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Schenkung vs. Testament


| 17.11.2013 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren.
Meine Eltern haben 1991 ein gemeinsames notarielles Testament gemacht, in dem ich (einziger Sohn) als Erbe des kleinen Häuschens eingesetzt wurde. Der Überlebende meiner Eltern hat „lebenslängliches Niesbrauchrecht gemäß den gesetzlichen Bestimmungen".
Im Jahr 1996 wurde mir das kleine Häuschen von meinen Eltern geschenkt. In der Schenkungsurkunde ist von diesem Niesbrauch nichts erwähnt, davon habe ich erst beim Tode meines Vaters im Jahr 2007 bei der Testamentseröffnung erfahren. Selbstverständlich darf meine Mutter in IHREM kleinen Häuschen mit ihrer kleinen Rente wohnen bleiben. Die folgenden Fragen beziehen sich auf meine Steuerklärung bzw. auf die Möglichkeit der Abschreibung.
Fragen:
1. Ist durch die Schenkung im Jahre 1996 das Niesbrauchrecht des Testamentes von 1991 ausgehebelt oder gilt das weiter?
2. Wer muss die Grundsteuer und sonstige kommunale Kosten bezahlen?
3. Wenn ich Renovierungskosten übernehme, sind die dann durch die sog. Nachlassverbindlichkeit bei FA absetzbar oder besteht das FA darauf, dass das meine Mutter von ihrer kargen Rente bezahlen muss, da sie ja umsonst wohnen darf?

Mit freundlichen Grüßen
17.11.2013 | 18:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1. Ist durch die Schenkung im Jahre 1996 das Niesbrauchrecht des Testamentes von 1991 ausgehebelt oder gilt das weiter?

Sofern die Schenkung vor dem Todesfall passierte, wären die Bedingungen (das Nießbrauchsrecht) ebenfalls nicht mehr existent, es sei denn, dass dieses Recht bereits im Grundbuch eingetragen worden war.

Falls nicht, entfaltet das Testament und das darin enthaltene Erbe mitsamt der Auflage des Nießbrauchsrecht keine Wirkung mehr, da dieses aufgrund der früheren Schenkung nicht mehr realsiert werden kann.


2. Wer muss die Grundsteuer und sonstige kommunale Kosten bezahlen?

Diese Kosten haben Sie als Eigentümer zu tragen, sofern vertraglich zuvor nichts anderes vereinbart ist. Das Testament entfaltet wie bereits gesagt keine Wirkung.


3. Wenn ich Renovierungskosten übernehme, sind die dann durch die sog. Nachlassverbindlichkeit bei FA absetzbar oder besteht das FA darauf, dass das meine Mutter von ihrer kargen Rente bezahlen muss, da sie ja umsonst wohnen darf?

Da die Schenkung bereits seit über 10 Jahren Bestand hatte, fällt diese und damit verbundene Kosten auch nicht mehr in die Nachlasskategorie.

Sie können die Renovierungskosten aber sonst auch gewinnmindernd verrechnen lassen, auch wenn Ihre Mutter dort kostenfrei wohnt, da Sie ja auch damit dann keine Einnahmen erzielen.


Nachfrage vom Fragesteller 17.11.2013 | 21:15

Zu Nr. 3,
Sind die Renovierungskosten wirklich absetzbar, obwohl meine Mutter keine Miete bezahlt? Das ist meines Wissens seit einiger Zeit nur möglich, wenn die Mutter 70% der ortsüblichen Vergleichsmiete bezahlt. (War vorher 50 %, bei Vermietung an nahe Verwandte). Meine Mutter bezahlt aber wegen des Niesbrauches nichts. Die Steuerersparnis käme meiner normalen Lohnsteuer zugute. Dass der Niesbrauch durch die Schenkung erloschen ist, berücksichtigen wir jetzt mal nicht!
Vielen Dank und
Grüße nach Preßburg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.11.2013 | 21:48

Sehr geehrter Fragesteller,

die Entlastung richtet sich hierbei nach § 35a EStG, wonach diese Kosten jedoch bis maximal € 1.200,00 abgesetzt werden können.

Wenn Sie eine Norm wegen des diesbezüglichen Ausschlusses von 70% der Vergleichsmiete haben sollten, können Sie mir diese gerne direkt per E-mail schicken. Ich werde dies dann noch einmal überprüfen.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne auch weitere kostenfreie Nachfragen beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.11.2013 | 22:34


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"Der Anwalt ist OK.
Es ist aber befremdlich, dass parallel zu diesem Anwalt 7 (sieben) weitere RA ihre Dienste anboten, sie wollten aber mehr Geld."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17.11.2013
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