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Schreiben von einem Inkassounternehmen!


14.03.2007 16:53 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wie muss sich meine Frau in diesem Fall verhalten / muss Sie die Summe zahlen?

Folgender Fall ist aufgetreten:
Am 10.02.07 traf ein Brief, für meine Frau, von einem Inkassounternehmen vom 08.02.07 bei meiner Schwiegermutter ein. Seltsam daran war jedoch schon, dass dieser Brief an meine Frau adressiert war, wo sie schon seit ca. Juni 2002 nicht mehr gemeldet war (Elternhaus).
In diesem Schreiben, wird angegeben:
Vollstreckungstitel vom 20.08.01;
Forderung von ... Versicherung;
Forderungsaufstellung: Gesamt 243,08€ (Hauptforderung 61,61€)

Wir konnten mit diesem Schreiben erstmal nichts anfangen, da uns diese Forderung neu war. Meine Frau hat nie persönliche Mahnungen oder andere Zahlungsaufforderungen dieses Inkassounternehmens, bzw. von dieser Versicherung erhalten. Nun aus heiterem "Himmel", folgt diese Forderung.
Nach Einsicht von Versicherungsunterlagen, stellten wir fest, dass es tatsächlich einmal einen Vertrag mit dieser Versicherung gab. Dieser wurde am 11.11.1998 auf den Namen meiner Frau von Ihrem Vater abgeschlossen, und wichtig zu erwähnen ist, dass der monatliche Beitrag vom Konto Ihres Vaters abgebucht wurde.
Weiter zu erwähnen ist, dass Ihr Vater Versicherungsmakler war. Alle Versicherungen (meine & die meiner Frau) liefen über sein Büro, wobei er bei unserem Wohnwechsel, einmal 2002 & einmal 2003 alle Versicherungen die über uns liefen, eine Adressänderung durchgeführt hatte. Da Ihr Vater leider am 01.10.2006 verstorben ist, können wir die Forderung der Versicherung nicht mehr nachvollziehen, da die Vermutung nahe liegt, dass alle Zahlungserinnerungen, bzw. Mahnungen veruntreut wurden.
Jetzt am 10.03.07 folgte ein weiteres Schreiben des Inkassounternehmens, welches wieder bei Ihrer Mutter aufschlug, mit Drohung eines Gerichtsvollziehers!

Ich hoffe Sie können den folgenden Fall nachvollziehen.
14.03.2007 | 17:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Ich fürchte, dass Ihre Frau zumindest einen TEILBETRAG der eingeforderten 243,08 €uro bezahlen muss, wenn nämlich das Inkassobüro tatsächlich wie angegeben

einen rechtskräftigen Titel

gegen Ihre Frau als Schuldnerin in Händen hält.

Ein rechtskräftiger "Titel" ist beispielsweise ein rechtskräftiges Gerichtsurteil. Es kam nie zu einer Gerichtsverhandlung über die
61,61 €uro Versicherungsprämie. Allerdings könnte der "Titel" auch auf Grund eines beantragten Mahnbescheides in Form eines Vollstreckungsbescheides ergangen sein, also ohne mündliche Verhandlung.

Sie sollten also bei dem Inkassobüro nachfragen, ob Ihnen der "Titel" in Kopie übersendet wird, wenn sich aus den Unterlagen zum Verfahrenshergang weiter nichts ergibt. Gibt es tatsächlich einen Vollstreckungsbescheid oder einen anderen "Titel" gegen Ihre Frau, so haben Sie hiergegen keine Rechtsmittel zur Verfügung und müssen die Auslösung weiterer Kosten durch die Beauftragung eines Gerichtsvollziehers befürchten.

Es ist Folgendes zu beachten:
----------------------------------
Die Hauptforderung beträgt:
61,61 €uro Versicherungsprämie
----------------------------------

----------------------------------
Die Verfahrenskosten +
Inkassokosten:
243,08 - 61,61 €uro = 181,47 €uro
----------------------------------

So viel sollte nicht bezahlt werden.

Wer sich für das teure Angebot der Inkassobüros entscheidet, muss die entstehenden Mehrkosten selbst tragen. Für die durchsetzbaren Inkassogebühren gilt als Obergrenze ( OLG Köln OLGZ 72,411 ) die Gebührenordnung des RVG entsprechend.

Wie hoch die dem Inkassobüro zu erstattenden Gebühren letztlich sind, kann ohne Einsicht in die Unterlagen nicht verbindlich errechnet werden, da ggf. zu den Gebühren nach dem RVG weitere Verfahrensgebühren ( bspw. für ein durchgeführtes Mahnverfahren ...)zu berücksichtigen sind.

Sie sollten daher alsbald einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, da sie bei Vorliegen eines Titels tatsächlich befürchten müssen, dass die Beauftragung eines Gerichtsvollziehers weitere Kosten auslöst. Ein Rechtsanwalt wird sehr schnell die Höhe der berechtigten Gebühren errechnen und entsprechende Schritte veranlassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht habe.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Jur. M. Kohberger
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Michael Kohberger

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