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Schenkungsversprechen Vorrang vor Erbmasse?

| 23.05.2022 22:24 |
Preis: 57,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


23:39

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater beabsichtigt meinem Bruder unser Elternhaus zu übertragen und mich gleichwertig finanziell abzufinden. Damit diese finanzielle Abfindung realisiert werden kann, müssen erst noch die beiden anderen Immobilien unseres Vaters verkauft werden. Gem. Auskunft des für meinen Bruder zuständigen Betreuungsgerichts würden diese einen Passus mit einem Verzicht auf Erbansprüche (so würde das lt. Notar oft geregelt) durch meinen Bruder nicht akzeptieren. Ein Testament existiert nicht, möchte mein Vater auch keines machen.

Der Notar für die Übertragung des Häuschens hat mir geraten, einen notariell beglaubigten Vertrag über das Schenkungsversprechen mit meinem Vater zu schließen.

Was, wenn mein Vater unerwartet verstirbt, bevor die Immobilien für den finanziellen Ausgleich verkauft sind? Sind diese dann automatisch Teil der Erbmasse oder hat hier das Schenkungsversprechen Vorrang.


Besten Dank schon mal im Voraus für Ihre Hilfe

23.05.2022 | 23:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

ein Erbverzicht würde den gesamten Nachlass betreffen und es bedarf einer Genehmigung des Betreuungsgerichts. Dies wurde bereits abgelehnt.

Der Weg über eine Schenkung ist möglich:

Nach § 1967 Abs. 2 BGB zählen sämtliche Verbindlichkeiten des Erblassers zu den Erblasserschulden, die vor dessen Tod entstanden sind. der Erbe bzw. die Erbengemeinschaft müsste die Nachlassverbindlichkeiten also zuerst erfüllen. Die Schenkung hätte Vorrang.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 23.05.2022 | 23:28



Ist Schenkung und Schenkungsversprechen für den von Ihnen angeführten §1967 Abs 2 BGB genau gleichwertig?






Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.05.2022 | 23:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

ja. Ein Schenkungsversprechen begründet eine schuldrechtliche Verbindlichkeit.
Zur Gültigkeit eines Vertrags, durch den eine Leistung schenkweise versprochen wird, ist die notarielle Beurkundung des Versprechens erforderlich.
Mit Wirksamwerden des Schenkungsversprechens ist die Verbindlichkeit begründet.

Beste Grüße
RA Richter

Bewertung des Fragestellers 24.05.2022 | 00:02

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Antwort ausführlich genug mit Verweisen auf entsprechende Gesetzte und einer leicht verständlichen "unjuristischen" Erklärung.
Trotz später Stunde wirklich sehr prompt auf meine Frage und auch auf die Rückfrage geantwortet.

Herrn Richters Antwort hat mir sehr geholfen und mir Mut gemacht mich weiter durch einen Dschungel an Aufgaben zu kämpfen.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.05.2022
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Antwort ausführlich genug mit Verweisen auf entsprechende Gesetzte und einer leicht verständlichen "unjuristischen" Erklärung.
Trotz später Stunde wirklich sehr prompt auf meine Frage und auch auf die Rückfrage geantwortet.

Herrn Richters Antwort hat mir sehr geholfen und mir Mut gemacht mich weiter durch einen Dschungel an Aufgaben zu kämpfen.


ANTWORT VON

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