Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schimmel in der Mietwohnung - Bin ich verphlichtet, nach so einer kurze Zeit, die Wohnung zu renovie


20.02.2006 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

Ich wohne zeit 2 Monate in der neue Wohnung. Vor 10 Tagen habe ich Schimmel im Badezimmer entdeckt und vor 3 Tagen jetzt auch im Schlafzimmer meines Sohnes. Mein Nachbar, der vor zwei Wochen umgezogen ist, hat mich kurz vor seinem Umzug infomiert dass es eine Schimmelprobleme in diesem Haus gibt. Ich habe die Vermieterinn jetzt telefonich informiert und die erste Reaktion war dass da noch nie in disem Haus Schimmel gab.
Ich weiss dass Schimmel grosse Gesundheitliche Probleme ursachen kann und ich will für uns eine neue Wohnung suchen.
Meine Fragen: Kann ich die Wohnung in so einem Fall fristlos kündigen und wenn nicht, muss ich dann die volle Miete bezahlen?
Bin ich verphlichtet, nach so einer kurze Zeit, die Wohnung zu renovieren?

MfG
M.H.
20.02.2006 | 22:05

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Zunächst müssen Sie Ihrem Vermieter die Mängel (Schimmelbefall) anzeigen. Zu Beweiszwecken schicken Sie ihm die Mängelanzeige per Einschreiben mit Rückschein. Sofern der Schimmelbefall im Verantwortungsbereich des Vermieters liegt, haben Sie das Recht auf Minderung, ggf. Schadensersatz oder eine außerordentliche Kündigung. Die Durchsetzung Ihrer Rechte setzt jedoch eine Mängelanzeige voraus. In dieser Mängelanzeige müssen Sie Ihren Vermieter gleichzeitig zur Mängelbeseitigung bis zum Ablauf einer angemessen Frist (ca. 4 Wochen) auffordern und gleichzeitig drohen, nach Fristablauf einen Fachbetrieb mit der Beseitigung zu beauftragen.

Diese Kosten muss Ihr Vermieter dann übernehmen, vorausgesetzt dass der Schimmelbefall in seinem Verantwortungsbereich liegt. Ferner teilen Sie ihm in der Mängelanzeige mit, dass Sie mit der nächsten fälligen Miete von Ihrem Minderungsrecht Gebrauch machen werden. Bei Schimmelbefall wird eine Minderungsquote von 20 % von der Rechtsprechung anerkannt.

Ferner können Sie überlegen, den Mietvertrag außerordentlich zu kündigen. Hierzu müssen aber die Voraussetzungen für eine Gesundheitsgefährdung vorliegen. Sie müssten allerdings beweisen, dass die Schimmelpilze toxinbildend sind. Hierzu reicht ein einfaches ärztliches Attest nicht aus. Sie benötigen eine Laboruntersuchung eines Umweltmediziners, der die Gifte im Blut feststellen kann (AK Neuköln, 6 C 586/99).

Abschließend rate ich Ihnen daher zunächst, Ihrem Vermieter die Mängel anzuzeigen und zu mindern. Bevor Sie die Wohnung jedoch außerordentlich kündigen, empfehle ich Ihnen einen Anwalt zu beauftragen, da Sie das Vorliegen einer Gesundheitsgefährdung beweisen müssen und hier unbedingt weiterer Beratungsbedarf besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 21.02.2006 | 13:50

Vielen Dank von Ihre schnelle Antwort.
Die Vermieterin hat die Mängel gesehen und meinte dass ich schuldig bin weil ich nicht richtige Art und Weise gelüftet habe. Das Haus ist Thyropon(?)isoliert, dass heisst ich wohne in "Plastikbeutel". Lohnt es sich die Sache weiterkämphen und wie hoch würde die Anwaltskosten sein?
MfG
Frau M. Hansen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2006 | 18:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

in der Regel behaupten die Vermieter immer, dass der Mieter verantwortlich für den Schimmelbefall ist. Ob Sie sich zur Wehr setzten wollen, müssen Sie selbst entscheiden. Hierbei müssen Sie allerdings bedenken, dass Schimmel zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen und sich der Zustand der Wohnung zunehmend verschlechtern kann. Sie müssen sich auch fragen, ob Sie bereit sind, für eine mangelhafte Wohnung auf Dauer voll zu bezahlen. Die Kosten für eine anwaltliche Vertretung richten sich nach dem Streiwert. Dieser setzt sich aus dem Minderungsbetrag x 12 Monate zusammen. Wenn Sie also z.B. eine Miete von 500 € zahlen, können Sie mindestens 20% mindern, d.h. der Streiwert würde 1.200 € betragen. Eine außergerichtliche Tätigkeit eines Anwalts würde daher ca. 150 € netto betragen.

Gerne können Sie mich hierzu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de

ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60118 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für diese konkrete, ausführliche Antwort. So soll es sein, Sie haben wir definitiv weiter geholfen. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und relevante Beantwortung, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden. Das Problem hat mich schon seit laengerem belastet und in meinen Handlungsmoeglichkeiten eingeschraenkt. Der Anwalt konnte mir mit seiner rechtlichen Einschaetzung des Sachverhalts aufzeigen, wie ich dieses ... ...
FRAGESTELLER