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Schmerzensgeldforderung gene Pflegeheim


| 07.09.2017 11:39 |
Preis: 49,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Anwalt macht nichts


Unserer Betreuten wurde im Pflegeheim durch ein Fehlverhalten des Pflegeheimes erhebliche Schmerzen zugefügt. Eine Schmerzensgeldforderung wurde bereits von einem Anwalt über die Rechtsschutzversicherung gestellt. Diese wurde von der gegnerischen Haftpflichtversicherung abgelehnt. Der Ablehnungsbescheid ist die letzte und einzige Information, die wir vom Anwalt erhalten haben. Seit, über 3 Monaten, haben wir nichts mehr von unserem Anwalt gehört obwohl wir ihn regelmässig anschreiben.

Wir stehen vor dem Problem, dass wir nicht wissen wie es weitergeht, denn wir müssen entscheiden den Fall aufzugeben oder gerichtlich weiterzumachen. Aber dazu benötigen wir sämtliche Vorgänge, sprich alle Schreiben an Pflegeheim, Ärzte, Versicherungen usw. Nur so können wir eine Entscheidung treffen.

Hier benötigen wir zunächst einmal anwaltlichen Rat. Es geht um die Fragen: Mandatsentzug, einfordern der Dokumentation, und evt. Abrechnungskosten des Anwalts. Kostenschutz der Rechtsschutzversicherung liegt vor.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Mandatsentzug
Der Gegentand des Mandats war vermutlich die außergerichtliche Geltendmachung Ihrer Forderung. Das folgt aus der Vollmacht und Absprache. Das Mandat endete dann mit der Ablehnung durch die gegnerische Haftpflichtversicherung. Aus dem Sachverhalt geht leider nicht hervor, was Sie Ihren RA konkret gefragt haben und ob Sie ihn mit der gerichtlichen Geltendmachung Ihrer Forderung beauftragt haben. Haben Sie ihn mit der gerichtlichen Geltendmachung beauftragt, hat er aber grundlos 3 Monate nichts getan, können Sie das Mandat durch ein formloses Schreiben entziehen. Ein Zahlungsanspruch seinerseits besteht nicht (nur für außergerichtliche Geltendmachung). Falls nein, ist das Mandat beendet und Sie brauchen es daher nicht zu entziehen.
2. Einfordern der Dokumentation
Sie können die Dokumentation beim RA anfordern, allerdings hätte er Ihnen doch die Korrespondenz mit dem Pflegeheim bzw. Haftpflichtversicherung zur Kenntnis übersenden müssen. Es kann auch sein, dass er die Krankenakte beim Pflegeheim gar nicht zur Einsicht genommen hat bzw. sie nicht kopiert hat. Jedenfalls können Sie die Krankenakte beim Pflegeheim direkt anfordern.
3. Abrechnungskosten des Anwalts.
Die Abrechnung erfolgte vermutlich so, dass der RA die Rechnung, die an Sie ausgestellt wurde, direkt an die Rechtsschutzversicherung geschickt hat. Er hätte Ihnen eine Kopie schicken müssen. Fragen Sie ihn nach.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2017 | 14:37

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vielen Dank. Ich möchte mich noch kurz dazu äussern. Man sieht, dass selbst das Darstellen unseres Problems schwierig ist.

Alle 3 Punkte haben wir bereits abgearbeitet. Die benötigte Pflegedokumentation, Gedächtnisprotokolle, Zeugenaussagen hat der Anwalt von uns bekommen. Die Entscheidung der Haftpflichtversicherung beruht auf einer falschen Schilderung der Sachlage, die so nie besprochen wurde. Möglicherweise sind die behandelnden Ärzte nicht angeschrieben worden, obwohl wir das Okay dazu gegeben haben. Deshalb war es für uns wichtig den Schriftverkehr des Anwalts einzusehen um entscheiden zu können, wie wir weitermachen. Das war unsere letzte Bitte an den Anwalt. Laut Rechtsschutzversicherung wurde noch keine Abrechnung getätigt. Momentan sind wir so weit, dass wir mit diesem Anwalt nicht weitermachen. Die Verjährung müssen wir im Auge behalten.

Warum der Anwalt auf unsere Anfragen und Bitten nicht antwortet? Darüber können wir nur spekulieren. Interessenkollisionen wurden verneint. Nach Aussage der Anwaltskammer soll er noch leben.

Wir benötigen einen anderen RA der für uns die Sache in die Hand nimmt. Mit ihm wollen wir entscheiden, ob eine weiter Verfolgung sinnvoll ist.

Sehen Sie das auch so? Kann ich Sie anrufen?

Vielen Dank.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2017 | 18:30

Sehr geehrter Fragesteller,
zunächst sollen Sie Ihre RSV anweisen, die demnächst kommende Rechnung des RA nicht zu bezahlen, weil er den Auftrag nicht ordnungsgemäß durchführt und Sie einen neuen brauchen, dem Ihre RSV bezahlen soll (weil die RSV bezahlt nur im Ausnahmefällen mehr als 1em RA).
Dann sollen Sie Ihrem RA eine Frist von 3 Arbeitstagen setzen bis er alle Ihre Fragen klärt. Vor allem soll er Ihnen mitteilen, wie er Ihren Anspruch gegenüber dem Gegner begründet hat. Sie schreiben ihm, dass Sie ihm - nach dem erfolglosen Verstreichen der Frist – das Mandat entziehen würden.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich im Rahmen dieser Beratung keine Telefonate führen möchte, zumal das auch nicht viel bringt. Dafür habe ich überhaupt Zeit für bestehende Mandate. Sie könne aber gerne mir per E-Mail kurz den Fall schildern oder /und die Antwort des Gegners und die Forderungshöhe übersenden. Ich kann Ihnen dann einen Kostenvoranschlag machen.
Freundliche Grüße aus München
Zelinskij

Bewertung des Fragestellers 08.09.2017 | 10:43


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