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Schenkung2


| 27.11.2006 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,


Zu Lebzeiten meines Mannes wurde ein Testament erstellt, dass bei seinem Tod das Haus erst mir überschrieben wird und bei meinem Tod das Erbe auf unseren Sohn übergeht. Meine Sohn ist verheiratet und hat keine Kinder.
(Soweit ist ja auch wohl die gesetzliche Erbfolge.)

Weiterhin wurde testamentarisch festgelegt, dass bei dem evtl. Tod unseres Sohnes zumindest ein kleinerer Teil der Erbschaft auf unsere Nichten übertragen werden soll und der größere Teil die Schwiegertochter erben soll.

Da nun die Schenkung des Hauses an meinen Sohn spruchreif geworden ist habe ich noch folgende Frage.

Kann ich bei dem Schenkungsvertrag festlegen, dass im Todesfalle meines Sohnes meine Nichten miterben, oder steht das gesamte Erbe meiner Schwiegertochter zu?

Besten Dank für Ihre Antwort
und freundliche Grüße

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich gehe davon aus, dass Sie zusammen mit Ihrem verstobenen Ehemann ein sog. "Berliner Testament" verfasst haben. Sie sind daher zunächst grundsätzlich - anders als bei sonstigen gemeinschaftlichen Testamenten - dazu berechtigt, frei über das Erbe zu verfügen und etwa dass ererbte Haus zu verschenken.

Sie greifen damit allerdings gleichzietig auch in die Erbrechte der Nacherben ein. Hinsichtlich Ihres Sohnes ist das zu vernachlässigen, da dieser der Beschenkte ist. Ihre Nichten würden u.U. jedoch leer ausgehen.

Ich sehe keine Möglichkeit, in den Schenkungsvertrag mit dem Sohn eine erbrechtliche Lösung hinsichtlich der Nichten aufzunehmen. Vielmehr sollten Sie, da die Übertragung des Hauses ebenfalls bereits zu Lebzeiten beabsichtigt ist, über selbiges auch bei den Nichten nachdenken, soweit diese nicht benachteiligt werden sollen.

Ansonsten weise ich darauf hin, dass das "Berliner Testament" nicht allein dadurch seine Wirksamkeit verliert, dass lediglich eine anderweitige Verfügung über das Haus vorgenommen wird. Vielmehr bleibt es hinsichtlich des weiteren Nachlasses rechtswiksam. Das sonstige Erbe, also Ihr weiteres Vermögen, wird nach Ihrem Ableben entsprechend der testamentarischen Verfügung unter den eingesetzten Erben/Vermächtnisnehmern verteilt und damit auch Ihren Nichten.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2006 | 10:23

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Wundke,

vielen Dank für Ihre blitzschnelle Auskunft.

Hier meine Nachfrage:
Wenn ich die Schenkung des Hauses jetzt voll auf meinen Sohn vornehme, gingen Ihren Aussagen zufolge die Nichten leer aus.

Kann mein verheirateter Sohn nach meiner Schenkung und nur im Falle seines vorzeitigen Todes seinerseits ein Testament machen und prozentual das Haus an seine Ehefrau und einen Teil auf seine Nichten vererben?

Für eine kurze Nachricht bin ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2006 | 10:44

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ihr Sohn kann nach Schenkung selbstverständlich frei über das Hauseigentum verfügen, was testamentarische Zuwendungen einbezieht. Bedenken Sie dabei jedoch, dass die Aufspaltung des Nachlasses auf mehrere Erben und damit des Hauseigentums zu Streitigkeiten führen kann, die bis zur zwangsweisen Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft und zur Zwangsversteigerung des Hauses gehen können. Wägen Sie daher alle Vor- und Nachteile vor einer endgültigen Entscheidung gründlich ab.

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