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Schlagschaden im Keramikwaschtisch einer Mietwohnung

14.05.2018 15:53 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Eine ehemals durch unsere Tochter genutzte Eigentumswohnung war in der Zeit vom September 2015 bis Dezember 2017 vermietet. Bei der Wohnungsabnahme im Dezember wurde ein kreisrunder Schlagschaden im Keramikwaschtisch festgestellt und im Abnahmeprotokoll aufgenommen. Bei dem Waschtisch handelt es sich um ein ca. 2010 durch unsere Tochter eingebautes italienisches Designerstück mit passendem Unterschrank, Ersatz ist nicht mehr lieferbar, Rechnungen sind nicht mehr vorhanden. Der Austausch gegen ein gleichwertiges Teil durch eine Sanitärfirma würde vermutlich deutlich über 1000 € kosten. Eine fachgerechte und dauerhafte Reparatur des beschädigten Waschtisches ist nach Auskunft von Fachfirmen nicht möglich.
Um eine pragmatische und einvernehmliche Lösung zu finden, habe ich mich als Vermieter bereit erklärt, einen preiswerten IKEA Waschtisch ähnlicher Größe als Ersatz einzubauen. Dem ehemaligen Vermieter würde dann lediglich die Kosten für Waschtisch und Unterschrank zu tragen haben. (Ca. 150 €) Der neue Mieter ist damit einverstanden.
Der ehemalige Mieter ist mit dieser Regelung nicht einverstanden und bezichtigt mich, eine Badsanierung auf seine Kosten durchführen zu wollen. Stattdessen hat er die beschädigte Stelle mit weißer Farbe versucht auszubessern. Der Schaden ist dadurch noch deutlicher erkennbar.
Im Mietvertrag ist eine Kostenübernahme durch den Mieter für Kleinreparaturen bis zu max. 80€ vereinbart.
Kann ich unter den hier geschilderten Umständen die Materialkosten für den IKEA-Waschtisch von der noch ausstehenden Kautionsrückzahlung rechtssicher einbehalten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier ist zunächst zu prüfen, ob es sich um einen Schaden oder eine Abnutzung im Rahmen des sog. regulären Mietgebrauchs handelt. Sofern ein Schaden vorliegen sollte, ist zu prüfen, welchen Zeitwert der Waschtisch noch aufgewiesen hat, schließlich ist vom Neupreis ein „Abzug neu für alt" zu tätigen – dies kann letztlich nur ein Sachverständiger verbindlich klären. Für eine abschließende, insbesondere rechtssichere Beantwortung müssen alle Details zum Fall bekannt sein. Im Hinblick auf die kurze Verjährungsfrist des § 548 Abs. 1 S. 1 BGB von sechs Monaten ab Auszug ist Eile geboten, denn ggf. muss zur Hemmung der Verjährung im Sinne von § 204 Abs. 1 BGB geklagt oder zumindest ein Mahnbescheid beantragt werden. Ggf. kann über anwaltliche Unterstützung nach Erläuterung des Kostenrisikos, welches ein Vielfaches des Gegenstandswertes ausmachen dürfte, eine Einigung mit dem Mieter gefunden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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