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Schlechte Beratung und daher hohe Rechnung

23.02.2010 08:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Hallo Gestern ist mir aufgefallen, das ich einen falschen Vertrag habe. Als ich meinen vor etwa 4 Monaten abschloss war ich mir sicher eine Flatrate ins Deutsche D1 - Netz zu haben. Ich bin mir auch 100% sicher, das mir die Verkäuferin dies so gesagt hat. Sie meinte als sie mich beraten hatte das ich in ein Fremdnetz meiner Wahl, welches ich angeben musste, mit dieser Flat telefonieren kann. Nun habe ich die ganze Zeit gedacht das ich zu D1 kostenfrei telefonieren kann und habe nun letzten Monat eine Rechnung im dreistelligen bereich erhalten und auch erstmal bezahlen müssen und habe ebenso festgestellt, das meine nächte Rechnung wieder so hoch sein wir, (wenn gar nicht noch höher). Was soll ich jetzt machen. Da ich den Vertrag unterschrieben habe und nun vor einem Großen Problem stehe. Ich möchte am Freitag mit meinem Pterner, der ein D1 Handy hat in den Shop gehen und die Verkäuferin zu rede stellen. Ich habe eben so mir eine detairte Rechnung mit jeder angerufen nummer ausgedruck und das eben darn festgestellt. Habe ich eine Chance das Vertelefonierte Geld wieder zu bekommen, da ich ja im völligen unwissen das ich nun doch keine Flat zu D1 habe telefoniert habe??? Oder ist es völlig ausichtslos eine gute einigung zu finden.
MFG

Candy B.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Aus juristischer Sicht stehen Ihnen nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Anfechtung oder Schadensersatz.

1. Anfechtung
Sie haben die Möglichkeit, Ihren Vertrag wegen Irrtums gem. § 119 BGB anzufechten. Dabei ist entscheidend, daß Sie sich über den Inhalt des von Ihnen geschlossenen Vertrags geirrt haben und eigentlich einen anderen Vertrag abschließen wollten.

Problematisch hierbei ist, daß Sie die Anfechtung “unverzüglich” seit Kenntnis von dem Anfechtungsgrund erklären müssen (§ 121 BGB). Das bedeutet, daß Sie in der Regel innerhalb von zwei Wochen ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie Kenntnis von Ihrem Irrtum haben, diese Anfechtung erklären müssen. Da Sie den Vertrag bereits seit vier Monaten haben und daher schon früher Rechnungen erhalten haben müßten, könnte diese Frist hier bereits abgelaufen sein.

Dennoch sollten Sie zumindest versuchen, sich über die Anfechtung von dem Vertrag zu lösen. Dabei sollten Sie die Anfechtung schriftlich erklären und sich am besten den Empfang des Schreibens von dem zuständigen Mitarbeiter im Shop quittieren lassen. Es bleibt dann abzuwarten, ob Ihr Vertragspartner die Anfechtung akzeptiert oder auf die zu späte Erklärung verweist.

2. Schadensersatz
Alternativ könnten Sie Schadensersatz gegenüber dem Shop wegen Falschberatung geltend machen. Der Schaden besteht dabei in den Mehrkosten, die Ihnen aufgrund der fehlerhaften Beratung bzw. dem falschen Versprechen entstanden sind.

Das Problem hierbei ist, daß Sie möglicherweise Schwierigkeiten haben werden, den Inhalt der Beratung und damit den Fehler des Verkäufers zu beweisen.

Sie haben die Möglichkeit, beide Alternativen (Anfechtung und Schadensersatz) gleichzeitig oder aber auch unabhängig voneinander geltend zu machen. Am besten wäre hier jedoch eine einvernehmliche Einigung mit dem Shop, da beide Möglichkeiten juristische Schwierigkeiten aufweisen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

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