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Schenkungssteuer - Betriebsvermögen

| 7. September 2019 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Oma möchte mir ein Gebäude schenken in welchem sich ein Geschäft (Einzelhandel) befindet. Als Gegenleistung habe ich eine monatliche Versorgungsleistung zur Aufbesserung der Rente zu leisten.
Das Gebäude ist zum Großteil steuerlich als Betriebsvermögen behandelt, somit konnten die Investitionen abgeschrieben werden.

mein Steuerberater hatte nun nach dem Verkehrswert des renovierungsbedürftigen Objekts gefragt, welches sehr schwer zu verkaufen sein wird.
Er meinte die Basis der Schenkungssteuer wird abzgl. dieser dauernden Last berücksichtigt.

Die Frage nun:
Ist die Basis tatsächlich der Verkehrswert abzgl. der dauernden Last?
zumal ja eine Übernahme ins Privatvermögen bei Verkauf nochmals zu versteuern wäre als Ertragssteuer und Gewinn zu Spitzensteuersatz von ca. 42%?

wenn dem so wäre, kann man sich vor der zwanghaften Übernahme ins Privatvermögen durch eine Gründung einer GmbH schützen?

Besten Dank.

Einsatz editiert am 09.09.2019 09:47:22

Einsatz editiert am 10.09.2019 05:03:02

10. September 2019 | 12:36

Antwort

von


(323)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Die Information Ihres Steuerberaters zur Bestimmung des Verkehrswertes ist korrekt, dinglich gesicherte Dienstbarkeiten u.ä. (bspw. Rentenzahlungen, Wohnrechte) mindern den Verkehrswert.

Wenn Sie die Immobilie durch Schenkung erwerben, geht die Immobilie in Ihr Vermögen über.

Üblicherweise erst einmal in Ihr Privatvermögen, hinsichtlich des Betriebsvermögens ist zu unterscheiden, ob es sich um notwendiges oder gewillkürtes Betriebsvermögen handelt.

Gewillkürtes Betriebsvermögen ist ein dazu bestimmtes Betriebsvermögen, wenn die betriebliche Nutzung zwischen 10 - 50 % liegt. Beim notwendigen Betriebsvermögen liegt die betriebliche Nutzung über 50 %, d.h. es handelt sich um ein Wirtschaftsgüter, das ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke genutzt wird und deren betrieblicher Nutzungsanteil über 50 % beträgt,

Falls die Immobilie tatsächlich Betriebsvermögen sein sollte, dann würden bei einer nachträglichen Überführung vom Betriebsvermögen in das Privatvermögen, die stillen Reserven üblicherweise realisiert werden.

Diese Entnahme würde sich dann gewinnerhöhend auf das Unternehmen auswirken, dieser erhöhte Gewinn führt dann zwangsläufig zu höheren Steuern.

Nach der Überführung in das Privatvermögen, können Sie die Immobilie veräußern, wenn zwischen Überführung und Veräußerung mehr als 10 Jahre liegen, handelt es sich nicht um ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG .

Wenn die Schenkung an eine GmbH erfolgt, wird die Immobilie Betriebsvermögen der GmbH. Bei einer Veräußerung ist der Veräußerungsgewinn dann immer zu versteuern.

Daher empfehle ich, lassen Sie sich die Immobilie gleich ins Privatvermögen "schenken".

Ich hoffe, ich habe Ihre Fragen beantwortet, bei eventuellen Nachfragen können SIe gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Bitte beachten Sie, dass auch kleine Änderungen des Sachverhalts zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 10. September 2019 | 19:15

Sehr geehrter Herr Braun,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Was bedeutet genau die Schenkung ins Privatvermögen bzw. wie geht diese von statten?
Hat meine Oma dies vorher ins Privatvermögen zu überführen, den Veräußerungsgewinn zu versteuern und anschließend mir zu schenken?

Besten Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12. September 2019 | 13:57

Sehr geehrter Fragesteller,

für die späte Rückmeldung bitte ich um Entschuldigung.

Die Unterscheidung Privatvermögen, bzw. Betriebsvermögen dient lediglich dazu die betriebliche von der privaten Spähre abzugrenzen.

Die Frage ist, ob Ihre Oma die Immobilie überhaupt im Betriebsvermögen hält, wovon ich aufgrund Ihren Angaben ausgehe. Ihre Oma muss Ihnen einfach die Immobilie schenken, Sie als Beschenkter halten dann die Immobilie im Privatvermögen. die Schenkung an Sie, ist gleichzeitig die Entnahme aus dem Betriebsvermögen Ihrer Oma. Das bedeutet, dass Ihre Oma die dadurch aufgedeckten stillen Reserven versteuern muss. Ihre Oma muss die Immobilie nicht zuerst entnehmen, die ENtnahme findet bei der Schenkung automatisch statt.

Die genaue Vorgehensweise können Sie mit Ihrem Steuerberater besprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14. September 2019 | 06:10

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