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Schenkung und Wohnrecht, damit Steuer sparen?

| 21. August 2022 19:57 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Guten Tag,


kurz gefasst:


Der Vater möchte mir seine Immobile verschenken. Wir beide leben in seiner Immobilie.
Der Wert der Immobile liegt bei 430.000 Euro inkl. Parkplatz, dies haben wir dem Notar mitgeteilt. Ob das FInanzamt den Wert höher schätzt, kann ich nocht nicht sagen. Das Finanzamt wird das aber bestimmt mit 500.000 Euro schätzen.

Ich habe den ganzen Tag nach einer Lösung gesucht, um die Schenkungssteuer so günstig wie möglich zu gestalten, bei Schenkung der Immobilie vom Vater zur Tochter und bin darauf auf einen sehr interesanten Beitrag gestoßen, der mich dann doch beruhigt.

Wenn ich also meinem Vater beim Notar vertraglich ein Wohnrecht einräume, so dass er Lebenslang hier wohnen darf und kann, wird dann die Schenkungssteuer die ich beim Finanzamt zahlen müsste günstiger und sogar anscheinend sehr viel günstiger, aber NUR mit Wohnrecht.

Ich habe hier jemanden von Gutefrage, der meine Frage so beantwortet hat, dass er tatsächlich meint, dass ich sogar mit dem Wohnrecht an den Vater und ich als Beschenkte dann sogar überhaupt gar keine Schenkungsteuer zahlen muss.

Siehe Hier was er geschrieben hat:

-------------------------------

Wenn der Vater dir eine Immobilie schenkt und sich ein lebenslängl. Wohnrecht oder den Nießbrauch vorbehält, wird steuerrechtlich vom Verkehrswert der Immobilie der sogen. kapitalisierte Wert des Wohnrechts abgezogen und nur die Differenz besteuert bzw. auf den Freibetrag von 400.000 € angerechnet (Beispiel: Wert der Immobilie 500.000 € minus (nach der Kapitalisierungstabelle errechneter Kapitalwert des Wohnrechts, z.B. 200.000 € ) 200.000 € = 300.000 €. Daher fiele für dich als Tochter keine Schenkungssteuer an. Da du nach der Schenkungf der Immobilie deren Eigentümerin bist, fällt die Immobilie beim Tod deines Vaters nicht mehr in den Nachlass; sie ist dann in Bezug auf Erbschaftssteuer nicht mehr zu berücksichtigen.

----------------------------------------------

Ist es dann also richtig, dass mein Freibetrag für die Immobilie so stark sinkt, dass ich gar keine Schenkungsteuer als Tochter zahlen muss, NUR weil der Vater Wohnrecht hier hat?

Eingrenzung vom Fragesteller
21. August 2022 | 20:06
22. August 2022 | 21:26

Antwort

von


(523)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Rechenweg ist schon richtig. Das Wohnrecht ist eine Belastung, die auf der Immobilie lastet und deren Wert verringert. Bei einer ortsüblichen Vergleichsmiete von 1.300 Euro im Monat, dürfte der jährliche Wert des Wohnrechts bei 15.600 Euro liegen. Die Lebenserwartung Ihres Vaters dürfte bei noch etwa 5 Jahren liegen. Dies dürfte einem Kapitalwert des Wohnrechts von 78.000 Euro entsprechen. Bei Abzinsung eher um die 75.000.
Wenn das Finanzamt von 430.000 für die unbelastete Immobilie ausgeht, sind Sie aus der Schenkungssteuer raus.
Wenn das Finanzamt von 500.000 Wert der unbelasteten Immobilie ausgeht, dann reicht der Wert des Wohnrechts wegen des hohen Alters Ihres Vaters nicht ganz aus, um den Wert der Immobilie unter den Freibetrag von 400.000 Euro zu drücken. Die Schenkungssteuer wird dann aber auf jeden Fall erheblich niedriger sein, als wenn Sie das Grundstück ohne Wohnrecht des Vaters bekommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 22. August 2022 | 21:46

Sehr geehrte Herr RA Bernhard Müller,

ich bedanke mich für die ausführliche Antwort bei Ihnen!

Zum Verständnis. Er hat ja dann das Wohnrecht, also sinkt die Schenkungssteuer sagen wir bei 500.000 Euro ja erheblich und ich muss sehr wenig Schenkungssteuer bezahlen an das Finanzamt. Zählt das auch dann, wenn der Vater sagen wir nach 3-4 Wochen, nachdem alles über die Bühne gebracht wurde und ich die wenige Schenkungssteuer gezahlt habe, der Vater versterben würde? Oder sagt das Finanzamt dann: " Er hatte zwar Wohnrecht und sie haben deswegen wenig Schenkungssteuer gezahlt, aber wenn der Vater nach nur 3-4 Wochen dann verstorben ist, müssen sie die volle Schenkungssteuer zahlen, als hätte er nie Wohnrecht gehabt!". ?

Nicht dass der Vater für einige Jahre gelebt haben muss, nachdem er Wohnrecht bekommen hat. (Als Beispiel: Ihr Vater muss gesetzlich noch mindestens 1 Jahr in der Wohnung die nun Ihnen gehört wohnen bleiben mit Wohnrecht, sonst fordern wird wenn der Vater früher stirbt die VOLLE Schenkungssteuer)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22. August 2022 | 21:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Wert des Wohnrechts berechnet sich nur nach der statistischen Restlebenserwartung. Wie lange Ihr Vater tatsächlich lebt ist steuerlich unwichtig. Er sollte nicht sterben, bevor die Schenkung notariell beurkundet wurde. Nach der Beurkundung sollten Sie beim Sterben nicht nachhelfen. Ich mache zwar auch Strafrecht, könnte bei einem Tod durch Fremdeinwirkung aber nicht für einen Freispruch garantieren.
Solange es sich um eine natürliche Todesursache handelt, ist es jedoch egal, ob er einen Tag oder 100 Jahre nach der Beurkundung stirbt.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 22. August 2022 | 22:13

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Ich bedanke mich sehr für Ihre Antworten!

Ich musste schmunzeln wegen dem Strafrecht und dem Freispruch haha :-)

Sehr gerne wieder !

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22. August 2022
5/5,0

Ich bedanke mich sehr für Ihre Antworten!

Ich musste schmunzeln wegen dem Strafrecht und dem Freispruch haha :-)

Sehr gerne wieder !


ANTWORT VON

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