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Schenkung von Immobilie bei getrennt lebenden Eheleuten

| 19. Mai 2021 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau und ich haben seit vielen Jahren eine gemeinsame Immobilie in Deutschland. Haben bis 2020 viele Jahre gemeinsam in der Schweiz gelebt. 2020 bin ich als Pensionär wieder in unsere gemeinsames Haus in Deutschland gezogen und bin nun in DE unbeschränkt steuerpflichtig. Meine Frau wird die nächsten Jahre weiterhin in der Schweiz arbeiten und hat keinen Wohnsitz in DE. Nun hat mir meine Frau Ihren Anteil an dem Haus, in dem ich nun in Deutschland wohne, geschenkt (Ihr Anteil ca. 100'000,- Euro). Meine Frage ist nun. Gilt hier auch der Freibetrag der Schenkung unter Eheleuten von 500'000,-€? Wir wohnen zwar zur Zeit getrennt jeder in einem anderen Land, sind daher steuerlich getrennt, werden aber weiterhin verheiratet sein und bleiben.
Wäre schön, wenn jemand eine kompetente Auskunft geben könnte.
Beste Grüsse
M.L.

19. Mai 2021 | 11:14

Antwort

von


(495)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

der Freibetrag nach § 16 ErbStG gilt auch im Falle von getrennt lebenden Ehegatten. Es gibt hier keine besondere Regelung, die schon bei getrennt Lebenden die Beträge verringert.

Zitat:
Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG)
§ 16 Freibeträge
(1) Steuerfrei bleibt in den Fällen der unbeschränkten Steuerpflicht (§ 2 Absatz 1 Nummer 1) der Erwerb
1. des Ehegatten und des Lebenspartners in Höhe von 500 000 Euro;
2. der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in Höhe von 400 000 Euro;
3. ...


Zusätzlich gibt es noch die Regelung nach § 13 Absatz 1 Nr. 4a ErbStG, die Übertragung des Familienheims kommt zu dem normalen Schenkungsfreibetrag noch dazu bzw. gäbe es somit in Ihrem Fall auch noch eine Steuerbefreiung.

Zitat:
§ 13 Steuerbefreiungen
(1) Steuerfrei bleiben (.....)
4a. Zuwendungen unter Lebenden, mit denen ein Ehegatte dem anderen Ehegatten Eigentum oder Miteigentum an einem im Inland oder in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums belegenen bebauten Grundstück im Sinne des § 181 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 des Bewertungsgesetzes verschafft, soweit darin eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird (Familienheim), oder den anderen Ehegatten von eingegangenen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Anschaffung oder der Herstellung des Familienheims freistellt. Entsprechendes gilt, wenn ein Ehegatte nachträglichen Herstellungs- oder Erhaltungsaufwand für ein Familienheim trägt, das im gemeinsamen Eigentum der Ehegatten oder im Eigentum des anderen Ehegatten steht. Die Sätze 1 und 2 gelten für Zuwendungen zwischen Lebenspartnern entsprechend;


Letztlich könnte man das Ganze auch als Ausgleich im Rahmen der Trennung bzw. Scheidungsvorbereitung betrachten, auch eine solche Übertragung wäre dann steuerfrei und stellt schon an sich keine Schenkung dar.

Erst nach der rechtskräftigen Scheidung sieht es anders aus, hier gelten dann nur noch die deutlich niedrigeren Freibeträge.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Bewertung des Fragestellers 19. Mai 2021 | 11:33

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