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Schenkungen vor Tod wie bewerten?

11.07.2018 08:13 |
Preis: 33,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrter Anwalt / sehr geehrte Anwältin,

nach dem Tod eines Erblassers taucht jetzt die Frage auf, wie die Schenkungen vor dem Tod in die Erbmasse fließen.
Es hat eine Vielzahl von Schenkungen gegeben, die jetzt zu bewerten sind.
Es handelt sich um eine Erbengemeinschaft von 2 Kindern, die aufgrund eines nicht vorhandenen Testaments oder Erbscheins durch die gesetzliche Erbfolge die Erbengemeinschaft bilden. Weitere Begünstigte gibt es nicht. Ein Kind hat vor vor 11 Jahren eine Summe x bekommen.
Das andere Kind hat kurz vor Ableben noch eine Summe x und eine weitere vor 9 Jahren bekommen.
Das wurde erst durch Durchsicht der Kontoauszüge bekannt.

Nun meine Fragen diesen Fall betreffend:

1. sind die beiden Erben sich gegenseitig zur Auskunft verpflichtet
a) nur der letzten 10 Jahre
b) oder auch was vor den 10 Jahren gewesen ist?

2. Wie sind die Summen zu bewerten.
Wenn ich beispielsweise von einer Summe wie folgt ausgehe:

Erbe A: 10.000 € 6 Monate vor Tod als Überweisung von Konto Erblasser zu Konto Erbe A,
weitere 10.000 € 9 Jahre vor Tod auf gleichem Weg Konto zu Konto

Erbe B: 20.000 € 11 Jahre vor Tod auch als Überweisung vom Konto des Erblassers auf Konto des Erben B.

Zu welchen Teilen fließen jetzt die Summen in die Erbmasse ein?

Haben die Erben eine Auskunftspflicht bis 10 Jahre oder auch darüber hinaus?
11.07.2018 | 08:49

Antwort

von


(133)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie das schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

1. Erben sind einander nicht zur Auskunft verpflichtet. Etwas anderes gilt wenn einer der Erben Mit dem Erblasser in Hausgemeinschaft gewohnt hat, oder die Erbsachen bereits in Besitz genommen hat. In diesem Fall beschränkt sich der Auskunftsanspruch allerdings auf die bestehenden Nachlassgegenstände. Ein Auskunftsanspruch über Kontobewegungen besteht nur wenn einer der Erben zuvor Vorsorgebevollmächtigter war.

2. Davon ausgehend dass es sich bei den Zuwendungen um Schenkungen handelte, also nichts anderes vereinbart war, gilt die Abschmelz Regelung. Das heißt Schenkungen die länger als 10 Jahre zurückliegen sind nicht anrechenbare. Andere Schenkung werden pro Jahr um 10% in der Anrechnung abgeschmolzen.

Erbe A müsste sich also 11.000 € anrechnen lassen. (10.000€ plus 10 Prozent von 10.000 da hier nach 9 Jahren 90 Prozent "abgeschmolzen" sind.
Erbe B muss sich nichts anrechnen lassen da die Schenkung an Ihn mehr als 10 Jahre zurückliegt.
Für die Berechnung bin ich von den von Ihnen genannten Angaben ausgegangen. Für eine Fristrechnung sind keine Angaben vorhanden.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt



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