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Schlussrechnung zu hoch?


10.11.2007 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Wir haben im Jahr 2002 ein Einfamilienhaus in NRW für ca. 450.000 Euro errichtet, welches Ende 2003 bezugsfertig war. Da wir viel Eigenleistung erbracht haben, waren die Tätigkeiten des Architekten im Jahr 2002 erledigt. Es wurden zwei Abschlagrechnungen in Höhe von Gesamt ca. 11.000 Euro vom Architekten mit dem Vermerk "Für die von mir erbrachten Leistungen erlaube ich mir zu berechnen" Betrag xxx. Die Rechnungen wurden auch bezahlt, in der Annahme, dass damit die, bis zu dem Zeitpunkt erbrachten Leistungen, vom Architekten auch voll in Rechnung gestellt wurden. Nach der Stellung der zweiten Rechnung wurde vom Architekten keine weitere Leistung mehr getätigt und auch keine weitere Rechnung erstellt.
Jetzt im November 2007, also nach über 4 Jahren erhielten wir eine Schlussrechnung, in der die Arbeiten mit einer Differenz zu den Abschlagrechnungen in Höhe von 13.000 Euro, also insgesamt 24.000 Euro berechnet werden.
Ist diese Nachberechnung gerechtfertigt. In einer mündliche Absprache mit dem Architekten hatten wir damals ein Honorar von ca. 10.000 Euro vereinbart.

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Sehr geehrter Fragesteller,

sofern Sie mündlich ein Honorar von 10.000 € vereinbart haben, dürfte diese Absprache unwirksam sein. Denn nach § 4 Abs. 4 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gelten die jeweiligen Mindestsätze nach der HOAI als vereinbart, sofern nicht bei der Auftragserteilung etwas anderes schriftlich vereinbart worden ist. Eine Unterscheidung der Mindestsätze ist somit nur wirksam, wenn hierüber eine schriftliche Vereinbarung vorliegt. Der von Ihnen mündlich vereinbarte Betrag von 10.000 € dürfte die Mindestsätze nach HOAI unterschreiten. Eine abschließende Prüfung, ob dem tatsächlich ist, wäre allerdings nur bei Kenntnis der vollständigen Vertragsunterlagen und der Details des Bauvorhabens möglich.

Entsprechendes gilt hinsichtlich der Prüfung der Frage, ob die nun gelegte Rechnung formal - gemessen an den Vorschriften HOAI - korrekt ist.

Zu prüfen wäre hier schließlich auch, ob nicht gegenüber der Abrechnung erst gut 4 Jahre nach Abschluss des Bauvorhabens der Einwand der Verwirkung geltend gemacht werden kann. Insoweit ist nicht nur der Zeitablauf von Bedeutung, sondern Sie müssen darüber hinaus auch aus dem Verhalten des Architekten schlussfolgern haben können, dass dieser nicht mehr mit einer weiteren Honorarrechnung auf Sie zukommt. Auch zur Klärung der Frage, ob der Verwirkunseinwand hier Erfolg haben könnte, ist leider eine genauere Kenntnis des Sachverhalts erforderlich, als sie über dieses Forum vermittelbar ist.

Angesichts des doch erheblichen Betrages, um den es hier geht, sollten Sie weitere anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und den Sachverhalt unter Vorlage Ihrer Unterlagen abschließend prüfen lassen.

Da angesichts der modernen Kommunikationsmittel auch größere Entfernungen heute kann Probleme sind, stünde auch ich hierfür zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stelzner
Rechtsanwalt
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