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Schluck Mineralwasser Ladendiebstahl

28.07.2011 13:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bei einem Aufenthalt im Warenhaus bemerkte ich die Symptome einer Unterzuckerung. Ich führte die von mir stets mitgeführten Zuckerstücke ein. Danach entnahm ich einer lose herumstehenden Flasche Mineralwasser im Wert von 0,60 euro einen Schluck. Ich vergaß, die Flasche mitzunehmen. Der Diabetes ist attestiert, die Flüssigkeitszufuhr in diesen Situationen ist mir ärztlich empfohlen. In meinem Bewußtsein habe ich nicht kriminell gehandelt, wollte es zumindest nicht. Ich habe den Vorfall nicht als Straftat zugegeben, ich warte den Anhörungsbogen ab und werde den Vorfall wie oben dargestellt schildern. Bin auch nicht vorberstraft. Wie ist Ihre Einschätzung hinsichtlich der strafrechtlichen Bewertung und möglicher Folgen?

28.07.2011 | 14:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


Ich möchte Sie direkt zu Beginn beruhigen. Sie haben nach meiner Einschätzung keinesfalls mit einer Bestrafung zu rechnen.

Ihr Verhalten stellt objektiv einen Diebstahl dar, § 242 StGB . Da es sich um eine geringwertige Sache gehandelt hat, wird eine Strafverfolgung allerdings überhaupt nur dann eingeleitet werden, falls Strafantrag (vom Inhaber des Warenhauses) gestellt wird, § 248a StGB . Ein öffentliches Interesse daran, dass der Vorfall strafrechtlich verfolgt wird, besteht sicherlich nicht.

Die Notlage, in der Sie sich befanden, ist zu berücksichtigen. Man könnte hier sowohl mit einem entschuldigenden Notstand, § 35 StGB , als auch mit einem, ebenfalls entschuldigenden Verbotsirrtum, § 17 StGB , argumentieren. Eine Tat, die nicht schuldhaft begangen wird, wird nicht bestraft.

Ohnehin wäre ein Verfahren aufgrund der Geringfügigkeit des entstandenen Schadens (60 Cent) und der besonderen Umstände nach meiner Überzeugung nach § 153 StPO folgenlos einzustellen.

Sie sollten sich also keine Sorgen machen. Falls Sie von der Sache noch einmal etwas hören, z.B. einen Anhörungsbogen erhalten, können Sie selbstverständlich einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung.


Bitte beachten Sie, dass dieses Forum dazu dient, einen ersten rechtlichen Überblick zu verschaffen. Eine konkrete Tätigkeit in Ihrem Fall kann dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, machen Sie bitte von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch.




Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

ANTWORT VON

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