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Schenkungssteuer für Immobilie

22.11.2016 19:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Es handelt sich um ein Mietshaus mit elf Wohnungen. Das Haus ist im Grundbuch in zwei Wohneinheiten (WE) geteilt:
- WE 1 umfasst zehn Mietwohnungen.
- WE 2 besteht aus der elften Wohnung.
Ist WE 1 gemäß § 182(3).1 BewG im Ertragswertverfahren zu bewerten oder gemäß § 182(2).1 BewG im Vergleichswertverfahren?

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Sehr geehrter Fragensteller,

Mietgrundstücke dieses Ausmaßes sind nach § 182 Abs. 3 Nr. 1 BewG stets im Ertragswertverfahren zu bemessen:

§ 182 BewG:

" (1) Der Wert der bebauten Grundstücke ist nach dem Vergleichswertverfahren (Absatz 2 und § 183), dem Ertragswertverfahren (Absatz 3 und §§ 184 bis 188) oder dem Sachwertverfahren (Absatz 4 und §§ 189 bis 191) zu ermitteln.
(2) Im Vergleichswertverfahren sind grundsätzlich zu bewerten
1.Wohnungseigentum,
2.Teileigentum,
3.Ein- und Zweifamilienhäuser.
(3) Im Ertragswertverfahren sind zu bewerten
1.Mietwohngrundstücke,
2.Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke, für die sich auf dem örtlichen Grundstücksmarkt eine übliche Miete ermitteln lässt.
(4) Im Sachwertverfahren sind zu bewerten
1.Grundstücke im Sinne des Absatzes 2, wenn kein Vergleichswert vorliegt,
2.Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke mit Ausnahme der in Absatz 3 Nr. 2 genannten Grundstücke,
3.sonstige bebaute Grundstücke."

"Üblicherweise wird das Ertragswertverfahren nicht für selbst genutzte Wohngrundstücke bzw. -immobilien wie z. B. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen, deren Wert im Regelfall im Vergleichswertverfahren (ggf. ergänzend im Sachwertverfahren) angewendet. Ebenfalls wendet man das Ertragswertverfahren üblicherweise nicht für vermietete oder besonders ausgestattete Spezialimmobilien an, wie z. B. spezielle Produktionsanlagen, Infrastruktureinrichtungen wie z. B. Bahnhöfe, kulturelle Immobilien und militärisch genutzte Grundstücke." ( https://de.wikipedia.org/wiki/Ertragswertverfahren )

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2016 | 09:44

Sehr geehrter Herr Saeger,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort! Sie ist eindeutig und erfreulich, aber Ihre Begründung finde ich eher dürftig: Sie zitieren nur das Gesetz und Wikipedia – das hätte ich auch gekonnt! Haben Sie da nicht noch etwas Belastbareres?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2016 | 09:56

Sehr geehrter Fragensteller,

der eindeutige Wortlaut des Gesetzes reicht bereits zur Subsumtion des Falles aus.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- RA -


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