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Schichtzulage


10.02.2007 00:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Hallo,
ich arbeite in Hannover im Sicherheitsgewerbe als Seperatwachmann.
Ich arbeite zur Zeit im 2 Schicht System von 15.00-23.00
sowie von 23.00-07.00 .
Ich habe vor kurzen den Tarifvertrag bekommen und da stand
was von Schichzulage von 0,26 Euro wenn die Arbeitszeit
nicht mehr als 9 Stunden beträgt .
Ich arbeite 8 Stunde und möchte nun wissen .
1. Habe ich Anspruch auf diese 0,26 Euro pro Stunde ?
2.Kann ich auch Rückwirkend diese Schichtzulage geltend machen?
Meine Firma ist an den Tarifvertrag gebunden und zahlt das nicht.
Wollte auch noch wissen ob meine Firma berechtig ist meine
Arbeitszeit von 8 Stunden auf 12 Stunden täglich einfach so zu
ändern ?
Mit freundlichen Grüßen
berny2pc

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich habe den für Sie gültigen Tarifvertrag nicht vorliegen. Wenn aber Ihr Arbeitgeber tarifgebunden ist und im Tarifvertrag eine Schichtzulage von 0,26 € vorgesehen ist, spricht alles dafür, dass Sie hierauf auch einen Anspruch haben.

Diesen Anspruch können Sie auch rückwirkend geltend machen, wobei aber die üblicherweise im Tarifvertrag enthaltenen Ausschlussfristen zu beachten sind. In dem mir bekannten Tarifverträgen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe verfallen Ansprüche regelmäßig, wenn Sie nicht spätestens 3 Monate nach Fälligkeit geltend gemacht werden, d.h. Sie können Ihre Schichtzulage nur für 3 Monate rückwirkend beanspruchen.

Bezüglich der Veränderung der Arbeitszeit ist natürlich zum einen eine etwaige Vereinbarung in Ihrem Arbeitsvertrag relevant. Darüber hinaus darf grundsätzlich - bei gewissen Ausnahmen - die werktägliche Arbeitszeit gem. § 3 Arbeitszeigesetz 8 Stunden nicht überschreiten. Eine Arbeitszeitverlängerung über 10 Stunden täglich hinaus ist nur durch Tarifvertrag möglich. Dies aber auch nur, wenn ein Ausgleichszeitraum festgelegt ist oder wenn Ihre Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang aus Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst besteht. Prüfen Sie daher Ihren Tarifvertrag, ob dieser eine solche Ausnahme vorsieht und danach, ob die dort aufgeführten Voraussetzungen (wie überwiegend Bereitschaftsdienst) bei Ihnen gegeben sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte und weise abschließend darauf hin, dass eine abschließende Antwort nur bei Kenntnis des Arbeitsvertrags und der gültigen Tarifverträge möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt
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