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Schenkung/Veräußerung Ackerland

25.02.2014 08:50 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Folgender Sachverhalt:
Mein Vater hat als er 18 Jahre alt war, von seinen Eltern Ackerland erhalten. Dies wurde per Übergabevertrag festgehalten, das Ackerland zählt laut Übergabevertrag zum Betriebsvermögen.
Nun möchte mein Vater, uns (3 Kinder) dieses Ackerland schenken.
Folgende Fragen:
Muss die Schenkung schriftlich festgehalten werden?
Wenn wir nach der Schenkung das Ackerland veräußern, muss dieses dann versteuert werden? Wenn ja, wie?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

"Muss die Schenkung schriftlich festgehalten werden?"

Nach § 311b Abs. 1 S. 1 BGB bedarf der Schenkungsvertrag über ein Grundstück der notariellen Beurkundung. Gleiches gilt nach § 518 Abs. 1 BGB ohnehin für ein Schenkungsversprechen, welches hier zumindest bis zur Bewirkung vorliegt. Daneben bedarf auch die dingliche Grundstücksübertragung nach §§ 873, 925 BGB (sogen. Auflassung) der notariellen Beurkundung und anschließenden Eintragung im Grundbuch. Allein mit einer schriftlichen Vereinbarung kommen Sie somit nicht weiter. Sie sollten mit dem Anliegen einen Notar aufsuchen.

"Wenn wir nach der Schenkung das Ackerland veräußern, muss dieses dann versteuert werden? Wenn ja, wie?"

Zur Abklärung dieser Frage sollten Sie dringend einen Steuerberater aufsuchen, bevor Sie irgendwelche Verfügungen vornehmen.

Zunächst dürfte die Grundstücksübertragung auf die Kinder nach § 3 GrEStG von der Grunderwerbssteuer befreit sein. Allerdings fällt in dem Falle Schenkungssteuer an, wobei jedes Kind einen Freitbetrag von 400.000,00 € hat.

Bei der Weiterveräußerung durch die beschenkten Kinder ist zu beachten, dass die einkommensteuerrechtlichen Spekulationsfristen nach § 23 EStG eingehalten werden. Zur Beurteilung der Frage ob ein Spekulationsgeschäft vorliegt, wird die Vorbesitzzeit des Schenkers im Rahmen der Behaltenszeitberechnung mit berücksichtigt, allerdings nur dann, wenn es sich um Privatvermögen handelt. Hier handelt es sich jedoch nach Ihren Aussagen um Betriebsvermögen. Bei Grundstücken, die zum Betriebsvermögen gehören, ist bei Weiterveräußerung der Mehrgewinn durch den Beschenkten immer zu versteuern.

Aber auch für den Schenker kann eine Steuerfalle bestehen. Durch die Schenkung kann das Grundstück seine steuerliche Einordnung wechseln. Aus Betriebsvermögen wird Privatvermögen. Da die Schenkung dann einen Entnahmetatbestand erfüllt, werden die stillen Reserven beim Schenker aufgedeckt. Der Entnahmegewinn müsste daher von Ihrem Vater nach einkommensteuerrechtlichen Grundsätzen versteuert werden.

Eine genauere Beurteilung sollte jedoch durch einen fachkundigen Steuerberater aufgrund der Buchführungsunterlagen Ihres Vaters vorgenommen werden. Dieser kann danach auch die richtige Vorgehensweise empfehlen, da verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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