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Schmerzensgeld nach Sturz am Eingang einer Bar

30.01.2017 13:57 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Vor 4 Wochen wollte ich eine Veranstaltung (Linedance-Kurs), die in einer Bar stattfand, am frühen Abend besuchen. Der Eingang der Bar ist über den sog. "Biergarten" über einen fest angelegten Weg aus Holzbohlen zu erreichen. Dieser Weg war vereist, was für mich aufgrund der Dunkelheit nicht zu erkennen war (die Straße war nicht vereist, es gab keinen Schneefall, so dass ich auch nicht damit gerechnet habe), so dass ich stürzte und mir die untere LWS verstaucht und gezerrt sowie das Steißbein gebrochen habe. Dieses ist sehr schmerzhaft und ich kann bis heute nicht sitzen.
Habe ich Abspruch auf Schmerzensgeld vom Barinhaber? Ab der 7. Woche Krankheit bekomme ich nur noch Krankengeld, erhalte ich die Differenz vom Barinhaber? Ich weiß auch heute noch nicht, wann ich wieder arbeitsfähig sein werde, da ich eine Bürotätigkeit ausführe und sitzen muss. Auch kann ich heute noch nicht sagen, ob weiterführende physiotherapeutische Maßnahmen auf mich zukommen, oder ab wann ich wieder arbeitsfähig bin.
Muss der Barinhaber dafür aufkommen?
30.01.2017 | 18:33

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die allgemeine und grundsätzliche Antwort lautet erst einmal ja, theoretisch stünde Ihnen ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu.

Das OLG Karlsruhe entschied zum Beispiel:
"Wer auf dem Boden eines Supermarktes oder eines anderen großen Geschäftes ausrutscht, hat ein Recht auf Schmerzensgeld."

Vom Grundsatz her müssen, gerade wenn nur über solche Wege ein Eingang gewährt werden kann, Markt- oder in Ihrem Fall Barbetreiber auf die Begehbarkeit achten und ihrer Sorgfaltspflicht- hier die Streupflicht- nachkommen.

Fraglich ist dies natürlich wenn keiner mit dieser plötzlichen Glätte rechnen musste. Allerdings dürfte dieses Argument ausgehebelt werden können, da vor 4 Wochen Winterzeit war.

Schmerzensgeld hat den Zweck, Schmerzempfindungen abzugelten, sowohl körperliche und seelische Schmerzen. Allerdings in Ihrem Fall wichtig: auch für mögliche Dauerschäden.

Ausschlaggebend für die Höhe des Schmerzensgeldes bei Personenschäden sind beispielhaft:
Die Schwere der Verletzung
die Dauer der Behandlung
die Zukunftsprognose
und die Möglichkeit von Dauerschäden
Schmerzen selbst bspw. Depressionen.

Daher gilt wie bereits gesagt: Wer bei einem Unfall verletzt wird, dem steht gewöhnlich ein Schmerzensgeld zu.

Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt auch von den Ursachen, den Folgen und vom Mitverschulden der Gegenpartei ab. Über die Höhe des Schmerzensgeldes kann nur ein Richter entscheiden. Dabei zieht das Gericht oft eine Schmerzengeldtabelle heran. Diese ist ein Richtwert, denn es gibt keine festen Sätze, es wird immer nach dem Einzelfall entschieden.

Da dieser Anspruch zivilrechtlich eingefordert erden muss, rate ich Ihnen dringend gerade im Hinblick auf Ihre akuten Schmerzen und den andauernden Arbeitsausfall diesen Anspruch schnellstmöglich durch einen Kollegen realisieren zu lassen, denn dann ist gewährleistet, dass als Umstände des Sachverhalts und auch die Höhe des Schmerzensgeldes bzw. Schadensersatzanspruches (soweit nicht auf Dritte übergegangen wie z. B. die Krankenkasse) korrekt kalkuliert und durchgesetzt werden. Haben Sie beim Kanzleibesuch die nötigen Unterlagen zum Beispiel vom Arzt oder die Einladung zu der Veranstaltung, den Arbeitsausfall, Krankschreibungen am besten schon parat.

Ich wünsche Ihnen eine hoffentlich baldige Genesung und viel Erfolg.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

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