Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schmerzensgeld - Zukunftsschadensvorbehalt


27.05.2007 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo zusammen,

Grundlage für meine Frage ist folgender Sachverhalt:

Im Januar 2004 fuhr ich als letzter Fahrer einer Gruppe Skifahrer (Kinder und Erwachsene) eine Skipiste in den österreichichen Alpen herunter.
Ein Snowboarder kam von oben, fuhr mir in die Beine und ich kam zu Sturz.
Festgestellt wurde eine Fraktur des linken Radius im mittleren Schaftdrittel. Die Fraktur wurde in Österreich behandelt und mit einer Titanplatte fixiert.
Es folgten Krankengymnastik, Kernspintomographie und weitere Arztbesuche, da ich immer noch Beschwerden hatte.
Weiterhin übergab ich die Angelegenheit einem Rechtsanwalt.
Im Mai 2005 wurde ich ein zweites mal operiert da der Knochen nicht richtig verheilt ist. Außerden wurde eine neue Titanplatte eingesetzt.
In der Zwischenzeit wurde ein Verfahren gegen den Unfallverursacher von der Statsanwaltschaft in Österreich eingeleitet. Das Verfahren wurde mit der Auflage für den Unfallverursacher eingestellt das er den Unfall seiner Haftpflichtversicherung als Verursacher meldet und das in den nächsten zwei Jahren in Österreich kein neues Verfahren gegen ihn eingeleitet wird.
Ich war in diesen zwei Jahren 10 Wochen arbeitsunfähig und habe abschließend folgende Einschränkungen:
Einschränkung der Unterarmbewegung um 10°
Einschränkung der Dorsalextension um 1/3 gegenüber rechts
Einschränkung Unterarmumwendbewegung
12 cm Narbe am Unterarm
Die gegnerische Haftpflichtversicherung hat bisher 3000€ (Schmerzensgeld und Aufwandsentschädigung zusammen) gezahlt.
(Allein mein Aufwand für Fahrten zum Artzt, def. Kleidung, Diferenzbetrag Krankenmgeld, etc. beträgt dabei 1630€)
Sie beharrt auf eine Teilschuld und bietet aber die Zahlung von weiteren 2500€ an, wobei ich im Gegenzug auf den Zukunftsschadensvorbehalt verzichten soll.
Meine Frage ist ob das Schmerzensgeld angemessen ist und ob es üblich ist auf einen Zukunftsschadensvorbehalt zu verzichten.
(meiner Meinung nach ein sehr hohes Risiko, mein Anwalt überlässt die Entscheidung mir.)





Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Sachverhaltsschilderung kann ich Ihnen nicht zu der von der Versicherung vorgeschlagenen Regelung raten.

Meine Einschätzung kann natürlich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben erfolgen. Es wäre für eine genaue Beurteilung die Kenntnis der Akte und der verschieden ärztlichen Beurteilungen erforderlich.

In Anbetracht des Umfangs der Verletzungen erscheint mir zum einen das Schmerzensgeld wesentlich zu gering. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass eine weitere Operation erforderlich gewesen ist.

Weiter ist nicht unerheblich, dass seit dem Unfall schon drei Jahre vergangen sind und offensichtlich die Regulierung nur schleppend vorangeht.

Insbesondere den Verzicht auf die Geltendmachung von Zukunftschäden halte ich bei den Verletzunge für gefährlich. Letztendlich müssten aber die Arztberichte bekannt sein.

Auch der Vorwurf eines Mitverschuldens kann von hier aus natürlich nicht überprüft werden. Aber selbst wenn es ein solches geben sollte, würde es sich auf die Höhe des Schmerzendgeldes und des Schadensersatzanspruches auswirken, nicht jedoch grundsätzlich auf den Zukunftsschaden. Dort dann wiederum nur auf die Höhe.

Insgesamt sollten Sie die Sache noch einmal mit den Anwalt, der den Sachverhalt natürlich umfassen kennt, besprechen. Auf den Zukunftsschaden sollten Sie nach Ihrer Schilderung nicht verzichten.

Kommt es nicht zu einer Einigung sollten, Sie Klage erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER