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Schmerzensgeld Höhe

16.02.2018 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Ich wurde im Rahmen meiner Dienstausübung als Polizist im Jahr 2013, mit einem Messer angegriffen, sodass es letztlich zum Schusswaffengebrauch durch mich kam. 2016 wurde ich nach 3jähriger Krankheit, infolge des Dienstunfalls pensioniert. Unter anderem diagnostizierte der Gutachter eine PTBS, sowie eine „Andauernde Änderung der Persönlichkeit nach Extrembelastung (F 62.0)", Weiter entwickelte sich seit 2013 Diabetis, Bluthochdruck, Trigenimusneuralgie, sowie somatoforme Schmerzstörungen. Der Gutachter legte einen G.d.B. Von 40 % fest und kam zu demSchluss, dass es sich bei meinem genannten Gesundheitszustand um eine Irreversible Dauerschädigung handeln würde, weshalb Eine, sonnst übliche Nachuntersuchung nicht mehr erforderlich wäre und ich endgültig zu pensionieren sei. Eine Besserung sei nicht mehr zu erwarten.
Nun machte mich ein ehemaliger Kollege darauf aufmerksam, dass mir ein Schmerzensgeldanspruch zustehen würde, den ich bei dem damaligen Täter einfordern könne.
Meine Frage wäre jetzt, wie hoch ein solcher Anspruch bei ähnlichen Diagnosen in Urteilen o.ä. ausgefallen ist und was Sie mir, als Rechtsanwalt, für einen Forderungsanspruch, in diesem Fall, einzufordern empfehlen würden.

Vielen Dank vorab für Ihre Mühen!

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Anspruch auf Schmerzensgeld unterliegt der regulären Verjährung.

Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt zum Schluss des Klaenderjahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis von der Person des Schuldners und der den Anspruch begründenden Tatsachen erlangt hat.

Dies war vorliegend das Jahr 2013, so dass Verjährung des Anspruchs mit dem Ablauf des 31.12.2016 eintrat.

Es kommt nicht darauf an, dass Ihnen bereits im Jahr 2013 alle gesundheitlichen Folgen des Vorfalls bekannt waren, sondern diese erst nach und nach auftraten bzw. diagnostiziert wurden. Erst nachträglich auftretende Schadensfolgen (Verschlimmerungen), die zum Zeitpunkt der Kenntnisnahme vom Erstschaden für einen Fachmann voraussehbar waren,
lösen nicht den Lauf einer gesonderten Verjährungsfrist aus (BGH, Urteil vom 16.11.1999 - Az.. VI ZR 37/99 , NJW 2000, S. 861 ).

Unverjährt wären lediglich solche Schadensfolgen, die erst nach dem 31.12.2014 aufgetreten sind, und deren späteres Auftreten bis zu diesem Zeitpunkt auch von einem Fachmann nicht vorhersehbar war.

Sollten bis zum 31.12.2014 alle bis jetzt eingetretenen Folgen für einen Fachmann zumindest potentiell vorhersehbar gewesen sein, dann ist der gesamte Anspruch auf Zahlung von Schmerzensgeld bereits verjährt. In der Praxis ist es üblich, dass wenn mit weiteren Gesundheitsschäden in der Zukunft zu rechnen ist, den Eintritt der Verjährung dadurch zu hemmen, dass vor Ablauf der Verjährungsfrist gegen den Schädiger eine Klage auf Feststellung erhoben wird, dass er auch für erst zukünftig auftretende Schadensfolgen ersatzpflichtig ist.

Alle Schmerzensgeldansprüche für Gesundheitsschäden, die bis zum 31.12.2014 bereits aufgetreten waren, oder deren späteres Auftreten bis zu diesem Zeitpunkt für einen Fachmann potentiell voraussehbar war, sind auf jeden Fall verjährt.

Um einen Schmerzensgeldanspruch realistisch beziffern zu können, muss man wissen, ob und welche Gesundheitsschäden erst nach dem 31.12.2014 aufgetreten sind und vor diesem Zeitpunkt für einen Fachmann auch nicht vorhersehbar waren.

Ich schlage vor, dass Sie Ihren behandelnden Arzt oder den Gutachter hierzu befragen und mir das Ergebnis über die kostenlose Nachfragefunktion mitteilen. Ich würde dann auf dieser Grundlage die Höhe des Schmerzensgeldes ermitteln. Der nächste Verjährungssprung tritt zum 31.12.2018 ein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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