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Schimmel in Mietwohnung - Miete mindern und falls ja, um wieviel?


01.02.2006 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo, mein Verlobter und ich sind im September 05 in eine Mietwohnung gezogen, die zu diesem Zeitpunkt etwa 10 Jahre alt war. Seit es kälter geworden ist, steht morgens das Wasser an den Fenstern. Wir lüften jeden Tag mehrmals und heizen auch. Haben sogar einen Luftentfeuchter (auf Salzkristallbasis) gekauft, der auch reichlich fördert. Gestern rückten wir einen Schrank zum Putzen von der Wand und entdeckten einen etwa 0,5 qm großen Schimmelfleck. Als wir daraufhin unseren Vermieter anriefen, beschimpfte der uns. Wir hätten nicht richtig gelüftet und es hätten schon andere versucht, ihm in diesem Haus Baumängel anzuhängen, aber das läge nur an uns. Jetzt meine Frage: was können wir tun, sind wir im Recht, wenn wir vom Vermieter die Abstellung der Mängel fordern? Und kann man denn irgendwie nachweisen, dass wir keinen Fehler gemacht haben? Können wir die Miete mindern und falls ja, um wieviel? Unsere Nachbarn haben uns übrigens gesagt, sie hätten das gleiche Problem.
vielen Dank
brickli

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte.

Gem. § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB ist der Vermieter verpflichtet die Wohnung im vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. Insoweit haben Sie sich richtig verhalten und den Mangel angezeigt wozu Sie auch verpflichtet sind, um sich keiner Schadensersatzansprüche auszusetzen.

Soweit Ihre Angaben zutreffen, trifft Sie kein Verschulden hinsichtlich des Schimmelschadens, was aber abschließend hier nicht beurteilt werden kann. Gleichwohl war die Reaktion Ihres Vermieters völlig unangemessen und spricht im übrigen auch dafür, dass der Mangel bekannt ist und die Reaktion des Vermieters bewusst mit Schuldzuweisungen ausgeartet ist, was aber nur eine Vermutung ist.

Sie sollten die Anzeige daher nochmals schriftlich an den Vermieter senden und zu Beweiszwecken diese per Boten einwerfen lassen.

Das Schreiben sollte den Mangel darstellen mit der Aufforderung diesen zu beseitigen verbunden mit einer Fristsetzung. Auch sollten Sie eine Mitminderung für den Fall der nicht unverzüglichen Beseitigung androhen, die sich bei Feuchtigkeit auf bis zu 20 % belaufen kann.

Der Hinweis, dass auch in anderen Wohnung Feuchtigkeitsprobleme auftreten bzw. diese an den Vermieter bereits in der Vergangenheit herangetragen wurden, spricht für eine schlechte Wärmedämmung oder fehlender Kältebrücken. Soweit bauliche Mängel die Ursache sind, wird es schwierig, diese ohne großen Kostenaufwand für den Vermieter zu beseitigen. Möglicherweise lohnt sich eine Kontaktaufnahme mit den Vormietern und das Umschauen nach einer neuen Wohnung.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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