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Schenkung von den Eltern meiner Ex zum Anfangvermögen

| 22.10.2017 15:19 |
Preis: 48,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte betonen das es nicht mich betrifft sondern meinen Sohn.Da er aber einen xxxxx xxxx hat und durch die Bestrahlungen einige gesunde Zellen dabei auch mit zerstört wurden habe ich mich. entschlossen für ihn die Frage zu stellen.
Es wurde beschlossen für meine Ex ein neues Auto zu kaufen.Dieses geschah am 28.03.2012.Da mein Sohn durch 80% schwerbeschädigt ist,wurde das Auto auf seinen Namen gekauft.Das Auto mußte mindestens ein halbes Jahr auf seinen Namen.Das heißt,wenn sie in dieser Zeit einen Unfall verursacht hätte wäre mein Sohn hochgestuft worden.Das wichtigste war aber die Ersparnis von über 2000€,die ihre Eltern gespart haben.Nach Aussagen ihres Vaters sollte die Ex monatlich 50€ zurück zahlen.Nun kam es aber am 06.12.2004, zur Trennung.Dann fand ein Austausch des Anfangsvermögen statt.In der Aufstellung seiner Ex war zu lesen,das das Auto,in Höhe von 14989,25€ als Schenkung ihrer Eltern aufgeführt wurde.Diese auch gleich mit Giroausdruck.
Jetzt stand das Endvermögen an.Durch eine nochmalige Prüfung stellte sich heraus das bei 2 Belegen eine Ratenzahlung für ihr Auto dabei waren.Darauf angesprochen wurde uns von ihrer Anwältn am 05.09.17 schriftlich mitgeteilt,die Schulden von 2050€ wären in 3 Jahren und 5 Monaten abgetragen worden und der Rest von 12989,25€ wurde ihr erlassen.

In dem Schreiben ihrer Anwältin stand geschrieben "Schenkung Eheleute xxxxx"vom 31.08.15.Inzwischen wurde auch die Eigentumswohnung verkauft.Immer in den Glauben,das das Auto eine Schenkung war wurde das Geld dafür geteilt.Wenn es keine Schenkung war,ist das Geld ungleichmäßig verteilt worden.Das würde sich auch beim Endvermögen auswirken.
Nun meine Frage:Was kann man in dieser Sache tun?
Vielen Dank im voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Zunächst einmal: Der wirtschaftliche Unterschied bei Darlehen und Schenkung ist im Zugewinn gering: Eine Schenkung wird dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, wenn sie in der Ehezeit erfolgt ist. Ein Darlehen, das zum Stichtag des Endvermögens noch bestand, wird vom Endvermögen abgezogen. Bei einer Ehedauer von nur wenigen Jahren, bei der der Inflationsausgleich keine wirkliche Rolle spielt, ergeben sich annähernd identische Ergebnisse.

Wenn die Eltern der Ehefrau - offenbar unstreitig - den Wagen in der Ehe bezahlt haben, ist im Anfangsvermögen bei einer Schenkung der Erlass der Forderung einzustellen, allerdings bezogen auf das Datum des Erlass-Vertrages. Das Anfangsvermögen - bezogen auf diesen Vorgang - wären dann also 12.989,25 €, bereinigt um den Inflationsausgleich zwischen Erlass und Stichtag für das Endvermögen. Das Endvermögen wäre der Zeitwert des PKW.

Wäre der Betrag nicht erlassen worden, wäre das Anfangsvermögen - bezogen auf diesen Vorgang - null. Im Endvermögen stünde der PKW mit seinem Zeitwert, abzuziehen wäre aber als Verbindlichkeit die restliche Darlehenssumme. Das Endvermögen wäre also vermutlich um etwa den Betrag geringer, der bei der Schenkungsalternative das Anfangsvermögen erhöht hätte. Der Unterschied für den Zugewinn wäre minimal.

Um den Vorgang, soweit Sie ihn dennoch für entscheidend halten, aufzuklären, könnten Sie die weiteren Kontoauszüge für die Zeit nach der Schenkung verlangen, um zu überprüfen, ob weitere Raten gezahlt wurden. Ansonsten können Sie Ihrem Sohn ggf. die gerichtliche Auseinandersetzung um den Zugewinn anraten: Für das Anfangsvermögen ist die Ehefrau beweispflichtig. Hier kann sie ihre Eltern als Zeugen benennen, Ihr Sohn kann aber ggf. entsprechend argumentieren und das Gericht veranlassen, die Kontoauszüge anzufordern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2017 | 11:16

Hallo Frau Anwältin,
ich nahm an das die Schenkung,vom 28.03.2012 eine echte Schenkung ist und nicht über 3 Jahre als Schulden abträgt und der Rest noch einmal als Schenkung auftritt.Ich denke ich habe es so richtig verstanden?
Gruß R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2017 | 11:29

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn bereits von Anfang an eine Schenkung vorgelegen hätte, wäre der Gesamtbetrag als Anfangsvermögen zu berücksichtigen gewesen. Die Ratenzahlung, die Ihnen auf den Kontoauszügen aufgefallen ist, spricht allerdings dagegen.

Dann kommt nur ein Darlehen (insgesamt über den Gesamtbetrag) oder ein anfängliches Darlehen mit restlicher Schenkung in Betracht.

Richtig ist: Die Schenkung kann nicht zweimal berücksichtigt werden, sondern nur einmal, und zwar maximal mit dem Gesamtbetrag, möglicherweise - wenn ursprünglich ein Darlehen vereinbart war - aber auch nur mit dem erlassenen Restbetrag.

Ich hoffe, dass ich mit dieser Klarstellung weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel


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"Hallo Frau Anwältin,
ich habe eigentlich in der Bewertung schon alles zum Ausdruck gebracht.Nicht alles was einem logisch erscheint müss richtig sein.
Entschuldigen Sie Bitte meine späte Bewertung,aber mit meiner Parkinsonerkrankung fällt mir das Schreiben nicht immer leicht.
Mit freundlichen Gruß
R."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 11.11.2017 4,8/5,0
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