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Schiffsbeteiligung,unrichtiges steuerl.Ergebnis


17.07.2007 15:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Sehr geehrte Juristen,
zur Vorgeschichte.
Habe Ende 2004 meine Schiffsbeteiligung verkauft.Da die steuerliche Bindungsfrist erst Mitte 2005 ablief,wurde die Summe,die ich dafür bekam als Kredit sozusagen vorfinanziert.Fakt war,mein Steuerberater und ich bekamen von der Schiffstreuhand für 2005 ein anzusetzendes steuerl. Ergebnis
in 3stelliger Höhe.(Also nicht der Rede wert)Zeitgleich bekam mein zuständiges FA ein steuerl.Ergebnis in mittlerer 6stelliger
Höhe vom zuständigen FA der Schiffstreuhand.Also ein relevanter Unterschied.In dem Telefonat,wollte nun geschockt wissen,was nun stimmt,entschuldigte sich die Dame der Treuhand und nannte mir einen Betrag nach mehrstündiger Durchsicht im unteren 6stelligen Bereich.Dieser Betrag wurde im nachhinein von den Stellen der FÄ auch so anerkannt.
Fakt ist,ich soll nun einen mittleren 5stelligen Betrag als EKST.2005 an mein FA zahlen.Da ich diese Zahlung nicht eingeplant hatte,kam es zur Vollstreckungsankündigung,die ich nun durch geringe monatl.Zahlungen und einer Sicherungsabtretung
im letzten Moment mit Hilfe meines Steuerberaters abwenden konnte.
Jetzt meine Frage,
durch diese Sache habe ich Schaden in verschiedenster Weise erlitten.Kann ich die Schiffstreuhand auf Schadensersatz,(Schmerzensgeld)verklagen?Wir sind zwar nicht in der USA,aber...
Was kann ich tun,um meine finanziellen und seelischen Schmerzen zu lindern?

Mit den besten Grüssen
Sehr geehrter Fragender,

zunächst zum Schmerzensgeld: Dieses können Sie nicht geltend machen. Dafür gibt es keinerlei Ansatzpunkte.

Bezüglich des Schadensersatzes haben Sie nur einen Anspruch, wenn jemand vorsätzlich oder fahrlässig Ihnen einen Schaden zugefügt hat.
Die neue Summe, die dem Finanzamt gemeldet wurde ist die Richtige. Wäre diese Ihnen gleich gemeldet worden, so hätten Sie die Summe bereits am Anfang auch zahlen müssen, sodass hier nur ein Aufschub und kein Schaden erfolgte.
Ihnen könnte nur durch die falsche Meldung ein Schaden durch ggf. Zinsbelastungen oder andere Kosten entstanden sein, die Sie geltend machen können.
Diese wären genau zu beziffern: "Wie hätten Sie gestanden, wenn die Summe Ihnen gleich genannt worden wäre".
Die Steuersumme jedenfalls, die Sie zahlen müssen, ist jedoch die Richtige und stellt daher keinen Schaden dar.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, auch wenn das Ergebnis vielleicht ein anderes ist, als erhofft.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter


Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2007 | 16:23

Sehr geehrte Frau Dr. C. Seiter,

ich bin ja froh,dass sich doch noch jemand an dieses heikle Thema getraut hat und bedanke mich bei Ihnen.
Was wären denn Ansatzpunkte für Schmerzensgeld?
Den Schaden hatte ich seitdem Moment,als ich das erste im nachhinein falsche steuerliche Ergebnis in der Hand hatte.Mit Diesem habe ich geplant und meine Finanzen somit anderweitig verplant.Von der richtigen Summe hätte ich,wenn ich nicht selbst nachgefragt hätte,erst nach Einreichung meiner EKST.
Veranlagung von meinem FA erfahren,wahrscheinlich nicht im Guten und noch von der erhöhten Steuer ausgehend.Was daraus noch geworden wäre,kann ich nicht abschätzen.
Und dagegen kann ich nichts machen?Ob vorsätzlich oder nicht,Fehler bleibt Fehler,den Schaden hab ich jetzt.

Mit den besten Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2007 | 10:20

prinzipiell handelt es sich nicht um einen Schaden im rechtlichen Sinne, wenn Sie das Geld bereits ausgegeben haben.
Menschlich/wirtschaftlich gesehen ist das natürlich anders und ärgerlich.

Aber Steuerbescheide können auch korrigiert und Gelder nachgefordert werden, wenn sich der Gewinn der Beteiligung ändert, dann müssen diese berichtigt werden. Das kann sogar noch mindestens 4 Jahre zurück noch erfolgen.

Lediglich die Kosten, die z.B. für nunmehr einen Kredit entstehen oder entgangener Gewinn aus nicht erfolgten Anlagemöglichkeiten, wären ein Schaden.

Dabei ist jedoch fraglich, ob die Zahlen bewusst falsch gemeldet wurden oder aber ob es sich um eine Gewinnänderung handelte, die diese Andersmeldung verursachte. Dann besteht natürlich im letzteren Fall kein Anspruch, da die Firma zur Meldung der richtigen Zahlen verpflichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

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