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Schlussrechnung im Zivilverfahren

| 23.09.2015 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich in einem Zivilverfahren durch einen Anwalt vertreten lassen und den Rechtsstreit gewonnen.
In diesem Verfahren habe ich einen Anwaltsvorschuss i.H. von 1.351,96€ - inkl. Termingebühr 363,60€ , Abwesenheitsgeld 70 €, Fahrtkosten 228 €.
Ein entsprechender Termin war zwar angesetzt, ist aber nie zustande gekommen, da erst der Anwalt der Gegenseit und dann mein Anwalt evrhindert war und das Gericht dann den Rechtsstreit im schriftlichen Verfahren entschieden hat.
Mit KFB von 01/2015 wurden in den Rechtsstreit vom Gericht 925,-€ inkl. Umsatzsteuer für Recht anerkannt, den die Gegenseite auch bezahlt hat und die an mich weitergeleitet wurden.

Ist mein Anwalt verpflichtet mir für das Verfahren eine Abschlussrechnung zu erstellen und zuviel entrichtete Gebühren i.H. von knapp 400€ zurück zu erstatten ?
Auf meine Bitte diesbezüglich erhielt ich nur die Anwort, er sei Einzelanwalt und vielbeschäftigt und wegen der paar Euro wäre der Aufwand zu hoch.
Auf welche Rechtsvorschriftkann ich mich hier berufen ?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Der Anwalt ist in jedem Fall verpflichtet Ihnen nach Beendigung des Verfahrens eine Rechnung zu erteilen. Normalerweise macht man das nach der Kostenfestsetzung und Erstattung durch den Gegner. Dann erhält der Mandant eine abschließende Rechnung in der die Vergütung des Anwaltes aufgeführt ist und die entsprechenden von dem Gegner gezahlten Beträge nach Kostenfestsetzung abgezogen sind.

Sie sollten dem Anwalt eine Frist zur Abrechnung setzen. Des weiteren sollten Sie für den Fall eines fruchtlosen Fristablaufes ankündigen sich an die zuständige Rechtsanwaltskammer zu wenden. Des weiteren haben Sie die Möglichkeit auch die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft anzurufen. Diese schlichtet insbesondere bei Konflikten zwischen Mandant und Rechtsanwalt zu Honoraransprüchen.

Die maßgeblichen Rechtsvorschriften für die Berechnung der Vergütung und die Pflichten des Anwaltes sind in § 10 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Gemäß §§ 8 Abs. 1 Satz 1, 10 Abs. 1 Satz 1 RVG ist der Vergütungsanspruch fällig, wenn der Auftrag erledigt ist und der Rechtsanwalt dem Auftraggeber eine von ihm unterzeichnete und den formellen Anforderungen des § 10 Abs. 2 RVG genügende Vergütungsberechnung mitgeteilt hat.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 25.09.2015 | 10:45

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"Vielen Dank für die rasche, sehr ausführliche Antwort und kompetente Beratung. In meinem Fall hat ein entsprechendes Fax in der Sache unter Benennung der Rechtsvorschriften und, wie hier geraten, das man sich andernfalls an die RAK (Rechtsanwaltskammer) wende gereicht.
Insofern war die Beratung ein voller Erfolg.
"
Stellungnahme vom Anwalt:
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