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Schenkungen von Tante an einen von drei Erben

| 28.04.2017 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M.


Meine Freundin hat von ihrer Tante den mündlichen Auftrag erhalten, ihre Geldgeschäfte (z.B. Einkaufen, Prüfung der Heimkosten, Zahlen von Arzt- und Apothekenrechnungen, Bargeldabhebungen für Tantes Taschengeld etc.) zu erledigen. Dazu hat die Tante ihr bei der Bank eine Vollmacht über das Konto ausgestellt und eine zweite Scheckkarte (für die Freundin) registrieren lassen. Es wurde vereinbart, dass wöchentlich - anläßlich jedes Besuches bei der Tante - eine feste Summe abgehoben wird und das Geld der Tante im Heim ausgehändigt wird (incl. der Kto-Auszüge). Von einem Teil der Abhebungen wurden die o.g. laufenden Ausgaben der Tante bestritten (Heimkosten waren Dauerauftrag), den größeren Teil hat die Tante der Freundin geschenkt.
Zu Beginn der genannten Abhebungen der festen Summe hat die Tante diese noch selbst vorgenommen (mit 1. Karte), nach kurzer Zeit durften wir mit der 2. Karte diese Summe abheben und vorbeibringen.
Die Schenkungen haben wir der Steuerbehörde gemeldet. Mittlerweile ist die Tante verstorben. Die Schenkungen gingen über fast 2 Jahre. Es ist noch eine große Summe auf dem Konto.
Es gibt drei Erben (1/4+1/4+1/2); Freundin und ihre Schwester zu je 1/4. Der dritte Erbe zu 1/2 will jetzt mit Anwalt die gesamte Schenkung wieder auf Tantes Konto zurücküberwiesen haben. Er hatte sich Kto-Auszüge besorgt, wo er natürlich die Abhebungen mit der 2. Karte sieht.
1 Müssen wir ihm überhaupt erklären/belegen/beweisen, wie die Schenkung ablief? Das ist doch nur bei Pflichtteilen, oder?
2 Wie müssen wir uns nun verhalten? Befreundete Anwälte sind sich da schon uneins.
3 Ist es wesentlich, dass die Freundin mit IHRER Karte abgehoben hat und die Tante nur anfangs?


Sehr geehrter Fragesteller,

es muss unterschieden werden.
Gegenüber anderen Miterben besteht ein Auskunftsanspruch wegen lebzeitiger Schenkungen nur dann, wenn diese mit der Vermögenssorge, wie hier, beauftragt worden sind. Dies gilt allerdings nicht gegenüber Dritten, die nicht erbberechtigt sind.

Aus diesem Grund müssten Sie keine Auskunft erteilen, wohl aber Ihre Freundin, als Erbin gegenüber den Miterben.
Es macht hierbei allerdings keinen Unterschied, wer das Geld abgehoben hatte, da es im Auftrag der Freundin geschah und Sie sich das zurechnen lassen muss.

Aufzuzählen sind allerdings nur Beträge ab 50 Euro, sprich die Beträge, die an das Finanzamt gemeldet wurden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 28.04.2017 | 13:53

Verstehe ich das recht, dass bei einer von mir getätigten Abhebung ICH nicht zur Auskunft verpflichtet bin? Aber ich habe doch die Karte der Freundin verwendet. Die Tante wollte uns beiden ja immer was zukommen lassen. Ich habe 1/3, die Freundin den Rest dessen, was an dem jeweiligen Tag übrig blieb, gekriegt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.04.2017 | 13:56

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sind komplett ausgenommen, da Sie nicht dem Erbkreis angehören und die Tante insofern frei war, Ihnen was zu schenken. Sie sind in keinem Falle auskunfts- oder gar Rückgabe-verpflichtet.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.04.2017 | 14:06

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FRAGESTELLER 28.04.2017 5/5,0
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