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Schmuckversicherung


| 22.09.2007 18:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Ich habe 1998 eine Schmuckversicherung , gegen verlieren und Diebstahl abgeschlossen. Im Juni diesen Jahres , wurde mir bei einem Trickdiebstahl Geld und meine Armbanduhr entwendet.
Die Uhr habe ich 1993 erworben und dieses Modell ist eine limitierte Auflage.
Versichert ist die Uhr zum Wiederbeschaffungspreis. ( Neuwert )
Bezahlt habe ich damals 7.700,00 DM = 3.936,95 €.
Nun verlangt meine Versicherung , die Ursprüngliche Kauf-/Anschaffungsbeleg meiner Armbanduhr. Ich bin seit dieser Zeit , dreimal umgezogen und kann diese Rechnung nicht mehr finden.
Können mir bei der Abwicklung des Schadensfalles , dadurch Nachteile entstehen ?
Meiner Versicherung , liegt eine Versicherungstaxe mit Wertangabe und Bild dieser Uhr vor.
Oder gibt es Alternativen für mich , zur Orginalrechnung ?
23.09.2007 | 09:43

Antwort

von


8 Bewertungen
Am Markt 66
26506 Norden
Tel: 04931/983740
Web: www.wiebersiek.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Sie haben eine so genannte Valorenersicherung vereinbart, wobei höchstwahrscheinlich hier die AVBSP 85 (die entsprechende Versicherungsbedingung) gilt.
Hiernach sind im Versicherungsvertrag bezeichnete Einzelsachen gegen so genannte Allgefahren versichert.

Sie schreiben, dass der Versicherung eine Taxe mit Wertangabe und Bild vorläge. Demnach ist die Uhr von einem Gutachter auch schon eingeschätzt worden, so dass Fragen zum Wert nicht mehr bestehen. Sollte in der Abwicklung sonst alles klar sein, kann man nur darüber spekulieren, weshalb die Anschaffungsquittung benötigt wird. meines Erachtens soll mit der Anforderung der Original-Quittung vielleicht nur Ihre Glaubwürdigkeit hinsichtlich des Vorliegens eines Versicherungsfalls geprüft werden. So gibt es in der Rechtsprechung einige Urteile, bei denen der Beweis des Versicherungsfalls als nicht erbracht angesehen wurde, zum Beispiel: Häufung von ähnlichen Schadensmeldungen vor und nach dem Versicherungsfall; keine näheren Angaben zum Verlustgeschehen; Verweigerung persönlicher Auskünfte durch den VN; unbemerkter Diebstahl und Verlust einer Uhr wegen besonderer Sicherung unwahrscheinlich; etc.

Mein Rat daher: Geben Sie unumwunden zu, dass Ihnen die Anschaffungsquittung nicht mehr vorliegt. Bieten Sie Zeugen dafür an, die bestätigen können, dass Sie kurz vor dem Diebstahl die Uhr noch besaßen. Gegebenenfalls gibt es auch noch Zeugen für die Tat selbst. Hinsichtlich des Wertes der Uhr könnte gegebenenfalls auch der Juwelier noch einen Ersatzbeleg ausstellen, aber bitte erst in Abstimmung mit der Versicherung.

Sollte es in der Abwicklung der Versicherungsleistung weitere Probleme geben, empfehle ich dringend die Beauftragung eines Rechtsanwalts, am besten eines Fachanwalts für Versicherungsrecht in Ihrer Nähe.

Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2007 | 10:14

Bei mir gilt die Versicherungsbedingung GKA AVBSP 95.- Versicherung von Juwelen , Schmuck-und Pelzsachen im Privatbesitz.
Von einem Juwelier , wurde von dieser Uhr eine Versicherungstaxe 1996 erstellt , die meiner Versicherung vorliegt und Bestandteil meines Vertrages ist.
Es ist mein erster Versicherungsfall.
Dieser wurde von mir sofort polizeilich angezeigt.
Meine Geldbörse und Uhr , wurden mir beim Einkauf in einer unübersichtlichen Situation , wobei bei mir Eis auf mein Hemd und meiner Hose landete , entwendet.
Da ich den Vorfall sofort anzeigte , konnte die Polizei auch meine verschmutzte Kleidung wahrnehmen.
Zeugen der Tat waren nicht vorhanden.
Auch mußte ich neue Scheckkarten und eine neue Krankenversicherungskarte bestellen.
Da ich laut Vertrag verpflichtet bin , einen Inspektionsbericht meiner Uhren durchführen zu lassen , kann ich den Besitz für 2007 nachweisen.
Nochmal meine Frage : können mir Nachteile in der Abwicklung meiner Versicherungsleistung entstehen , wenn außer der Orginalrechnung ( Rechnung überhaupt ) alles weitere meiner Versicherung vorliegt.

Ergänzung vom Anwalt 23.09.2007 | 16:11

Natürlich können Sie immer mit einer schwierigeren Regulierung rechnen, wenn Sie ein Dokument nicht beibringen können, dass die Versicherung sehen will. Es wird nicht einfach nur so danach gefragt.

Grundsätzlich ist ein Versicherungsfall für einen Versicherungsnehmer schwer zu beweisen. Wenn Sie keine Tatzeugen haben, müssten Sie nachweisen, dass Sie die Uhr am Handgelenk hatten; das der Täter sie an sich genommen hat und das Sie Besitz und Eigentum hatten. ...
Weil einem das oftmals sehr schwer fällt, hat die Rechtsprechung Erleichterungen geschaffen, die Ihnen helfen sollen. So muss nur der äußere Anschein eines Diebstahls vorliegen, damit die Versicherung leistet. Ihre Redlichkeit wird vermutet. Sollte diese jedoch erschüttert werden (hin und wieder wird widersprüchlich vorgetragen), dann müssen Sie den vollen Beweis eines Diebstahl bringen. Hierin liegt die Taktik der Versicherung und zugleich die einzige Chance nicht leisten zu müssen.

Setzen Sie sich mit dem Sachbearbeiter in Verbindung und bieten sie ihm die jüngsten Belege des Juweliers an. Sollte die Regulierung nicht binnen einer Woche erfolgt sein, gehen Sie zum Anwalt. In meiner Praxis gab es Fälle, da wurde wegen eines nicht vorhandene Datums auf der Rechnung die Regulierung verweigert.

Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt
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