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Schlechtes Arbeitszeugnis nach wirtschaftlich bedingter Projektfehlbesetzung

18.07.2017 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite seit 4 Jahren als Berater ("Consultant" im Arbeitsvertrag) in der Softwareentwicklung. Vor ein paar Monaten hatte mein Arbeitgeber keine Projekte mehr im Bereich Softwareentwicklung, und hat mich in ein Projekt im Second Level Support verkauft. Dieser fachfremde Einsatz hat nicht funktioniert, und der Kunde hat mich aufgrund fehlender Eigeninitiative aus dem Projekt geworfen (nach 2 Monaten).

Zu Anfang des Projektes habe ich beim aktuellen Arbeitgeber gekündigt (wegen des Projektes im falschen Fachbereich) und einen neuen Vertrag woanders unterschrieben.

Nun kündigt mein aktueller Arbeitgeber an, dass die Zeit, die ich im fachfremden Projekt verbracht habe sich aufgrund des Rauswurfs beim Kunden negativ auf mein Arbeitszeugnis auswirken wird.

Die Frage ist: darf der AG die Arbeitsleistung im fachfremden Projekt (2 Monate dauer) gegenüber den 4 jährigen Angestelltenverhältnis überhaupt berücksichtigen?

Mit freundlichen Grüßen

18.07.2017 | 17:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


der oberste Grundsatz bei der Zeugniserteilung ist die sog. "Wahrheitspflicht", d.h. der Arbeitgeber muss die Leistungen des Mitarbeiters möglichst realitätsnah bewerten und er darf dem Mitarbeiter nicht besser oder schlechter darstellen, als er wirklich war oder ist.


Der Arbeitgeber kann also eine eigene Beurteilung für den von Ihnen genannten Zeitraum gar nicht abgeben.


Aber der Entleiher ist zur Mitwirkung bei der Zeugniserstellung verpflichtet, da nur er die Tätigkeit bei ihm beurteilen kann - diese Verpflichtung besteht gegenüber dem Verleiher, der dann damit in der Tat auch Ihre Leistung in der Fremdfirma ins Zeugnis einfließen lassen könnte.


Aber hier wurden Ihnen Aufgaben zugeteilt, die Sie nach dem Arbeitsvertrag nicht erbringen konnten und mussten, so dass dieses natürlich dann zu berücksichtigen wäre. Insoweit hat der Arbeitgeber das Zeugnis wohlwollend abzufassen.

Zudem sollte auch daran gedacht werden, dass ein „Verkauf" von Arbeitnehmern nicht zulässig sein dürfte und die Entleihung auch nur unter gewissen Voraussetzungen überhaupt zulässig ist, so dass dann fraglich ist, ob diese Zeit mit in die Bewertung einzufließen hat:


Gibt es die rechtlichen Erlaubnisse nicht, wäre eine Beurteilung nicht möglich.

Liegt die Voraussetzung aber vor, kann die Zeit zwar in die Beurteilung mit einfließen, allerdings ist dann wieder zu berücksichtigen, dass Sie fachfremd tätig werden mussten und demgemäß muss dann das Zeugnis wieder wohlwollend abgefasst werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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