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Schenkung vor Erbeinritt


| 06.03.2014 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiss, dass ich meine volljährigen Kinder nicht enterben kann, da sie einen Pfichtteilsanspruch haben.
Im Grunde bin ich froh, dass ich keinen gesetzlichen Ausnahmegrund für die Enterbung habe.
Dennoch ist es schade, dass ich überlegen muss, den Pflichtanteil möglichst gering zu halten.

Das Verhalten meiner Kinder meiner jetzigen Frau und mir gegenüber lässt mich aber darüber nachdenken.

Ich bin geschieden, die Kinder stammen aus dieser ersten Ehe.
Durch meine zweite Heirat ist es möglich, dass ich, abhängig von meinem eigenen Todeszeitpunkt, ein Vermögen von meiner jetzigen Frau und ihrer Familie erbe.

Sollte ich nach meiner Frau sterben, so habe ich überlegt, danach noch zu Lebzeiten einen grossen Teil des Vermögens an Stiftungen oder Hilfsorganisationen zu spenden.

Ich kenne die 10-Jahres-Frist für Schenkungen (und die 10%-Klausel).

Hier nun meine Frage: Gelten diese Fristen auch für Schenkungen/Spenden an nicht natürliche Personen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

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Sehr geehrter Fragesteller,

auch Vermögensübertragungen an Stiftungen oder Spenden an gemeinnützige Organisatoren sind Schenkungen die dem Pflichtteilsergänzungsanspruch des § 2325 BGB und dessen Fristen unterliegen. Dies hat der BGH in einem Urteil vom 10. 12. 2003 - IV ZR 249/02 festgestellt.

Dies können Sie jedoch unter bestimmten Umständen umgehen, indem Sie beispielsweise Immobilien oder andere Gegenstände an Stiftungen oder gemeinnützige Organisatoren oder andere Dritte gegen Zahlung einer monatlichen Leibrente verkaufen. Bei entsprechender vertraglicher Gestaltung kann auch eine Rückübertragung im Falle einer Insolvenz vereinbart werden. Die Immobilie zählt dann nicht zu Ihrem Vermögen, und mindert entsprechend den Nachlasswert. Ggf. können Sie die Immobilie auch anmieten und selbst weiter nutzen.

Hinsichtlich des Vermögens Ihrer Frau könnte in Ihrem Fall eine Einsetzung Ihrer Person als Vorerbe und einer Stiftungen oder gemeinnützigen Organisatoren als Nacherbe in Betracht kommen um ebenfalls den Pflichtteil Ihrer Kinder zu mindern.

Dazu sollten Sie jedoch in jedem Falle einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer ausführlichen Beratung beauftragen. Dieser kann, nach Kenntnis Ihrer persönlichen Situation, gegebenenfalls weitere Möglichkeiten erkennen, um Ihr Ziel zu erreichen. Dies ist im Rahmen dieser Plattform nur eingeschränkt möglich.

Gerne steht Ihnen auch unsere Kanzlei zur Vertretung in dieser Angelegenheit zur Verfügung.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
www.RA-Bordasch.de

PS.: Wenn Sie diese Antwort bewerten, helfen Sie mit, diesen Service transparenter und verständlicher zu gestalten.

Nachfrage vom Fragesteller 06.03.2014 | 15:33

Sehr geehrter Herr Bordasch,

haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe noch eine kurze Nachfrage:

Ich bin deutscher Staatsangehöriger, lebe und arbeite aber in Frankreich (bin dort verheiratet).

Sollte ich eines Tages meine Frau beerben, welches Recht ist zuständig?
Das Vermögen (Immobilien, Bankguthaben, Beteiligung an einer BGB-Gesellschaft) befindet sich in Frankreich und in Kanada, nicht in Deutschland.
Gelten Testamente überall?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.03.2014 | 16:05

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
wenn Ihre Frau Französin ist, gilt französisches Erbrecht.
Ist Ihre Frau Deutsche gilt für bei einer Klage in Deutschland deutsches Recht und bei einer Klage in Frankreich französisches Recht.
Für Immobilien gilt immer das Recht des Ortes der Immobilie, unabhängig von der Staatsangehörigkeit und dem letzten Wohnsitz.

Die unterschiedliche Anwendbarkeit resultiert im Grunde daraus, dass das französische Erbrecht auf den letzten Wohnsitz und das deutsche Erbrecht auf die Staatsangehörigkeit abstellt.

2.
Testamente sind grundsätzlich überall gültig. Es können aber in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Regelungen und Voraussetzungen über die Möglichkeiten der Nachlassregelung geben.

Beispielsweise muss ein Testament für die Gültigkeit in Kanada, z. Bsp. für Ihre Immobilien in Kanada, von zwei Zeugen unterzeichnet sein, die nicht im Testament bedacht worden sind. Darüber hinaus gilt in Kanada, je nach Provinz, unterschiedliches Erbrecht.

Um so wichtiger ist es, Ihre persönliche Situation sowie Ihre und die Wünsche Ihrer Frau zu kennen um Sie umfassend beraten zu können - unter Beachtung des jeweiligen Rechtes des Landes in dem sich Teile Ihres Vermögens befinden um eine Lösung zu finden, die Ihren Wünschen und Vorstellungen am Nächsten kommen.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 06.03.2014 | 16:18


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FRAGESTELLER 06.03.2014 5/5.0
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