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Schriftliche Diagnose/Kopie der Krankenhausakte


| 23.11.2007 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Guten Tag,

wegen schulischer Schwierigkeiten haben wir unser 10-jähriges Kind in eigener Initiative in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz vorgestellt. Nach einem Diagnosetermin wurden wir mit der (mündlichen) Information, dass das Kind seelische Probleme hätte und einer Liste niedergelassener Therapeuten verabschiedet.

Meine Frage: gibt es einen Rechtsanspruch auf Herausgabe einer schriftlichen Diagnose bzw. einer Kopie der Krankenhausakte. Und wie kann man einen eventuellen Anspruch durchsetzen, ohne gleich mit "Kanonen auf Spatzen zu schießen".

Angabe von Fundstellen ist erwünscht.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Es ist nicht unbedingt unüblich, dass bei der Entlassung die Diagnose zunächst nur mündlich mitgeteilt wird; ein schriftlicher Bericht erst in der Folge erstellt und übersandt wird. Fordern Sie diesen daher nach einigen Tagen schriftlich an. Der Patient hat einen Anspruch auf Einsicht in die vollständigen Behandlungsunterlagen nebst allen ergänzenden Unterlagen, Befunden etc. (z.B. Laborbefunde, Medikation, bildgebende Diagnostik, Pflegeberichte etc.), d.h. nicht nur in den Entlassungsbericht selbst. Als Fundstelle kann ich Ihnen z.B. die Entscheidung BGH, NJW 1983, 328 nennen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2007 | 13:15

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Es handelte sich um eine ambulante Diagnostik, insofern gibt es keinen Entlassungsbericht. Sonst wäre es ja einfach.

Akteneinsicht bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass wir Anspruch auf etwas schriftliches haben. Könnte man sich in der Klinik theoretisch darauf zurückziehen, dass man uns anbietet, uns DORT die Akten anzusehen oder muss man uns etwas schriftlich aushändigen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2007 | 13:22

Auch eine ambulante Maßnahme erfordert, dass die erfolgten Maßnahmen nachvollzogen werden können. Dafür ist grundsätzlich die Schriftform geeignet. Fordern Sie daher einen Bericht an und sei es, dass dieser nur die Diagnostik beinhaltet. Soweit Sie nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen, können Sie auch den „weichen Weg“ in Betracht ziehen, über einen Nachbehandler einen Bericht über die erfolgte Diagnostik / Behandlung anzufordern.

Akteneinsicht bedeutet zunächst einmal Einsicht. D.h. Sie haben ein Recht, die Krankenunterlagen vor Ort einzusehen. Darauf könnten Sie also verwiesen werden. Grundsätzlich werden diese aber auch auf Anforderung in Kopie übersandt; entsprechende Kopierkosten sind dabei selbstverständlich zu ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt


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