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Schenkungssteuer mit 2 Staatsangehörigkeiten

21.12.2020 17:59 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe die deutsche und auch die zypriotische Staatsbürgerschaft wie auch mein vater diese beiden staatsbürgerschaften hat. Deutschland und Zypern haben kein dba in Sachen Erbschafts- und Vermögenssteuer. Mein Vater und auch ich haben Wohnsitze in beiden Staaten. Im Falle des Ablebens meines Vaters könnte er, vorausgesetzt er hat dies testamentarisch festgelegt, nach zypriotischem Recht vererben. Da Zypern keine Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer für nahe Verwandte kennt,
Wäre das ein Vorteil. Meine Frage nun, wie verhält es sich in diesem Fall bei einer Schenkung von Grundbesitz in Zypern. Ist zypriotisches Recht hier anwendbar.
21.12.2020 | 18:34

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Leider unterliegen Sie hier einem Irrtum.

Entsprechend der EU-ErbrechtsVO gilt das Erbrecht des Staates in dem der Erblasser zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Per Testament kann er davon abweichen, in der er das Erbrecht seiner Staatsangehörigkeit wählt.

Hier wird aber stets nur von Erbrecht gesprochen, jedoch nicht von Erbschaftssteuerrecht.

Die Wahl des geltenden Erbrechts hat leider keine Auswirkungen auf das anzuwendende Erbschaftssteuerrecht.

So Ihr Vater in Zypern mit seinem dortigen ständigen Aufenthalt (also nicht nur zu Besuch) verstirbt und Sie diesen aufgrund deutschen oder zypriotischem Erbrecht beerben und Sie die in § 2 Abs. 1 Nr. 1 lit. a), b) oder c) ErbStG genannten Bedingungen erfüllen, tritt die entsprechende Steuerpflicht ein.

So in Zypern Erbschaftssteuern anfielen, wären diese nach § 21 ErbStG auf die in Deutschland entstandene Steuerschuld anrechenbar.
Hier geben Sie aber an, dass Ihr Erwerb von Todes wegen in Zypern steuerfrei sei, so dass für eine Anrechnung hier nicht zum Tragen kommt.

Ein wenig Hoffnung möchte ich Ihnen aber schon machen. Als Kind Ihres Vaters verfügen Sie über einen Steuerfreibetrag in Höhe von 400.000 Euro in einer Rahmenfrist von 10 Jahren, sind der Steuerklasse 1 mit den geringsten Steuersätzen zuzuordnen und außerdem gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten der Steuerbefreiung im Sinne von §§ 13 ff. ErbStG .

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen



Rechtsanwalt Andreas Wehle

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