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Schleppende Mangelbeseitigung bei fast 2 Jahre altem Neubau

27.10.2011 22:06 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


14:11
Wir haben im Dezember 2009 einen Neubau bezogen. Die meisten Mängel (gemeldet wurden sie im Jahr 2010) wurden mittlerweile beseitigt. Einige wenige bestehen aber weiterhin.
So wurde eine falsche Terrassentür eingebaut, der Mangel wurde anerkannt, aber bis heute nicht behoben. Der Generalunternehmer versuchte zunächst die Tür durch die ausführende Firma reparieren zu lassen. Als das nicht half, sollte die Tür ausgetauscht werden. Dann wurde die ausführende Firma insolvent, aber lange Zeit keine andere Firma beauftragt. Nachdem eine neue Firma gefunden wurde, wurde ein neuer Termin zwecks Aufmaß vereinbart und angekündigt, dass eine 12-wöchige Produktionsdauer folgen würde und dann der Einbau durchgeführt würde. Diese Phase verstrich ebenfalls ohne Ergebnis. Nach mehrmaligem Anmahnen kam nun mit ca. acht Wochen Verspätung die Antwort: Die neu ausgewählte Firma könne ebenfalls nicht liefern. Es sei nun ein weitere Firma ausgewählt worden, die in ca. zwei Wochen zum Aufmaß kommen solle.
Wir fühlen uns machtlos und wüssten gerne:
- Können wir irgendetwas unternehmen, um zu erreichen, dass dieser Anlauf nicht wieder verpufft?
- Könnten wir die Angelegenheit einem Anwalt übergeben, der sich um die weiteren Abläufe kümmert, und die Kosten dafür dem Generalunternehmer in Rechnung stellen?
- Gibt es Verjährungsfristen, die trotz Anerkennung eines Mangels eine für uns negative Auswirkung haben?
- Gibt es Verjährungsfristen, die ohne bisherige Anerkennung eines Mangels für uns negative Auswirkungen haben?
27.10.2011 | 22:38

Antwort

von


(1702)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

1.
Sie sollten eine letzte Frist schriftlich Ihrem Vertragspartner setzen und haben dann folgende Rechte:

Der Besteller (Sie) kann wegen eines Mangels des Werkes nach erfolglosem Ablauf einer von ihm zur Nacherfüllung bestimmten angemessenen Frist den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen, wenn nicht der Unternehmer die Nacherfüllung zu Recht verweigert (hier nicht).

Der Besteller kann von dem Unternehmer für die zur Beseitigung des Mangels erforderlichen Aufwendungen Vorschuss verlangen.

Eine Minderung der Vergütung Ihres Vertragspartners macht nur Sinn, wenn Sie noch nicht alles gezahlt haben, was aber wohl ausscheidet.

Einen Teilrücktritt gibt es nach ganz herrschender Meinung leider nicht.

Es bleibt daher der Anspruch auf Nacherfüllung bzw. das Recht, den Mangel selbst zu beseitigen (lassen) zuzüglich Aufwendungsersatz und Vorschuss dafür.

2.
Einen Anwalt einzuschalten, macht hier durchaus Sinn, zumal Sie wegen des nachhaltigen Verzugs in der Tat die Anwaltskosten als Verzugsschadensersatz/notwendige Rechtsverfolgungskosten der Gegenseite aufbürden können.

3.
Zur Verjährung:
Die Ansprüche verjähren in fünf Jahren bei einem Bauwerk und einem Werk, dessen Erfolg in der Erbringung von Planungs- oder Überwachungsleistungen hierfür besteht.

Die Verjährung beginnt mit der (Bau-)Abnahme.

Verjährungsprobleme sehe ich hier nicht.

Nimmt der Besteller ein mangelhaftes Werk gemäß ab, obschon er den Mangel kennt, so stehen ihm die Gewährleistungsrechte nur zu, wenn er sich seine Rechte wegen des Mangels bei der Abnahme vorbehält.

Ansonsten sind die Rechte ausgeschlossen, so dass sich dann die Frage der Verjährung nicht mehr stellt.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 29.10.2011 | 08:57

Vielen Dank für die rasche Antwort. Zur Konkretisierung noch eine Nachfrage.
Zur Verjährung: Wie lange nach Meldung eines Mangel haben wir Anspruch auf die Beseitigung des Mangels? Ist es möglich, dass durch Verschleppung der Mängelbeseitigung irgendwann für uns kein Anspruch mehr besteht?

Zur Übergabe an Anwalt: Würde ein Anwalt den gesamten weiteren Kontakt zum Bauträger übernehmen? Muss der Bauträger die Gesamtabwicklung durch einen Anwalt zahlen? Müssen wir ihn darüber bei unserer Fristsetzung in Kenntnis setzen?

Herzlichen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.10.2011 | 14:11

Sehr geehrte Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Die Verjährung beginnt mit der Abnahme, der Erklärung, dass das Bauwerk im wesentlichen vertragsgerecht ist.
Die Verjährung kann durch gerichtliche Schritte gehemmt werden, unter Umständen auch durch außergerichtlich Verhandlungen.

So ist eine Verschleppung durch den Gegner ausgeschlossen.

Ein Anwalt Ihrer Wahl - ich stehe Ihnen dabei gerne zur Verfügung - kann alles Weitere übernehmen, die Anwaltskosten müsste die Gegenseite zahlen, wenn Sie vorher, was wichtig und entscheidend dafür ist, schriftlich Letztere in Verzug setzen; dass Sie einen Anwalt einschalten, brauchen Sie nicht zu erwähnen.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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