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Schmerzensgeldforderung über Mahnbescheid?

14.10.2008 21:53 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


22:50

Hallo,

ich habe vor einen Jahr eine gewerbliche Haarverlängerung bei einer Kundin unternomm.
Die war mit der Verlängerung nicht zufrieden und verlangte Ihr Geld zurück.Vermutlich kam Sie dait nciht zurecht.
Nach langen Hin und Her schaltet Sie einen Anwalt ein. Dieser forderte das Geld zurück+Schmerzensgeld+ Anwaltsgebüren.

Ich schrieb zurück, das ich damit nicht einverstanden bin, aber um weiteres zu vermeiden bin ich bereit den Gegenstandswert der Haarverlängerung zurück zuerstatten. Ich erhielt am 28.7 das okay des Anwaltes, das die Mandantin sich auf 320euro einlässt. Jedoch habe ich eine Frist bekomm bis zu 10.8 zuzahlen. Da ich aufgrund meiner Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus war und ich keine Post erhielt, habe ich den Brief erst am 12.8 nach entlassung erhalten und sofort reagiert und mich entschuldigt, sowie die Bestätigung des Krankenauses geschickt.

Am 14.8 erhielt ich ein Mahnbescheid vom Amtsgericht mit der KOmplettenforderung Schmerzensgeld, Haarverlängerungsgebür und Anwaltsgebür. Ich habe einspruch erlegt, jedoch bei Anwalt, im nach hinein weis ich das ich es beim Gericht hätte tun sollen.

Der Anwalt hat sich garnciht mehr gemeldet bei mir, trotz mehrfachen schreibens meinerseits, bis zum 1.9 mit den Schreiben, der Mahnbescheid ist aktuell alles andere nichtig.
Ich habe sofort gewortet das ich das nciht einsehe, da ich die Schmerzensgeldforderung als unbegründet halte und habe umgehend die Haarverlängerungskosten zurück erstattet und überweisen, damit ich ruhe habe.


Heute kam ein schreiben, ich soll den Rest zahlen, anderfalls gehts weiter über den Mahnbescheid.

Meine Frage geht das? Können die über ein Mahnbescheid ein Schmerzengeld erlangen? Vorallem, weil die erst zusagten ohne Schmerzensgeld, und dann doch mit.
Wie soll ich mich verhalten, ich habe angst das der Gerichtsvollziehr vor meiner Tür steht, wegen der Sache, voralle weil ich in 8 Wochen mein Kind bekomm.

Es wär schön, wenn Sie mir helfen könnten.
Herzliche Grüsse

14.10.2008 | 22:30

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Vorgehen der Gegenseite ist rechtmäßig. Zwar ist ein Vergleich ohne Schmerzensgeldforderung zustandegekommen, dieser stand jedoch unter der Bedingung der fristgerechten Zahlung. Durch das Fristversäumnis ist dieser Vergleich gegenstandslos geworden. Die Gegenseite durfte dann die komplette Forderung geltend machen.

Die Titulierung einer Schmerzensgeldforderung durch ein Mahnverfahren ist zulässig.

Das Mahnverfahren ist zweigliedrig aufgebaut. Zunächst ergeht ein Mahnbescheid. Legen Sie daraufhin keinen Widerspruch bei Gericht ein und zahlen auch nicht, kann auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid erlassen werden. Der Gerichtsvollzieher kann erst beauftragt werden, wenn der Vollstreckungsbescheid vorliegt, noch nicht beim Mahnbescheid. Ergeht ein Vollstreckungsbescheid, haben Sie nur 2 Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Ansonsten wird er rechtskräftig. In diesem Verfahren wird jedoch nicht darüber entschieden, ob der Schmerzensgeldanspruch tatsächlich besteht.

Sollte diese Frist noch nicht verstrichen sein, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können die volle Summe begleichen, um die Angelegenheit zum Abschluss zu bringen. Sollten Sie die Schmerzensgeldforderung jedoch für unbegründet oder für überhöht halten. Sollten Sie bei Gericht Widerpsruch bzw. Einspruch einlegen. Danach müsste die Gegenseite den Anspruch ausführlich begründen, um ihn weiter gerichtlich zu verfolgen.

Sollten Sie sich gegen den Anspruch verteidigen wollen, kann ich Ihnen nur dringend empfehlen, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen. Gern können Sie sich auch an mich wenden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Lars Liedtke

Rückfrage vom Fragesteller 14.10.2008 | 22:38

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe mir grad die Unterlagen angesehen und es ist schon ein Vollstreckungsbescheid vom Mahngericht. Super das versteh ich überhaupt nicht.

Jetzt kann ich nciht viel tun oder????

oh man ich bin Fassungslos...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.10.2008 | 22:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

es kommt darauf an, wann Sie den Vollstreckungsbescheid erhalten haben. Ist dies noch keine zwei Wochen her, können Sie noch Einspruch einlegen und sollten es schnellstmöglich tun, wenn Sie gegen den Anspruch vorgehen wollen. Ist es bereits länger her, können Sie sich nur noch um die Schadensbegrenzung kümmern, das heißt, schnellstmöglich zahlen. Um eine Zahlung kommen Sie dann nicht mehr herum, können aber weitere Kosten vermeiden. Die Gerichtsvollziehergebühren und die gegenerischen Anwaltskosten, die durch eine Zwangsvollstreckung entstehen, hätten Sie sonst auch noch zu tragen.

Es tut mir Leid, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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