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Schenkung vom Wohnhaus mit lebenslangem Wohnrecht

09.09.2011 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,
meine Großeltern haben meiner Mutter das Wohnhaus geschenkt (30 Jahre her) und dafür ein lebenslanges Wohnrecht zugesprochen bekommen. (Wohnkosten wie Müll etc. müssen getragen werden). Die Geschwister meiner Mutter sind damals entsprechen ausgezahlt worden. Jetzt geht es um die Frage, ob trotz dieser Regelung bei dem Tod meiner Großeltern ein Pflichtanteil wegen des Wohnrechts geltend gemacht werden kann, obwohl eine Entschädigung gezahlt wurde, seitens der Geschwister?

Wenn ja, wie kann man diese Zahlung ggf. umgehen, z.B. in dem ich das Haus erwerbe (käuflich) unter beibehaltung des Wohnrechts der Großeltern und eintragung eines Wohnrechts der Mutter mit erweitertem Nutzungsrecht?
Gibt es eine Möglichkeit hier eine Berechnug der Entschädigungshöhe zu erreichen?
Ramendaten: MFH, Wohnung der Großeltern ca. 70qm, sonst kein Nutzungsrecht eingeräumt.

Danke schon jetzt für die scnelle Hilfe.
Herzliche Grüße
09.09.2011 | 21:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

der Pflichtteil kann grundsätzlich immer geltend gemacht werden, es sei denn, dass ein Erbverzicht ausgesprochen worden ist, der aber notariell hätte beurkundet werden müssen.

Dies bedeutet, dass dann die damaligen Schenkungen als Wert in die Erbmasse einfließen.
Es muss also der Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Schenkung und auch die Auszahlungen an die Geschwister berücksichtigt werden.

Auch das lebenslange Wohnrecht ist hierbei wertmäßig zu berücksichtigen. Hierbei ist die ortsübliche Miete und die Lebensdauer der Eltern zu berücksichtigen, die dann vom Schenkungswert abgezogen werden.

Eine Umgehung wäre im Fall, dass die Geldzahlung wertmäßig weniger als das Haus wer waren auch nicht möglich, da der Wert des Hauses zum damaligen Zeitpunkt maßgeblich ist, unabhängig davon, wie weiter mit dem Haus verfahren worden ist.

Wenn also die Geldzahlungen wertemäßig dem Haus entsprachen unter Berücksichtigung des lebenslangen Wohnrechtes, muss auch kein Ausgleich erfolgen.



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