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Schriftliche Äußerung aufgrund Beleidigung

| 23.12.2019 17:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


19:13

Zusammenfassung: Was tun bei wechselseitig begangener Beleidigung unter Nachbarn?

Mein Partner und ich leben seit 3 Monate in einer Dachwohnung in einem abgelegenen Dorf. Leider kommt es immer wieder zu Streitigkeiten mit dem Ehemann der Nachbarin.

Am Abholtag der gelben Säcke hat eine der verwahrlosten Katzen eine der Säcke der Nachbarn zerrissen, welchen ich dann, für sie zusammen genommen habe. Später hab ich mich mit der Nachbarin abgesprochen die verwahrlosten Katzen zu füttern da ich es verhindern wollte das es nochmals passiert, auch wollte ich den Katzen einfach helfen...

Nun aber wurde ich am Samstag, als mein Partner und ich von dem sturmklingeln des Nachbarkindes genervt fliehen wollten. (Die Klingel ist falsch verknüpft so dass wir die Klingel des Nachbarn mit hören) Würde ich, als wir aus dem Haus kamen, sehr schroff, fast schon schreiend von dem Ehemann "begrüßt" mit den Worten: "was fällt dir eigentlich ein die Katzen zu Füttern, ich will das nie mehr sehn". Durch meine psychische Erkrankung (PTBS Posttraumatische belastungs störung) fällt es mir sehr schwer mit schreienden Mitmenschen umzugehen vorallem mit Männern.
Am Anfang wollte ich das Sachlich klären und bat ihm auch mehrmals mich aussprechen zu lassen... Und fragte ihn warum, wenn er ein Problem hätte nicht direkt zu mir kommen würde anstatt den Vermieter direkt mit einbezieht. Beim Besichtigungstag der Wohnung hieß es von den Nachbarn selber, das man miteinander reden können wenn was ist. Leider passierte das nie, es wurde sich immer direkt beim Vermieter beschwert oder durch passiv aggressive Tätigkeiten. Das anzusprechen hat ihn leider noch mehr angestachelt. Ab dem Punkt griff meine Partner verbal ein und forderte dass er mich in Ruhe lassen soll da es meine Sache wäre und nicht seine. Dabei fielen einige Beleidigungen.

Der Nachbar wendete sich dann zu meinem Partner und redete pausenlos auf ihn ein, während seine Frau aus dem Fenster schrie es solle meinen Partner in Ruhe lassen und dass sie es mit mir abgeklärt hätte.

Mein Partner ist ebenfalls psychisch erkrankt (Schizophrenie) und ist deswegen auch aktiv in Behandlung.

Auch durch die bitte der Frau lässte er nicht nach. Mein Partner schubste ihn dann weg weil er es einfach nicht mehr aushielt.

Gestern haben wir uns mit den Vermietern zusammen gesetzt um die Sache zu klären und einigten uns dass wir zwischen den Feiertagen zusammen sitzen und klären. Ebenfalls schrieb ich im Namen von meinem Partner den Nachbarn eine Entschuldigung per WhatsApp, da es ihm leid tat aber nicht in der Lage war zu schreiben.

Nun aber kam gerade die Polizei vorbei mit einer "Einladung" zur schriftlichen Äußerung und der Behauptung das mein Partner ihm an den Hals ging, was nicht stimmt. Da ich nach dem Vorfall mich mit der Frau des Nachbarn per WhatsApp kommunizierte, meinte sie dass ihr Sohn es bestätigen kann dass mein Partner ihren Mann geschubst hat.
Ich möchte am liebsten direkt zur Polizei Stelle hinfahren und dies mit einem Gespräch klären, da meiner Meinung einfach die Kommunikation fehlt,weil ich kann Sachen die die Nachbarn stören nur einstellen wenn man mir diese auch mitgeteilt werden. Bin mir aber nicht sicher ob ich dies wirklich tun soll da ich sowas nie durch gemacht hab.

Ich bin ratlos und weiß nicht was ich nun machen soll. Ich würde mich um Tipps und Ratschläge sehr freuen
Eingrenzung vom Fragesteller
23.12.2019 | 17:10
23.12.2019 | 18:08

Antwort

von


(776)
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41812 Erkelenz
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Gerne zu Ihrer Fragestellung, die strafrechtlich eher schlecht zu lösen ist, was das zerüttete Nachbarschaftsverhältnis angeht.

Denn das Strafrecht dient in erster Linie den Strafanspruch des Staates zu gewährleisten und künftigen Straftaten durch Repression vorzubeugen.

Deshalb rate ich eher davon ab, hier zu Polizei zu gehen und ins Blaue hinein versuchen zu wollen, die Sache "zu klären". Denn die Polizei ist weder Friedensrichter noch Schiedsamt. Sie wird den Fall an die Staatsanwaltschaft weiterleiten und dort fällt dann eine strafrechtliche Entscheidung über den Fortgang der Sache.

Der "Einladung" zur Polizei müssen Sie bzw. Ihr Partner auch nicht Folge leisten, sollten der Höflichkeit halber telefonisch oder per Email den Termin absagen um sich ggf. erst nach Akteneinsicht zielgenau zu äußern.

An sich bekommen nur Anwälte/innen vollständige Akteneinsicht. Sie bzw. Ihr Partner könnten durch Vorsprache in der Dienststelle auch teilweise Akteneinsicht erhalten, wobei man dann erfahrungsgemäß doch in eine Vernehmung hineingezogen wird.

Da hier auch eine sog. polizeiliche Gefährderansprache zu Debatte stehen könnte sowie ein "Schubsen", würde ich doch anraten, eine/n Strafverteidiger/in vor Ort mit der Akteneinsicht zu betrauen. Der oder die Kollege/in wird dann auch darauf hinarbeiten, dass § 199 StGB sog. "Wechselseitig begangene Beleidigungen" Anwendung finden kann, der lautet: "Wenn eine Beleidigung auf der Stelle erwidert wird, so kann der Richter beide Beleidiger oder einen derselben für straffrei erklären".

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Rückfrage vom Fragesteller 23.12.2019 | 18:46

Durch Ihren Rat, werde ich nicht zur Polizei gehen um zu versuchen es zu klären, aber ich möchte dennoch gerne die Aussage die der Nachbar bei der Anzeige nannte verteidigen, da diese nicht stimmen.

Da wir bei der Einladung einen Brief für die Schriftliche Äußerung bekommen hab, bin ich dennoch etwas Ratlos und bin mir nicht sicher was wir da nun machen sollen...leider kann ich mir zurzeit keine/n Strafverteidiger/in leisten. Was würden Sie Vorschlagen? Was sollen wir da beachten?

Ich bedanke mich herzlich für Ihre Antwort und wünsche Ihnen schöne und stressfreie Feiertage

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.12.2019 | 19:13

Gerne zu Ihrer Nachfrage,
wenn Sie können, machen Sie mir ein Foto oder einen Scan von dem Schreiben der Polizei und fügen das als Anlage an meine bereits genannte Emailadresse bei.
Ich kann Ihnen dann hier per Nachtrag noch gezielter einen Rat erteilen.
Bis dahin freundliche Grüße
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.12.2019 | 18:49

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"Obwohl ich unter Schock stehe und mich mit rechtlichem gar nicht auskenne, war die Antwort von Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer, sehr verständlich und hilfreich. "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.12.2019
5/5,0

Obwohl ich unter Schock stehe und mich mit rechtlichem gar nicht auskenne, war die Antwort von Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer, sehr verständlich und hilfreich.


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