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Schmerzensgeld anerkannte Berufskrankheit (Lungenkrebs/Asbestose)


23.10.2006 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein seit 11 jahren pensionierter Vater ist im Mai 2006 an Lungenkrebs erkankt, welches durch eine 25 jährige Tätigkeit als Schweisser im Kraftwerk Hafen bei den Stadtwerken Bremen hervorgerufen wurde. Eine Asbestose wurde jedoch schon sehr viel früher festgestellt, im mai 06 wurde dann ein antrag auf verschlechterung festgestellt.

Seine Krankheit wurde nun als Berufskrankheit anerkannt: BK Nr. 4104: Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs. in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)

Die Berufsgenossenschaft zahlt.
Was hat mein Vater grundsätzlich für Ansprüche in welcher Höhe bei der Berufsgenossenschaft?

Und in wie weit können Schmerzensgeld/Schadensersatzforderungen an den Arbeitgeber gestellt werden ?

SOweit ich weiss muss nachgewiesen werden, dass eine vorsätzliche Herbeiführung stattgefunden hat. In wie weit reicht es aus zu wissen, dass die Gefährlichkeit des Asbests schon in den 60iger JAhren bekannt war.

Wo liegt das Prozessrisiko und wie sehen sie die Chancen einen erfolgreichen Prozess zu führen ?

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Sehr geehrter Ratsuchender,



die genaue Höhe der zu leistenen Zahlung kann so nicht mitgeteilt werden. Denn nach § 84 SBG VII ist der Jahresverdienst für die Berechung veranzuziehen. Nach dieser Berechungsgrundlage wird dann die zu zahlende Höhe erst ermittelt werden können, wobei dann eine Vielzahl von weiteren Faktoren berücksichtigt werden müssen (Lebensalter, Rauchverhalten des Versicherten, Einwirkungszeiten, Beginn und Dauer der Astbesteinwirkung).

Dieses alles kann nicht in der Erstberatung geklärt werden, so dass eine individuelle, weitere Beratung hier dringend geboten erscheint.


Zwar besteht die Möglichkeit, auch gegen den Arbeitgeber vorzugehen. Dabei ist aber nicht ausreichend, allein auf die Kenntnis der Gefährlichkeit von Astbest in den 60iger Jahren hinzuweisen. Hier müsste dann KONKRET vorgetragen werden können, dass der Arbeitgeber trotz der allgemeinen Kenntnis die zur damilgen Zeit bestehenden Sicherheitsvorschriften verletzt hat.

Und genau daran wird mE. ein Anspruch hier scheitern: Aus vergleichbaren Fällen auch gegen den genannten Arbeitgeber ist bekannt, dass die damaligen Standarts und Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden sind, zumindest die Warn- und Verhaltenshinweise deutlich kenntlich gemacht worden sind.

Und dann wird das Sozialgericht hier sicherlich zulasten Ihres Vaters entscheiden, sofern nicht besondere Umstände, die nach der derzeitigen Sachverhaltsdarstellung nicht ersichtlich sind, hinzukommen.

Daher ist -derzeit- ein sehr hohes Prozessrisiko auf Seiten Ihres Vaters leider gegeben und die Chancen sehen sehr schlecht aus.

Ich bedauere, Ihnen insoweit keine bessere Antwort zukommen lassen zu können; allerdings wird Ihrem Vater mit einem falschen Versprechen oder der Weckung einer derzeit nicht bestehenden Hoffnung nicht gedient sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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