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Schlussformel in Arbeitszeungis

29.11.2013 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ivo Glemser


Zusammenfassung: Ein Anspruch auf eine Dankesformel in Zeugnissen besteht nach st. Rspr. des BAG grundsätzlich nicht

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich meinen Arbeitgeber wechsele bzw. wechseln muss, habe ich einen Entwurf für ein Arbeitszeugnis erhalten.
Dieses entspricht soweit einem Zwischenzeugnis, was ich bereits habe prüfen lassen. Das ist soweit OK.

Jetzt habe ich als letzen Absatz bzw. Schlussformel folgendes stehen:
„Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen Herrn XXX für die Zukunft beruflich und privat alles Gute".

Wie ist diese Formulieren zu werten bzw. wie wirkt sich diese auf das gesamte Zeugnis aus?
Ich habe bereits im Internet gesucht, und die Aufschlüsselungen waren dazu etwas "durchwachsen". Wie verhält es sich auch damit, wenn der Arbeitgeber kein Bedauern ausdrück?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gerne nachfolgend beantworte.

Nach Rspr. des BAG vgl. Urteil v. 20.02.2001 - 9 AZR 44/00 und zuletzt v. 11. 12. 2012 – 9 AZR 227/11 besteht überhaupt kein Anspruch auf eine Dankesformel in Zeugnissen. Gleichwohl haben dies Instanzengerichte auch schon anders entschieden und es werden auch in der Literatur teilweise andere Meinungen hierzu vertreten.

Wird allerdings eine Dankesformel verwendet, so muss diese mit dem übrigen Inhalt des Zeugnisses im Einklang stehen.

Dabei kann es auch darauf ankommen, ob Sie das Unternehmen freiwillig oder unfreiwillig verlassen (haben).

Analysiert man einzig die von Ihnen zitierte Passage, so könnte diese durchaus noch freundlicher ausgestaltet sein. Noch wohlwollender wäre etwa der Wunsch nach "weiterhin viel Erfolg". Die von Ihnen zitierte Passage würde ich daher zwischen der Schulnote 2 und 3 einordnen.

Eine andere Frage ist jene, nach einem möglichen Bedauern des Abeitgebers.

Geht man davon aus, dass kein Anspruch auf eine Dankesformel besteht, so wird man erst recht annehmen müssen, dass kein Anspruch auf eine Äußerung des Bedauerns besteht - wenn dies nicht in völligem Widerspruch zum übrigen Inhalt des Zeugnisses steht.

In der Literatur wird daher beispielsweise die Ansicht vertreten, ein Ausdruck des Bedauerns zeige an, dass es sich um einen sehr guten oder guten Mitarbeiter handelte, wobei das Fehlen des Bedauerns hingegen keine Rückschlüsse zulasse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ivo Glemser, Rechtsanwalt


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