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Schenkungssteuer und Steuerhinterziehung?


02.04.2005 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo
Hab da ein Problem zwecks Schenkungssteuer.
Hier das Problem:

Ich habe mit mein Freund (jetzt Ex)zusammen in ein Haus gelebt. Ich stand mitihm im Grundbuch drin.Da ich ausgezogen bin,haben wir per Notar mich aus den Grundbuch austragen lassen.
Jetzt will das Finanzamt von ihm 2000 Euro Schenkungssteuer,weil ich ihm das Grunsstück zur Hälfte geschenkt haben soll.
Dazu weise ich hin,das er das Haus sowie das Grundstück alles alleine bezahlt hat.
Kommen wir irgendwie da herum,um diese Summe nicht zu bezahlen?
Viele Dank im vorraus.
Mit freundlichen Grüßen
02.04.2005 | 18:09

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihr Fall ist m.E, sehr kompliziert gelagert. Ich muss Ihnen deshalb dringend raten, sich mit Ihrem Anliegen an einen Steuerberater zu wenden.

Sowie Sie mir den Sachverhalt geschildert haben, hat zunächst Ihr Freund Ihnen ein Grundstücksteil geschenkt. Diese Schenkung müssen Sie aber gegenüber dem Finanzamt deklarieren.Falls Sie dies nicht getan haben, liegt auf Ihrer Seite Steuerhinterziehung vor. Steuerhinterziehung ist aber strafbar. Sollten sie keine Schenkungssteuererklärung abgegeben haben, dann rate ich Ihnen deshalb dringend, dies unter zu Hilfenahme eines Steuerberaters nachzuholen. Dies schliesst dann erstmal die Strafbarkeit aus. Sie müssen dann allerdings mit hohen Hinterziehungszinsen rechnen.

Das Finanzamt wird dann in ihrem Fall einen sogenannten Schenkungssteuerbescheid erlassen. D.H. es stellt fest, dass ihr Freund ihnen ein Teil des Grundstückes geschenkt hat und damit Schenkungssteuer anfällt.
Grds führt nach dem Schenkungssteuergesetz leider aber auch die Rückgängigmachung der Schenkung, also die Rückübertragung des Grundstücks nicht zum Wegfall der Schenkungssteuer. Dies gilt wohl auch dann, wenn wie in Ihrem Fall noch kein bestandskräftiger Schenkungssteuerbescheid bzgl der ursprünglichen Schenkung , also die Schenkung Ihres Freundes an Sie ergangen ist. Möglicherweise gibt es da aber auch eine Ausnahme. Dies müsste aber der beauftragte Steuerberater abklären und würde hier den Rahmen einer Erstberatung sprengen.

Wenn Sie nun das Grundstück an Ihren Freund zurückschenken, fällt natürlich wieder Schenkungssteuer an.

Wenn Sie aber hinsichtlich des ursprünglichen Schenkung eine Schenkungssteuererklärung bereits abgegeben haben sollten, dann liegt der Tatbestand der Steuerhinterziehung nicht vor. Allerdings löst die Rückschenkung ein zweites Mal Schenkungssteuer aus.

Wenn Sie bisher also noch keine Schenkungssteuererklärung abgegeben haben, dann wenden Sie sich dringend an einen Steuerberater. Das Finanzamt hat Sie möglicherweise schon im Visier. Sie müssen die strafbefreiende Steuererklärung unbedingt abgeben, bevor das Finanzamt die ursprüngliche Schenkung aufgedeckt hat. Danach kann man nicht mehr mit strafbefreiender Wirkung Nacherklärung.

P.S. Steuerfrei wäre die Schenkung ihres Freundes an Sie nur dann gewesen, wenn sie zum Zeitpunkt der Schenkung verheiratet gewesen wären.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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