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Schlüsselverlust - Wie hoch kann die Eigenbeteiligung sein?


| 17.07.2007 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,
ich habe als Teamleiterin ein von meinem Unternehmen gemietetes Ladenlokal geleitet. Nun fiel mir beim Einräumen des Ladenlokals auf, dass ich den Schlüssel verlegt hatte. Unglücklicherweise befand sich an diesem Bund, ein Schlüssel zum Nebeneingang, der Zugang zu einem Miethaus ermöglichte. Dieser Schlüssel gehört zu einer Schliessanlage.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 488€. Ich habe zwischen 1100 und 1300 verdient. Nun hat mir meine Firma schon die Hälfte des Betrages vom Gehalt einbehalten und möchte nun die zweite Rate haben. Ist es rechtens, dass ich einen so hohen Betrag bezahle? Oder müsste nicht meine Firma sich ebenfalls an den Kosten beteiligen?
Ich habe leider keine Verishcerung, die gegen den Verlust von Firmenschlüsseln versichert.

Herzlichen Dank im voraus,

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Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie bei Ihrem Unternehmen als Arbeitnehmerin angestellt sind (wovon ich einmal ausgehe), dürfte Ihr Unternehmen überhaupt keinen Schadensersatz gegen Sie geltend machen. Denn nach langer und traditionsreicher Rechtsprechung haften Arbeitnehmer für leichte Fahrlässigkeiten im Arbeitsverhältnis nicht, bei mittlerer Fahrlässigkeit nur anteilig. Diese Rechtsfigur, welche die an sich geltenden zivilrechtlichen Regeln (Jeder haftet bei Verschulden voll!) abändert, nennt man den sog. innerbetrieblichen Schadensausgleich. Er dient dazu, den Arbeitnehmer zu schützen, der sonst regelmäßig und oft Schadensersatzansprüchen seines Arbeitgebers ausgesetzt wäre, weil man nun einmal immer wieder kleinere Fehler im Arbeitsprozeß begeht.

Sie sollten in jedem Falle die zweite Rate verweigern, ggf. auch die erste Rate zurückfordern (hier hängt viel vom Arbeitsklima und taktischen Überlegungen ab) und auf die o.g. Tatsache hinweisen. Sollte sich Ihr Arbeitgeber uneinsichtig zeigen, sollten Sie unverzüglich einen Anwalt aufsuchen und Ihre Rechte prüfen lassen.

Die erste Tendenz spricht jedenfalls für Sie. M.E. liegt selbst im schlechtesten Falle mittlere Fahrlässigkeit vor, was nur eine anteilige Haftung zur Folge hätte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2007 | 22:57

Sehr geehrter Herr Schneider,
da ich seit Ende Juni nicht mehr für das Unternehmen arbeite, muss ich bei meinem weiteren Vorgehen glücklicherweise nicht auf das Arbeitsklima achten. Nun sprachen Sie von möglichen tahktischen Überlegungen, die hier jetzt greifen könnten.
Meine Frage: Welche wären das?
Was könnte z.B. passieren, wenn ich auch die erste Rate zurückfordere? Müsste mir die Gegenseite, erstmal eine mittlere Fahrlässigkeit beweisen?

Herzlichen Dank im voraus auch für ihre profeesionelle Beratung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2007 | 23:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

1. die "taktische Überlegung" bezog sich darauf, dass es häufig vollkommen offen ist, ob man "nur" leicht oder normal fahrlässig gehandelt hat. Das sind rechtliche Wertungen, geschaffen von der Rechtsprechung, die sehr vom Einzelfall abhängen. Manchmal ist es daher besser kein Risiko einzugehen und lieber einen "Stillschweigedeal" (z.B. wegen des Arbeitszeugnises) mit dem Arbeitgeber abzuschließen.

2. Ja, die Gegenseite müßte Ihre Fahrlässigkeit beweisen. Das wird allerdings auch kein Problem sein, da ja die Tatsachen wohl feststehen. Vielmehr könnte ein Problem sein, den Grad der Fahrlässigkeit zu bestimmen, da dies eine rechtliche Wertung ist und sehr vom Einzelfall abhängt.

MfG

Schneider
Rechtsanwalt

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