010, habe ich einen negativen Schufaeintrag von H&M i.H.v. 98 EUR bestehen. Der Eintrag lautet nachfolgend:

Forderungsverkauf
Gemeldeter Forderungsbetrag
98 Euro
Datum des Ereignisses:
01.10.2010

Die Erledigung wurde folgendermaßen in die Schufa-Auskunft eingetragen:
Forderung ausgeglichen
Datum der Erledigung
28.02.2011

Der Eintrag in der Schufa wird zum 01.01.2014 gelöscht, liege ich in dieser Annahme richtig?

Mit freundlichen Grüßen

Nach § 4 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz "muss" die Vergütung einer außergerichtlichen Tätigkeit in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Verantwortung u. Haftungsrisiko des Anwaltes stehen. Nach § 34 RVG kann als Richtwert € 250 netto gelten. In diesem Rahmen erfolgt meine Erstberatung. Da Sie nur den Mindesteinsatz angeboten haben, darf ich die Rechtslage hinsichtlich einer Frage nur skizzieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Ihrem Fall sind drei Gegebenheiten zu differenzieren:

1) Es handelt sich um eine abgetretene (verkaufte) Forderung, mithin dem ersten Anschein nach tituliert und unstreitig. (Ihre Angabe dazu ist missverständlich „durch Versehen".)

2) Die Schufa ist eine eigenständige Institution der Wirtschaft, die auch rechtlich zu unterscheiden ist von…

3) …dem Anmelder bei der Schufa als Inhaber der Forderung.


Diese Unterscheidung ist wichtig für die Frage, gegen wen welche Anspruchsgrundlagen im Falle einer streitigen Auseinandersetzung zur Löschung bestehen.


Bei falschen bzw. unrichtigen Eintragungen haben Sie einen Anspruch aus §§ 823, 1004 BGB gegen den Forderungsinhaber, dessen Umsetzung Sie mit einer einstweiligen Verfügung beschleunigen können.

Bei einem Verstoß gegen das Datenschutzgesetz besteht der Anspruch gegen die Schufa aus §§ 33, 35 BDSG.


Sinnvoll kann es sein, beide Wege parallel zu beschreiten.


Dies vorangestellt für den Fall, dass die Schufa Ihre Eintragung nach Zeitablauf von 3 Jahren wegen Erledigung der Forderung nicht löscht.

Nach 3 Jahren „zum Jahresende" der Erledigung der Forderung sollte die Forderung automatisch gelöscht sein. Die entsprechende Formulierung der Schufa lautet dazu:

„…offene, ausreichend gemahnte und unbestrittene Forderungen…. Diese Informationen bleiben nach Erledigung der Forderung in der Regel noch drei Jahre zum Jahresende im Datenbestand der SCHUFA zu der Person gespeichert."


Anmerkung: Da Ihr Forderung unter € 2000,-- liegt, sollten Sie auch einen Antrag an die Schufa stellen mit dem Inhalt, dass wegen der geringen Forderung Ihr konkretes Löschungsinteresse bei weitem höher ist, als das abstrakte Sicherungsinteresse der Wirtschaft und Ihr o.g. „Versehen" (etwa Zahlung nach 6 Wochen o.ä.) näher beschreiben. Eine vorzeitige Löschung ist dann nicht zwingend aber möglich.








Es würde mich freuen, wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Stellen Sie bei Bedarf eine kostenlose Nachfrage zum Verständnis und nutzen gerne auch die Bewertungsfunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Burgmer
- Rechtsanwalt

AGB für Fernberatung unter www. rechtsanwalt-burgmer.de

Nachfrage vom Fragesteller 09.06.2013 | 15:55

Sehr geehrter Herr Burgmer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Bisher weigert sich das Inkassounternehmen den Eintrag zu löschen - auch nach Einschaltung eines Rechtsanwaltes, hält das Unternehmen weiterhin an einer berechtigten Speicherung des Eintrags im Rahmen der gesetzlichen Speicherungsfristen fest.

Den gesetzlichen Speicherungsfristen zufolge wird der Eintrag mit Ablauf des 31.12.2013 gelöscht, liege ich in dieser Annahme richtig?

Mit freundlichen Grüßen
Eren Özdemir

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.06.2013 | 16:28

Die o.g. Formulierung der SCHUFA ist analog der sog. Ultimoverjährung aus §§ 195, 199 BGB zu interpretieren, die wie folgt berechnet wird: Tag der Forderungsfälligkeit + Zeit bis Jahresende (31.12./24:00 Uhr) + 3 Jahre = Verjährungszeitpunkt; hier also Löschungszeitpunkt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
W. Burgmer
- Rechtsanwalt

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