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Schlechten Kundenservice einer Firma mittels Blog anprangern?


20.10.2007 11:03 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo,
ich bin im Premium SMS/Mehrwertdienste Telefonie Bereich tätig und seit Jahren bei einem Anbieter Kunde. Die Geschäftsbeziehung verschlechterte sich zunehmend, als auf der Seite des Anbieters Fehler gemacht wurden und mir Kosten in Höhe von 3000 EUR entstanden auf denen ich sitzen bleiben sollte. Nachdem Briefe an den Anbieter nichts nutzten, schaltete ich einen Anwalt zur Klärung ein, was letztendlich zur Klärung führte. Seither ist dieser Anbieter aber (unberechtigterweise) schlecht auf mich zu sprechen, weil die entstandenen Kosten sein Fehler waren.

In der Folge stimmten die Abrechnungen nicht mehr und der Anbieter weigerte sich die Abrechnugen zu korrigieren. Als ich vor einer Woche versuchte ein Premium SMS Keyword zu einem Reseller des Anbieters zu übertragen, mit dem ich viel besser klar komme, hiess es auf einmal, dass das Keyword bereits für ein anderes großes Unternehmen reserviert sei. Es folgten nun noch weitere freche Äußerungen des Vertrieblers per E-Mail.

Ich denke ein Rechtsstreit käme zu teuer.
Meiner Meinung nach würde es die Firma viel mehr stören,wenn ich ein Blog über deren Geschäftsgebahren anlegen würde. (da sie eine AG ist und Aktionäre hat), Nun wollte ich fragen, ob ich das darf.

Konkret:

Darf ich einen blog mit dernen Firmennamen in einer subdomain anlegen? Z.B. firma-erfahrungen.blogg.de ?

Was darf ich in das Blog reinschreiben? Was ist von der Meinungsfreiheit gedeckt? Was nicht?

Darf ich den Namen der Firma, den Namen des Vertrieblers erwähnen?
Darf ich E-Mails in das Blog einfügen? Oder muss ich das in indirekter Rede zitieren?
Darf ich "Auszüge" des E-Mail Verkehrs veröffentlichen?

Was muss ich generell beachten um nicht gegen irgendwelche Rechte zu verstoßen?
Kann mich die Firma dazu zuwingen damit aufzuhöen?

Ich möchte keine HATE Seite machen, sondern eigentlich nur sachlich darüber berichten, wie die Firma mit mir umspringt.

Können die mir wegen Geschäftsschädigung etwas anhaben?

Vielen Dank für Ihre Mühe

-- Einsatz geändert am 20.10.2007 12:46:04

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Fragen und das damit entgegengebrachte vertrauen.
Grds. lässt sich zu Ihrem Themenkomplex sagen, dass, so wie Sie schon ausgeführt haben, die Sachlichkeit oberstes Gebot sein muss. Unwahre Schilderungen sind dagegen tabu. Gleichzeitig sollten Sie jegliche Punkte, die Sie im Blog aufführen nachweisen können. Dies bewahrt Sie u.U. vor Gegenmaßnahmen im Rahmen von Unterlassungsaufforderungen oder auch Strafanzeigen.

Das Anlegen der Subdomain untern Nennung des Firmennamens birgt grds. keine Probleme in sich.

Von der Veröffentlichung von Email-Verkehr rate ich ab. Ohne öffentliches Interesse könnte dies einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb oder auch eine Verletzung des Rechts am eigenen Wort und Bild bedeuten. Einzig das Nacherzählen des Geschehensablaufs dürfte unproblematisch sein.

Von der Veröffentlichung des Namens des Vertrieblers würde ich abraten.

Grds. gilt das oben gesagt. Sie können wahrheitsgemäß über das Erlebte berichten, dürfen dabei jedoch nicht Dinge in das Netz stellen, wodurch sich o.g. Rechtsverletzungen ergeben können. Geschäftschädigend wirken Sie erst dann, wenn Sie falsche Behauptungen aufstellen oder Dinge preisgeben, die die Öffentlichkeit nichts angeht.

Gerne können Sie mir erste Auszüge aus Ihrem beabsichtigen Blog für eine Überprüfung zusenden, damit Sie ein erstes Gefühl für die einzelnen Formulierungen und den Umfang des Blogs erhalten.

Sollten Sie Nachfragen haben, können Sie mir diese gerne im Rahmen der kostenfreien Nachfrage stellen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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