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Schimmel im Schlafzimmer und zugesagte Ausbauten dürfen nicht ausgeführt werden.

| 27.01.2011 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bewohnen seit 14.5.2010 ein Haus zur Miete.
Es ist ein Altbau in dem schon mehrere Veränderung durchgeführt wurden. Von der Kneipe zum Büro nun zum Wohnraum.

Einen muffigen Geruch auf dem Dachboden stellten wir bereits bei Einzug fest. Dieses wurde aber mit den Worten abgetan das muss nur mal gelüftet werden.

Der Dachboden ist nicht gedämmt. Die Zwischendecke zum Wohnraum nur spärlich bzw nachträglich aber extrem Mangelhaft (fehlende Dampfbremse etc.) Dieses aber nur am Rand.

Zu Mietbeginn wurde uns von der Vermieterin zugesagt das wir den Dachboden ausbauen dürften um Kinderzimmer einzurichten oder ähnliches.

Nun zum akuten Problem.

Im Schlafzimmer, Hausecke, eine Wand gedämmt eine nicht gedämmt wurde in der Außenecke in Bodenhähe nun schimmel/ Feuchtigeit, Stockflecken
entdeckt, auch über der Fußleiste ist dieses der Fall.

Diese meldete ich umgehend Telefonisch der Vermieterin. In diesem Zusammenhang auch den immer noch vorhandenen Muffigen Geruch auf dem Dachboden.Dieses habe ich auch in Zusammenhang mit dem Nassen SChornstein gebracht.

Nun rief die Vermieterin letzte Woche an das IHR Dachfenster defekt wäre und daher der Dachdecker mal bei uns gucken könne.
Die waren dann einen Tag später da.

Nach einer Diskussion das man den Mieter ja bitte nicht wie Luft behandeln sollte wurde uns unmissverständlich klar gemacht das wir ja sowieso nur was zu meckern hätten????

Die Ursache für den Fleck im Schlafzimmer hat die Vermieterin mir telefonisch schon erklärt.
" Das muss an der Betonplatte liegen, da hatten wir schon mal Probleme"

Fakt ist das in der besagten Hausecke eine direkt ans Haus angeschlossene Betonplatte anliegt auf der der Gastank lagert.

Folglich wäre für mich das die erste Ursache (rohbeton und Estrich nicht abgesperrte keine DIstanz zum Haus )

bzw steigende Feuchtigkeit unter dem Haus...

Das schli´mmste ist das es bekannt war und uns bei Mietbeginn nicht mitgeteilt wurde.

Lapidar abgetan wurde das mit Das hat n unternehmer getan der weiß was er macht.
Aber ich sage ihm noch mal bescheid.

Der war gestern da und hat das nur wiederholt..

Dann wurde uns von der Besitzerin (Tochter der Vermieterin) eröffnet das Sie nicht gestattet das der Dachboden ausgebaut wird.

Und der Spruch ist gekommen.

"Wir machen hier gar nichts, keine Dämmung kein Ausbau und die Betonplatte bleibt so wie sie ist....Wenn Ihnen das nicht passt... dann müssen Sie ausziehen"

Da meine Frau unter permanenten Kopfschmerzen leidet und auch schon ausschlag im Gesicht hat, vermuten wir das dieses durch den Schimmel verursacht wird.

Wir werden nun Ausziehen.


Nun Endlich zur Frage:

Haben wir das Recht und die Möglichkeit eine Vorzeitige Kündigung durchzubekommen?

Muss ich Angst um meine Kaution haben das ich die aus Rache nicht wiederbekomme mit fadenscheinigen ausreden?

Wir brauchen Dringend diese Antwort!

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Eine fristlose Kündigung ist nur möglich, wenn Sie eine Gesundheitsgefährdung durch den Schimmel oder die anderen Mängel nachweisen können. Hierbei wäre ein entsprechendes ärztliches Attest notwendig. Ohne ein solches Attest haben Sie nur geringe Chancen, eine fristlose Kündigung durchzubekommen, so daß Ihnen dann nur eine normale Kündigung übrigbleiben würde.

Die Rückzahlung der Kaution unterliegt konkreten rechtlichen Vorschriften. Zwar ist es stets möglich, dass ein übelmeinender Vermieter die Rückzahlung der Kaution aus fadenscheinigen Gründen verweigert, jedoch können Sie dann notfalls auf Rückzahlung klagen. In Ihrer Situation könnte es passieren, dass der Vermieter versucht, Sie für die Feuchtigkeit und den Schimmel verantwortlich zu machen. Diese Gefahr würde aber unabhängig von der Kündigung bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2011 | 21:46

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie bestätigten bereits unsere "Befürchtungen"

Arztbesuch wird morgen ausfegührt!

Ich hoffe Sie können noch darauf antworten:

Ich habe das schlichtweg oben erwähnt aber nicht konkret ausgeführt!

Die Äusserung der Besitzerin (die ja nur TOchter der Vermieterin ist) ist doch schon ne Einladung? Ist sowas bei der Kündigung verwertbar?

UNd die Außerung das der Dachboden nun NICHT ausgebaut werden Darf weil sie es nicht will
Widerspricht ja den äußerungen zu MIetbeginn?

Kann man sich darauf berufen?

Mit freundlichen grüßen

PL

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2011 | 21:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

Die Äußerung der Tochter ist zwar eine Einladung zur Kündigung, dient aber nicht als Grund für eine fristlose Kündigung. Sie können sie aber als Anlaß nutzen, um ein Einverständnis der Vermieterin zu der fristlosen Kündigung zu erreichen.

Wegen der fehlenden Genehmigung können Sie den Vertrag nur dann fristlos kündigen, wenn Sie die ursprüngliche Zusage beweisen können und der Ausbau wesentlich ist. Insbesondere müßten Sie darlegen, wieso Sie nicht die normale Kündigungsfrist abwarten können.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.01.2011 | 08:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich hätte mir eine Antwort gewünscht die uns auf eine Rechtlich stärkere Position rücken würde. Dafür habe ich das ganze vorher geschehen ausführlich geschildert.

Aber sonst OK Vielen Dank"