Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkungssteuer Gütergemeinschaft


| 11.10.2017 14:13 |
Preis: 100,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

wir haben im Jahr 1972 geheiratet und 1973 Gütergemeinshaft beim Notar vereinbart. Es war von Anfang an nur ein Bankkonto vorhanden, das auf mich, den Ehemann lautete. Im Laufe der Zeit wurden Immobilien gekauft/verkauft die jeweils unter der Gütergemeinschaft abgewickelt wurden. Nun wollen wir aus dem Wertpapierdepot das nur auf den Ehemann lautet Aktien an unsere Kinder/Enkelkinder übertragen. Dabei müssen wir lt. Auskunft der Bank mit den halben Freibeträgen rechnen.
Also nur von einem Elternteil.
Auch ein Übertrag auf ein neu eingerichtetes Konto wo beide Partner Inhalber sind löst bei der Ehefrau Schenkungssteuer minus des Freibetrages aus.
Frage: Ist ein Übertrag von einem WP-Depot (nur Ehemann) auf ein Depot (beide Eheleute) von der Schenkungssteuer belastet.
Eine konkrete Auskunft wäre sehr hilfreich.
11.10.2017 | 15:19

Antwort

von


60 Bewertungen
Gebrüder-Lang-Straße 24
61169 Friedberg
Tel: 06031 160 4848
Web: ra-krueckemeyer.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringfügige Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Nehmen Ehegatten während des Bestehens der Gütergemeinschaft Schenkungen untereinander vor, so sind diese nicht nach § 7 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG steuerpflichtig, sondern nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG. Ihrer Schilderung entnehme ich, dass Ihr Konto zu keinem Zeitpunkt ein Vorbehaltsgut war sondern stets als Gesamtgut behandelt wurde. Das folgende gilt nur wenn diese Annahme korrekt ist (ansonsten bitte nochmal über die Nachfrageoption klarstellen).

Eine Schenkung ist eine unentgeltliche Zuwendung. Gütergemeinschaft bedeutet, dass alles Vermögen (außer Vorbehalts- und Sondergut) gemeinschaftliches Vermögen wird. Das heißt, dass auf Ihren Namen und von Ihnen verwaltete Konto "gehört" den Eheleuten. "Auch ein Übertrag auf ein neu eingerichtetes Konto wo beide Partner Inhalber sind löst bei der Ehefrau Schenkungssteuer minus des Freibetrages aus." Eine Schenkung der Eheleute an die Eheleute kann nicht steuerpflichtig sein. Falls diese Auskunft von der Bank stammt, empfehle ich Ihnen nochmals nachzufragen und gegebenenfalls einen Rechtsanwalt/Steuerberater einzuschalten. Diese Auskunft ist so nicht richtig.

Begründung: § 7 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG regelt den Fall, dass bei Eintritt des Güterstandes jeder Ehegatte Gelder des anderen erhält - also bereichert, oder besser gesagt beschenkt wird. Dies ist durch die Steuer ausgleichspflichtig (zum Zeitpunkt des Eintritts des Güterstandes.)
§ 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG regelt den Fall, dass etwas zugewendet werden soll, dass noch nicht ausgeglichen wurde. Dies kann nur Vorbehalts- oder Sondergut sein. Auch dann besteht eine Steuerpflicht.
Das einzige Vermögen, dass jetzt noch nicht besteuert (im Sinne des ErbStG) wurde ist dasjenige, dass während der Ehe hinzuverdient wurde. Da das aber den Eheleuten "gehört" kann bei einer Übertragung der Eheleute (auch von einem Konto, dass nur auf den Ehemann läuft) an die Eheleute keine Steuer anfallen. Ansonsten wäre ja jede Abhebung oder Umbuchung mit der Steuer belastet.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 14.10.2017 | 15:15


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.10.2017
4,4/5.0

ANTWORT VON

60 Bewertungen

Gebrüder-Lang-Straße 24
61169 Friedberg
Tel: 06031 160 4848
Web: ra-krueckemeyer.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Erbrecht, Reiserecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht