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Schmerzensgeld Anspruch verjährt?

| 26.02.2015 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Ansprüche verjähren in der Regel in einem Zeitraum von drei Jahren zum Jahresende ab dem Zeitpunkt, an dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründende Tatsachen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen musste.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2007 bei einer sportlichen Aktivität während der Dienstzeit ( also beim Bund) hat sich mein Mann das Kahnbein gebrochen.
Die Diagnose wurde ohne Röntgenbilder gestellt. Es erfolgte keine Überweisung an einen FA.
Mein Mann würde mit Schmerzmitteln behandelt und bekam für die Dauer von ca 8 Tagen eine Aircast Schiene. Nach den 8 Tagen erfolgte nur noch eine Schmerztherapie.

Die Schmerzen sind nie ganz verschwunden und wurden Phasenweise sehr stark.
Nachdem mein Mann nun seinen Beruf geändert hat und von der Küche zum Bau wechselte sind die Schmerzen enorm geworden.

Heute also der 26.02 wurde die Diagnose gestellt das er seit seinem Unfall mit einem gebrochenen Kahngelenk lebt. Er hat Glück das sich noch keine Arthrose gebildet hat, denn sonst wäre es inoperabel.
Es steht uns jetzt eine längere OP ins Haus ( es muss ein Ersatzknochen aus dem Becken geholt werden) die mindestens 3 Monate zeit zur Heilung braucht , eher länger da das Kahnbein einer der schlechtest durchblutenden Gelenke sei. Anschließend folgt Physiotherapie.

Der behaldelde Arzt bei der Bundeswehr meinte das es sein kann das er immer leichte Schmerzen haben könne auch wenn es verheilt sei. Aber es ist ja nie verheilt. Die Behandlung war laut unseres Artztes von heute grob fahrlässig.

Jetzt meine Frage, durch die lange Zeit ist sein Anspruch auf Schmerzensgeld erloschen oder? Irgendwo habe ich aber etwas von Fällen gelesen die bis zu 30 Jahren gelten.

Vielen Dank für Ihre Zeit
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragestellerin,

Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche verjähren gemäß § 195 Abs. 1 BGB grundsätzlich in drei Jahren ab dem Zeitpunkt, am der Geschädigten von den den Anspruch begründeten Tatsachen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen musste.

Die von Ihnen erwähnte 30jährige Frist gilt OHNE Rücksicht auf die Entstehung oder Kenntnis für Schadenersatzansprüche wegen einer Körperverletzung. Wenn Ihr Mann also erst 2038 von dem Behandlungsfehler Kenntnis erlängt hätte, wäre dies zu spät gewesen.

Da er nun durch die heutige Diagnose Kenntnis erlangt hat, gilt die dreijährige Frist zum Jahresende der §§ 195, 199 Abs. 1 BGB, d.h. Verjährung würde zum 31.12.2018 eintreten. Möglicherweise ist auch ein früheres Tätigwerden ratsam, da der seinerzeit behandelnde Arzt aufgrund der von Ihnen beschriebenen starken Schmerzen ggf. mit einer grob fahrlässigen Unkenntnis Ihres Mannes argumentieren könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2015 | 20:19

Sehr geehrte Frau Scheibeler,

vielen Dank für die prompte Rückmeldung.

Falls ich Sie jetzt richtig verstanden habe haben wir bis 2018 bis zur Verjährung.

Dann ist es also ratsam einen Anwalt vor Ort auzusuchen?

Vielen Dank nochmal und einen schönen Abend.
MIt freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2015 | 09:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie haben mich richtig verstanden, vermutlich haben Sie bis 2018 zur Verjährung, wenn man nicht aufgrund der starken Schmerzen Ihres Mannes von einer grob fahrlässigen Unkenntnis bereits vor der neuen Diagnose ausgehen muss. Aus diesem Grund empfehle ich wenn Sie gegen den Arzt vorgehen möchten dies gleich zu tun.

Grundsätzlich ist es ratsam einen Anwalt einzuschalten, ob dieser vor Ort sein muss ist eine Geschmacksfrage. Ich habe hier durchaus auch Mandanten, die weiter weg wohnen und damit zurecht kommen, dass sie kein persönliches Gespräch mit mir führen können. Wenn Gerichtstermine wahrzunehmen sind, müsste allerdings ein Unterbevollmächtigter beauftragt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 27.02.2015 | 21:07

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FRAGESTELLER 27.02.2015 5/5,0
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