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Schlüsselübergabe nach Auszug

28.10.2016 13:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Habe meine alte Wohnung ( habe dort seit 01.08.2007 gewohnt) zum 31.10.16 fristgerecht gekündigt, der Auszug erfolgte schon im August. Habe der Vermieterin seither wegen einer Schlüsselübergabe/Wohnungsübergabe hinterhertelefoniert und zuletzt auch geschrieben.
Für den ersten Übergabetermin von Wohnung und Schlüsseln hatte ich ihr den 08.09.16 vorgeschlagen . Die Reaktion auf den Vorschlag kam erst an diesem Tag am Nachmittag sie sei bis heute im Urlaub gewesen und so kurzfristig ginge das nicht. ( War für mich verständlich zu dem Zeitpunkt) ich wollte dann direkt einen neuen Termin mit ihr vereinbaren da ich sie ja " endlich" mal erreicht hatte. Sie teilte mir mit das sie einen Makler beauftragen würde da sie selbst 750km entfernt wohnt und der sich dann mit mir wegen einem Termin in verbindung setzen würde.
Dazu sei gesagt das die Wohnung in einem Gebäude ist das von einer WEG betreut wird. Bei denen hatte ich mich ja auch zuerst gemeldet wegen der Übergabe die haben mir mitgeteilt das meine Vermieterin seit 5 Jahren die " Bettreuung" selbst übernimmt.
Als sich nach 2 Wochen immer noch kein Makler bei mir gemeldet hatte, habe ich erneut versucht sie telefonisch zu erreichen und auch per sms. Keine Reaktion habe ihr dann auf der Mailbox und per sms die Nachricht hinterlassen das der Makler sich leider noch nicht gemeldet hätte und ob sie mir seine Kontaktdaten übermitteln könnte damit ich den Kontakt herstellen könne. Keine Reaktion
Habe ihr dann mittgeteilt/ vorgeschlagen das ich gerne am 03. oder 04.10.16 die Übergabe machen würde da ich vorher gerne noch den Maler in die Wohnung lassen würde zum streichen und ich mittlerweile ja eine Anreise von 220km zu der Wohnung hätte und das somit gerne in einem Auwand erledigen würde.
15 Tage später am 01.10 kam dann von ihr per SMS die Antwort das sie die Schlüsselübergabe erst machen könne wenn die wohnung ok sei. Laut ihren Berichten müsse aber noch umfassend Renoviert werden. Sie bat um Vorschläge meinerseits.
Habe dann von meinem ehemaligen Nachbarn erfahren das am vortag jemand für ca. ne halbe Std in der Wohnung war ( er nahm an es sei ein von mir beauftragter Handwerker gewesen)
Telefonisch war sie dann wieder nicht zu erreichen habe ihr dann nochmal eine sms geschickt mit der frage wie jemand in meine Wohnung gelangt sei da ich laut Mietvertrag die einzigen Schlüssel hätte und warum die Begehung nicht mit mir abgesprochen war ( hätte mich ja auch nicht geweigert wenn man gefragt hätte) Habe ihr dann auch nochmal mitgeteilt das am 04.10 ein Maler zwecks Renovierung käme und sie mir bitte bis zum 03.10 bescheid geben solle ob und wann an diesem Tag eine Übergabe mit Makler möglich wäre und nochmal um die Kontaktdaten des Maklers gebeten. Ebenfalls habe ich sie nochmal darauf hingewiesen das ich wie ihr bekannt ist derzeit gesundheitlich stark eingeschränkt bin und die Fahrt von 220km für mich sehr anstrengend sei. ( Den Grund für den Umzug hatte ich ihr mitgeteil daher wusste sie über meine gesundheitliche Situation bescheid )
Es kam wieder keine Reaktion von ihr und sie war mal wieder telefonisch nicht mehr erreichbar.
Am 04.10 habe ich ihr dann nochmal eine sms geschickt und gefragt ob denn nun ein makler kommen würde der Maler wäre in 4 STd fertig dann könne von meiner Seite aus die Übergabe stattfinden. daraufhin kam von ihr dann eine SMS so kurzfristig ginge das nicht da der makler so kurzfristig nicht erreichbar sei.
Ehrlichgesagt ist da dann bei mir auch das Verständnis und die Geduld ausgegangen also hat sie von mir am 06.10 per Einschreiben eine schriflche Aufforderung zur Übergabe bekommen . Vorgeschlagen habe ich ihr den 29.10.16 sie solle bitte mit dem Makler eine Uhrzeit vereinbaren zu der ich dann nach Köln in die Wohnung käme und mir diese bis spätestens 25.10.16 verbindlich mitteilen oder ggf einen anderen Termin vorschlagen.
Es kam wieder nix . . .
Habe jetzt weder Kontaktdaten von dem Makler noch erreiche ich meine Vermieterin telefonisch oder per SMS und der Monat ist 3 Tagen rum und von meiner neuen Wohnung wohnt sie 600km entfernt also vorbeifahren und klingeln geht auch nicht.

Was kann/muss ich jetzt tun?
Der Mietvertrag endet am 31.10 also Montag

Für Ihre Hilfe bin ich Ihnen sehr dankbar

Sehr geehrte Mandantin,

es ist verständlich, dass die Situation für Sie ärgerlich ist, ich kann Sie jedoch weitgehend beruhigen.

Natürlich trifft Sie als Mieterin bei Beendigung des Mietvertrages die Pflicht, die Wohnung an die Vermieterin zurückzugeben.
Allerdings hat Ihre Vermieterin umgekehrt auch die Pflicht, diese Abnahme zu ermöglichen.
Selbst wenn man sich nun darüber würde streiten wollen, ob der Zugang einer einzelnen SMS nachgewiesen werden kann, können Sie ja zumindest die gelegentlichen - ausweichenden - Reaktionen Ihrer Vermieterin nachweisen.

Spätestens über das Einwurfeinschreiben können Sie sodann auch belegen, die Vermieterin ultimativ zur Abnahme aufgefordert zu haben. Seit dem Fristablauf befindet sich Ihre Vermieterin in Annahmeverzug, so dass Ihre Pflichten erfüllt sind.

Ich würde Ihnen daher nunmehr empfehlen, der Vermieterin erneut zu schreiben und Sie dazu aufzufordern, die Schlüssel zu der Wohnung abzuholen oder ihr alternativ mitzuteilen, bei welchem Makler diese für sie hinterlegt werden sollen. Auch hierfür sollten Sie eine Frist setzen (erneut Einwurfeinschreiben) und ihr ankündigen, ihr die Schlüssel ansonsten per versichertem Brief oder Paket zuzusenden.

Um Ihre eigene Position bezüglich des Zustandes der Wohnung abzusichern, sollten Sie diesen mit möglichst vielen und aussgekräftigen Fotos dokumentieren, denken Sie dabei am besten auch an Fotos von den Zählerständen und nehmen Sie einen oder zwei Zeugen mit, der Ihnen im Falle einer späteren Auseinandersetzung - zum Beispiel aus Anlass der Kautionsrückzahlung - zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2016 | 15:45

Erstmal vielen DANK!!

" Ich würde Ihnen daher nunmehr empfehlen, der Vermieterin erneut zu schreiben und Sie dazu aufzufordern, die Schlüssel zu der Wohnung abzuholen oder ihr alternativ mitzuteilen, bei welchem Makler diese für sie hinterlegt werden sollen. Auch hierfür sollten Sie eine Frist setzen (erneut Einwurfeinschreiben) und ihr ankündigen, ihr die Schlüssel ansonsten per versichertem Brief oder Paket zuzusenden
"
verstehe ich das richtig das die Vermieterin die Schlüssel nun bei mir abzuholen hat oder einem von mir beauftragten Makler? ( Den Makler der Vermieterin kenne ich ja nicht) ansonsten kann/muss ich ihr die Schlüssel per Post zusenden?

Also zusammengefasst wenn ich morgen mit ein oder zwei zeugen in die alte Wohnung fahre ausreichend Fotos mache und der Vermieterin dann ein Einschreiben schicke und ihr eine Frist von 7 Tagen gebe um die Schlüssel bei mir abzuholen bin ich auf der sicheren Seite. Sie darf dann nicht plötzlich anrufen und mich zu der Wohnung bestellen zur Übergabe oder mir nachsagen ich würde die Schlüssel einbehalten?

Hoffe das geht noch als Nachfrage durch , aber wer trägt die Kosten für den versicherten Versand der Schlüssel?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2016 | 16:20

Sehr geehrte Mandantin,

ja, Sie haben dies ganz richtig zusammengefasst. Rechtlich gesehen haben Sie beide - wie oben beschrieben - Verpflichtungen bei der Übergabe. Diese muss allerdings "Zug um Zug" also Übergabe der Schlüssel gegen Abnahme der Wohnung erfolgen.

Reagiert die Vermieterin nicht, befindet Sie sich im so genannten Annahmeverzug. Sie kann Sie also nicht "plötzlich herbestellen" oder plötzlich einen neuen/weiteren Termin von Ihnen verlangen.

Die Kosten für einen versicherten Versand muss die Vermieterin als Schadensersatz für Ihren eigenen Verzug zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


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