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Schreiben Amtsgericht - Erbe ausschlagen oder nicht?

03.09.2019 21:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

letztes Jahr im Oktober ist meine Mutter mit 95 Jahren verstorben. Ich habe sie 4 Jahre zu Hause in Vollzeit bis zu ihrem Tod gepflegt. Im März diesen Jahres erhielt ich vom Anwalt meiner 2 Schwestern (es bestand 4 Jahre keinerlei Kontakt während ich die Pflege übernahm) ein Schreiben, mit der Bitte ein Nachlassverzeichnis über den gesamten Hausrat, finanzielle Mittel etc. zu erstellen. Ich bin diesem nachgekommen. Dann erhielt ich wieder ein Schreiben, dass ich kostenpflichtige Auskunft über Konten bei der Bank einholen soll, da ich auch hier die Vollmacht hatte. Ich lehnte ab, da dies nicht meine Aufgabe ist. Der Anwalt schickte daraufhin wieder ein Schreiben und behauptet, dass er keinen Brief erhalten habe. Nachweislich wurde alle per Einschreiben Rückschein geschickt. Ich das gleiche Schreiben nochmal.
Nun erhielt ich letzte Woche ein Schreiben vom Amtsgericht, dass ich als Miterbin benannt wurde. Ich habe nun 6 Wochen Zeit um das Erbe auszuschlagen.

Leider ist mir nicht bekannt, um was es sich nun hierbei handeln könnte. Schulden hatte meine Mutter nie. Von einem Testament wusste ich nichts.

Nun einige Fragen:

- Kann ein Anwalt bei einer Erbsache das Amtsgericht einschalten?
- Kann man bei Erbschaftsannahme hinterher Einspruch einlegen, vor allem wenn es sich um Schulden handelt?
- Was wäre bei einem Einspruch zu tun?
- Wenn der Gegenseite ein Testament vorliegt, dass z.B. 6 Jahre zurück liegt und man eine Vollmacht über den Tod hinaus besitzt, was zählt dann?
- Ist der Brief ein Indiz für ein Testament?

Vielen Dank und einen schönen Abend noch!

04.09.2019 | 01:16

Antwort

von


(612)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Das Amtsgericht wird als Nachlassgericht u. a. tätig, wenn ein Erbschein ausgestellt werden soll oder wenn ein Testament vorliegt.

2. Wenn man die Erbschaft angenommen hat, kann man dies anfechten, insbesondere wenn der Nachlass wider Erwarten überschuldet ist.

3. Die Anfechtung muss innerhalb von sechs Wochen, nachdem man von der Überschuldung erfahren hat, bei dem Nachlassgericht zur Niederschrift erklärt werden.

4. Der oder die Erben können die Vollmacht widerrufen. Ein Testament geht also vor.

5. Wenn in dem Schreiben vom Amtsgericht kein Testament erwähnt ist, dann gibt es kein Indiz für ein Testament.

Wenn es kein Testament gibt, bilden Ihre Schwestern und Sie eine Erbengemeinschaft.

Gern können Sie mir den Brief des Amtsgerichts per mail an anwalt@ra-vasel.de schicken, damit ich Ihnen genauer sagen kann, was er bedeutet.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, dass diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie bei Rückfragen gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 04.09.2019 | 19:40

Sehr geehrter Herr RA Vasel,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich hab noch einige Fragen:

Meine Mutter hat letztes Jahr noch als sie körperlich noch einigermaßen fit war, ein Sparkonto aufgelöst weil sie das Geld laut ihren Aussagen verprassen wollte. Dabei habe ich sie begleitet. Was mit dem Bargeld passiert ist, weiss ich bis heute nicht. Der Anwalt meiner Geschwister wollte das ich Auskunft bei der Bank über genau dieses Konto einholen, welches ich auch im Nachlassverzeichnis angegeben habe. Die Bank verweigerte mir dies, obwohl ich eine Vollmacht habe/hatte. Dies teilte ich dem RA so mit.

- Kann der RA nun eine Erklärung von mir wollen was mit dem Bargeld passiert ist?
- Muss ich diesbezüglich einen Offenbarungseid ablegen?
- Muss Pflegegeld welches nach dem Tod noch einging auch gedrittelt werden?
- Wenn der Erbschein ausgestellt wurde, wer ist für den Verkauf des Hausrates zuständig?
- Kann ich meine Geschwister an den Beerdigungskosten meiner Mutter beteiligen lassen?

Vielen Dank und einen schönen Abend!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.09.2019 | 00:53

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Nachfragen gehen weit über bloße Verständnisfragen hinaus, sie betreffen vielmehr neue Sachverhalte. Daher beantworte ich sie nur kurz:

1. Teilen Sie dem Anwalt mit, dass Sie nicht wissen, was mit dem Bargeld passiert ist!

2. Eidesstattlich versichern müssen Sie das nicht.

3. Wenn Sie für erbrachte Pflegeleistungen Anspruch auf das Pflegegeld haben, dann steht es Ihnen allein zu.

4. Über den Verkauf des Hausrats müssen Sie sich mit Ihren Schwestern einigen.

5. Als Miterbinnen müssen Ihre Schwestern auch die Beerdigungskosten mittragen.

Ich wiederhole noch einmal mein Angebot, dass Sie mir das Schreiben des Amtsgerichts zumailen, damit ich es mir ansehen kann.

Da Ihre Schwestern anwaltlich vertreten sind, sollten Sie auch einen Anwalt beauftragen. Ich stehe insofern gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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