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Schlüssel per Einschreiben an Vermieter senden?


14.11.2005 21:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Guten Abend,
ich würde mich über einen fachlichen Ratschlag zwecks Wohnungsübergabe freuen.Sieht das Gesetz eine ordnungsgemäße Rückgabe mit Schlüsselübergabe vor oder ist es auch möglich die Schlüssel per Einschreiben oder unter Zeugen in den Briefkasten des Vermieters zu werfen?Wohlgemerkt nach intensiver Endreinigung und Fotografierens sämtlicher Räume.Vielen Dank.
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

das Gesetz schreibt insoweit nur vor, dass der Mieter verpflichtet ist, die Mietsache zurückzugeben:

§ 546 Rückgabepflicht des Mieters
(1) Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben.
(2) Hat der Mieter den Gebrauch der Mietsache einem Dritten überlassen, so kann der Vermieter die Sache nach Beendigung des Mietverhältnisses auch von dem Dritten zurückfordern.

§ 546a Entschädigung des Vermieters bei verspäteter Rückgabe
(1) Gibt der Mieter die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann der Vermieter für die Dauer der Vorenthaltung als Entschädigung die vereinbarte Miete oder die Miete verlangen, die für vergleichbare Sachen ortsüblich ist.
(2) Die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen.


Mit Rückgabe ist gemeint, dass dem Vermieter wieder die tatsächliche Gewalt über die Wohnung verschafft wird.
Das ist der Fall, wenn ihm sämtliche Schlüssel zur Wohnung zurückgegeben werden.

Dies kann auch geschehen, indem ihm die Schlüssel per Einschreiben (Übergabeeinschreiben mit Rückschein!) zurückgesandt werden (sicherhaltshalber sollte es dann auch Zeugen dafür geben, dass tatsächlich die Schlüssel versandt wurden und nicht nur ein leerer Brief oder ein leeres Paket) oder unter Beisein von Zeugen in den Briefkasten des Vermieters geworfen werden. Die Sendung kann allerdings theoretisch auf dem Postwege verloren gehen oder die Schlüssel später aus dem Briefkasten gestohlen werden. Sicherer ist daher die direkte Übergabe der Schlüssel an den Vermieter gegen Quittung.

Ein Übergabeprotokoll ist ebenfalls nicht vorgeschrieben, aber zweckmäßig, um späteren Streit über Schäden an der Mietwohnung zu vermeiden. Es ist insoweit besser als die bloße Anfertigung von Fotografien, diese können ja nicht die Wohnung in sämtlichen Einzelheiten erfassen und der Vermieter kann vor Gericht auch den Aufnahmezeitpunkt anzweifeln.

Für die Rückgabe der Mietsache trägt die Mieter im Streitfall die Beweislast.

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit der Antwort geholfen. Gerne können Sie eine Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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