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Schimmelbefall Neubau nach 6 Monaten


| 03.10.2007 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Hallo,

wir haben am 31.03.2007 unsere Eigentumswohnung übernommen und im April Parkett, Fliesen und Sanitäranlagen in eigener Regie aber über Fachfirmen verlegen lassen.

Ende September zeigte sich an den Fußleisten im Flur (Wand zwischen Bad und Flur) Schimmelbefall. Für ausreichende Belüftung war den ganzen Sommer über gesorgt, so das für uns eine falsche Art der Belüftung, wie vom Bauträger behauptet, eigentlich nicht in Frage kommt. Eine Fachfirma hat inzwischen den Schimmel begutachtet und erste Messungen durchgeführt, dabei wurde festgestellt, dass die Luftfeuchte in dem Bereich deutlich erhöht ist, das 2,5-3 fache über Normal.

Wir werden nun umgehend ein Gutachten anfertigen lassen um die Ursache des Schimmels zu ermitteln und eine evt. bestehende, zu hohe Restfeuchte der Wand durch einen vereidigten Gutachter feststellen zu lassen.

1. Sollte der Gutachter feststellen, dass eine zu hohe Restfeuchte in der Wand besteht, welche angemessene Frist müssen wir dem Bauträger setzen um den Schaden selbst zu beheben bevor wir selbst eine Fachfirma beauftragen dürfen?
2. Sollte das Gutachten eindeutig belegen, dass die betreffende Wand über zuviel Restfeuchte verfügt, wie ist die Rechtslage dann einzuschätzen? Wir halten dies für einen verdeckten Mangel, der bei Übernahme nicht festellbar war für uns und sehen den Bauträger in der Verantwortung.
3. Die Firma, die unser Parkett verlegte, hat seinerzeit nicht die Restfeuchte des Estrich gemessen, da dieser zum Zeitpunkt des Arbeitsbeginns bereits ca. 4 Monate alt war und von einer ausreichenden Austrocknung auszugehen war. Kann uns das zum Verhängnis werden, bzw. könnten wir im Zweifelsfall auch gegen diese Ansprüche geltend machen?

Für die Beantwortung unserer Fragen bedanke ich mich im voraus.

Freundliche Grüße


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage lässt sich aufgrund Ihres geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten:

Zunächst sollten Sie überlegen, ob Sie privat einen Sachverständigen mit der Begutachtung beauftragen oder gerichtlich ein sog. selbständiges Beweisverfahren durchführen. Wenn Sie privat ein Gutachten erstellen lassen gilt dies in einem eventuellen späteren Rechtsstreit nur als Parteivortrag. Das bedeutet, dass das Gericht hier wahrscheinlich noch einmal einen gerichtlich bestellten Sachverständigen beauftragt, der ggf. zu einem anderen Ergebnis kommt.

Sollte sich ein Mangel herausstellen, so hängt die Angemessenheit der Frist von der Art des Mangels und dem Umfang der Mängelbeseitigung ab. Dies kann daher hier nicht pauschal beantwortet werden. Sie sollte jedoch nicht unter 2-3 Wochen liegen, da hierunterliegende Fristen oftmals vom Gericht als unangemessen kurz bewertet werden.

Wichtig ist bei der Begutachtung durch einen Sachverständigen, dass dieser bei einer Feuchtigkeit der Wand auch die Ursache hierfür genau feststellt. Sollte er feststellen, dass die Feuchtigkeit auf einem Baumangel beruht, so stehen Ihnen natürlich Gewährleistungsansprüche gegen den Unternehmer zu. Für Sie ist es hierbei wichtig, dass der Sachverständige ausschließen kann, dass die Feuchtigkeit nicht durch Ihr Wohnverhalten oder durch Ihre Arbeiten an der Wohnung verursacht worden sein können.

Hinsichtlich der Firma, die den Boden verlegt hat, ist Folgendes zu sagen: Sie ist grundsätzlich verpflichtet, die Restfeuchte im Estrich zu messen, bevor sie den Boden verlegt. Soweit der Mangel hierauf beruht ist die Baufirma natürlich nicht haftbar, Sie hätten aber ggf. Ansprüche gegenüber der Parkettfirma.
Eine genaue Feststellung ist ohne eine umfassende Kenntnis der Sachlage natürlich nicht möglich.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass soweit der Verursacher den Mangel nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt, Sie die Kosten für die Mängelbeseitigung im Rahmen einer Kostenvorschussklage geltend machen können. Das bedeutet für Sie, dass Sie mit den Kosten nicht in Vorlage treten müssten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick über die rechtliche Lage geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. E. Feldmann
Rechtsanwältin

Kanzlei Dr. Feldmann
Wittbräucker Straße 421
44267 Dortmund
info@kanzlei-fm.de
Tel.: 0231/5325288
Fax: 0231/5325290


Ich möchte Sie noch auf Folgendes hinweisen:
Eine Auskunft kann ich Ihnen nur im Rahmen des mitgeteilten Sachverhalts erteilen. Für eine verbindliche Bewertung ist generell die Kenntnis des gesamten Sachverhalts einschließlich aller Begleitumstände erforderlich. Schon einzelne weitere Tatsachen können zu einem anderen Ergebnis führen.
Die Leistung einer verbindlichen Gesamtbewerung kann im Rahmen einer Onlineberatung nicht erbracht werden.

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